Robo Raven

Lebensnaher Robo-Vogel als militärische Waffe

13. Juni 2013 • 17:59 Uhr

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Robo Raven hebt ab (Foto: UMD)

Forscher der University of Maryland haben einen neuartigen Flug-Roboter entwickelt, der erst auf den zweiten Blick als ein technisches Gerät erkennbar ist. Der Robo Raven ist nämlich nicht nur optisch an echten Vögeln angelehnt, sondern er ahmt auch deren Flugverhalten derart realistisch nach, dass sogar biologische Artgenossen auf ihn hereinfallen.

Der Robo Raven hat eine Flügelspannweite von 34,3 cm und kann dank zweier Antriebsmotoren beide Flügel unabhängig voneinder bewegen, wodurch er  auch zu extremen Manövern fähig ist.

Er besteht durchwegs aus sehr leichten Materialen (Kohlenstofffaser, hitzebeständiges Plastik, Mylar-Polyesterfolie,  Schaum), viele Einzelteile des künstlichen Vogels sind durch 3D-Druck entstanden, sodass sein Gesamtgewicht bei unter zehn Gramm liegt. Da keinerlei Propeller oder ähnliche Vorrichtungen eingebaut sind, bewegt sich der Robo Raven fast lautlos durch die Lüfte.

Ein tolles Gadget? Dies dachte sich auch das US-Militär, welches an der Finanzierung des Robo Raven beteiligt ist. Der Robo-Flattermann ist daher vorerst nicht für den Massenmarkt geplant, sondern soll in erster Linie irgendwann einmal als Spionage-Waffe genutzt werden. Durch sein unauffälliges Aussehen und Verhalten soll er sich Feinden nähern können, ohne weiter aufzufallen. Allerdings ist er in der jetzigen Fassung zu leicht, um Kameras oder Sensoren „an Bord“ nehmen zu können. Deswegen arbeiten die Forscher nach wie vor an dem Robo Raven. Geplant sind unter anderem auch solarbetriebene Flügel, die den Vogel selbstständig „auftanken“, oder der Ausbau zu einer autonomen Spionage-Drohne, die ohne menschliche Kontrolle durch die Lüfte segelt.

Sollte daraus nichts werden, dann würden wir uns freuen, wenn wir den Robo Raven alternativ beim Spielzeug-Händler unseres Vertrauen finden würden. Weitere Infos dazu findet ihr im Blog von Professor S.K. Gupta oder der Website der University of Maryland.

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 18:00 Uhr

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