Robo Fish

Quirliger Plastikfisch im Praxistest

3. Oktober 2013 • 10:01 Uhr

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Das ist er - der kleine Robo Fish. (Foto: GamingGadgets.de)

Vor fast einem Jahr erschien in Japan der Robo Fish in unzähligen Varianten. Sogar hier auf GamingGadgets.de musste ich den falschen Fisch erwähnen. Überraschenderweise trudelte kürzlich die deutsche Variante vom Spieleverlag Goliath hier ein. Wunderbar! Für einen Praxistest ging das süße Schuppentier baden…

Was ist das?

Für ein paar Euro könnt ihr seit gefühlten Jahrzehnten kleine Spielzeuge zum Aufziehen kaufen, die ihr dann im Wasser verwenden dürft. Sei es ein Mini-Hai oder gar sportliche Athleten – die Vielfalt ist groß. Doch eines ist immer klar: Nach höchstens eins, zwei Minuten ist der Spaß vorbei. Ihr nehmt das Ding aus dem kühlen Nass, zieht es auf und setzt es wieder ins Becken, Aquarium oder in die Badewanne. Sozusagen ist der Robo Fish die Weiterentwicklung dieser Grundidee. Ausgestattet ist der rund 12 Zentimeter große Fisch mit allerlei Technik: Ein Motor ermöglicht das Bewegen der hinteren Flosse, angetrieben wird dieser von zwei Batterien. Zwei Sensoren hinter den angemalten Augen nehmen einen Widerstand wahr, was bedeutet: Nehmt ihr den Fisch in die Hand und berührt diese berührungsempfindlichen Stellen, schaltet sich der Robo Fish automatisch ein. Gleiches passiert, werft ihr ihn ins Wasser.

Plastik schwimmt im Wasser. (Foto: GamingGadgets.de)
Plastik schwimmt im Wasser. (Foto: GamingGadgets.de)

Mehr gibt’s eigentlich gar nicht zum Robo Fish zu sagen. Der knuffige Kerl paddelt selbständig los. Durch einen vorgegebenen Rhythmus ist dafür gesorgt, dass er sich stets fortbewegt – so lange, bis ihr ihn aus dem Wasser holt oder die Batterien den Geist aufgeben. Gut gefällt mir, dass ihr den Robo Fish sofort nutzen könnt, wenn ihr ihn aus der Verpackung holt – zwei Knopfzellen sind bereits eingebaut. Zwei weitere gibt’s als Ersatz dazu, der Wechsel erfolgt recht simpel mittels eines Kreuzschlitzschraubenziehers. Der liegt dem Lieferumfang nicht bei.

Im Wasser

Im echten Aquarium. (Foto: GamingGadgets.de)
Im echten Aquarium. (Foto: GamingGadgets.de)

Das Paket, das mir Goliath zur Verfügung stellte, kostet im hiesigen Spielwarenhandel oder bei Amazon rund 18 Euro. Für diesen Preis erhaltet ihr einen Fisch inklusive Mini-Aquarium. Das ist eine recht robuste, durchaus ansehnliche Schüssel, die sicherlich auch gut für einen Nudelsalat geeignet sein könnte. Also Wasser rein, Fisch herausgeholt und ab ins Geschehen. Der Robo Fish paddelt im Kreis, praktisch bemerkt ihr nichts von den fünf Schwimm-Richtungen, zu dem er in der Lage sein soll. In meinem „richtigen“ 250 Liter-Aquarium blieb der orange Clownfisch gerne an Wasserpflanzen hängen, was nicht wundert. Schließlich lebt das Gadget ja nicht. Bei mehr Platz werden aber die unterschiedlichen Aktionen deutlich, die ihn mal flotter, mal langsamer durchs Wasser gleiten lassen.

In den Beipackzetteln mit der etwas klein geratenen Schrift ist davon die Rede, dass der Robo Fish mit Gewichten beschwert werden kann. Dumm nur, dass diese nicht meinem Paket beilagen, das Ding also nicht weiter nach unten schwimmen konnte. Sowieso ist es mir nicht ganz klar, wie im Inneren, genauer im Batteriefach, noch zusätzlich Platz für ein paar ergänzende Gramm sein soll.

Fazit: Für wen?!

Und wozu ist das alles gut? Nun, der Robo Fish ist natürlich vorrangig ein Gag. Zu einem doch sehr niedrigen Preis bekommt ihr eine kurzzeitig amüsante Geschenkidee, vielleicht sogar einen neckischen Spaß für den Nachwuchs. Sammler können zudem noch eine ganze Menge Geld ausgeben, schließlich bietet Goliath zahlreiche Farbvarianten und auch noch optisch andere Robo Sharks an. Es soll wohl bald für das Aquarium Zubehör angeboten werden, Korallen zum Beispiel. Zumindest vorsichtige Eltern, die ihren Kids keine echten Fische zutrauen, können ja mit dem Robo Fish herausfinden, wie der Sohn und die Tochter auf so etwas reagieren.

Vorstellbar wären auch Einsätze als Büro-Aquarium. Niemand müsste sich um den Robo Fish (z.B. mit drei, vier weiteren Modellen) kümmern, sterben würde hier niemand, wenn ein paar Wochen das Füttern vergessen wird. Dumm nur, dass die Batterien nach höchstens einer Stunde im Dauerbetrieb anfangen zu schwächeln. Das ist doch etwas mager.

Nüchtern betrachtet ist der Robo Fish mit dem Aquarium zwar irgendwie totaler Quatsch, allerdings ist er trotzdem irgendwie niedlich-unterhaltsam. Wer nicht mehr erwartet – why not? Für zukünftige Varianten hoffe ich auf weitere Features: Smartphone-Kontrolle, integrierte Kamera mit Fisheye-Darstellung, längere Batterielaufzeit – hach, da gäbe es noch so viele Möglichkeiten. Vermutlich würde dann der Robo Fish 2.0 zwei Kilogramm wiegen….

Weitere Details gibt’s auf der Hersteller-Webseite. Kaufen könnt ihr euch den Robo Fish beispielsweise bei Amazon.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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