Project Shield

Nvidias Handheld-Konsole erscheint im Juni für 350 US-Dollar

14. Mai 2013 • 18:23 Uhr

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Project Shield. (Foto: NVIDIA)

Anfang des Jahres kündigte der Chiphersteller Nvidia recht überraschend die erste hauseigen Handheld-Konsole an. Project Shield wird wohl auch der finale Name bleiben, denn bereits im Juni 2013 soll die tragbare Spielemaschine in Nordamerika ausgeliefert werden. Mit einem Preis von 349 US-Dollar siedelt man sich oberhalb der PlayStation Vita und des 3DS an. Aber der Konzern möchte ja auch viel mehr als nur eine schnöde Daddelkiste bieten.

Project Shield möchte das Beste von zwei Welten bieten. Zum einen handelt es sich um eine leistungsfähiges Gerät mit Android 4.2.1 Jelly Bean-Betriebssystem und dem neuesten Tegra 4-Quadcore-Prozessor mit 72GPU-Kernen. Mit 2GB RAM, zwei Analogsticks, D-Pad und R/S-Trigger sowie regulären Buttons, Multitouch-Display (5 Zoll, 720p-Auflösung), integrierten Lautsprechern, WIFI, 16GB Flash-Speicher, GPS, Bluetooth 3.0, mini HDMI, microUSB 2.0 und microSD-Kartenslot ist das stylische Gadget absolut auf der Höhe der Zeit und wohl perfekt zum Erleben von Android-basierten Games geeignet. Voraussetzung ist natürlich, dass der Tegra 4 in der Praxis auch etwas taugt – hier gibt’s gegenwärtig noch zu wenige Testberichte. Ein Vollzugriff auf Google Play und die Nvidia TegraZone mit speziell angepassten Spielen dürfte aber kaum Wünsche offen lassen – zumindest was die Menge an Apps betrifft.

Die zweite Besonderheit von Project Shield: Besitzt ihr einen halbwegs aktuellen PC mit einer Nvidia-Grafikkarte (Geforce GTX 650 oder besser), streamt ihr Windows-Spiele über das WLAN-Netz direkt auf die Konsole. Zockt auf der Couch aktuelle Blockbuster – ohne nennenswerte Einbußen. Sozusagen ist Project Shield damit auch für PC-Gamer reizvoll. Es ist von einer Latenz zwischen 100 und 150ms die Rede, was laut Nvidia keinerlei Probleme beim Spielen zur Folge haben soll. In jedem Fall ist die Software GeForce Experience auf dem heimischen PC nötig,  der Video-Stream wird über das Netzwerk (802.11n) übertragen.

Ab dem 20. Mai 2013 kann Project Shield in den USA auf der offiziellen Webseite vorbestellt werden, schon jetzt dürft ihr euch informieren lassen, sobald es genaue Informationen gibt. Nächsten Monat ist es dann in den Staaten und Kanada soweit. Für Europa nennt das Unternehmen leider noch keinen präzisen Zeitraum – geht mal vom Sommer 2013 aus. Es sollte wohl klar sein, dass Shield hierzulande an die 350 Euro kosten dürfte. Ein angemessener Preis? Das wird sich zeigen.

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