RoboRoach

Lebende (!) Kakerlake mit dem Smartphone steuern

15. Juni 2013 • 7:52 Uhr

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Das ist eine lebende Schabe! Geschmacklos, oder? (Foto: Kickstarter)

Es gibt technische Entwicklungen, bei denen fragt man sich zu Recht: Muss das wirklich sein? Die RoboRoach ist so ein Beispiel, das zwar einerseits irgendwie faszinierend, andererseits aber geschmacklos ist. Denn die Erfindung von Backyard Brains manipuliert lebendige Riesenschaben, indem diesen ein Mikrochip aufgesetzt wird.

Für die Macher von RoboRoach ist das alles eine große Spielerei, schließlich sind Schaben ja nur niedere Lebewesen – und sie müssen auch nicht getötet werden. Vielmehr sorgt die winzige Platine, die auf die Oberseite geheftet wird, dafür, dass die Kakerlake nicht mehr in der Lage ist, eigenständig zu agieren. Via Bluetooth und einer Smartphone-App können Nutzer Befehle aussenden, die zum Chip geschickt werden. Der wiederum gibt neue Informationen an die Antennen des Krabbeltiers weiter und befehlt ihm, in eine gewünschte Richtung zu laufen.

Besagte Antennen sind normalerweise dazu da, dass sich die Schaben in der Umwelt fortbewegen und orientieren. Durch eine „Neuprogrammierung“ sei man mit RoboRoach in der Lage, die Eigenständigkeit der Lebewesen zu kontrollieren – wie ein Cyborg sozusagen.

Persönlich finde ich diese neurale Kontrolle zugegeben widerlich, eben weil es sich hier um ein Tier handelt, das wir als Spielzeug missbrauchen. Paradoxerweise ist diese Technologie, sollte sie in der Tat funktionieren, auch erschreckend interessant. Ob dies in veränderter Form bei Menschen funktionieren könnte?

Empfehlen möchte ich RoboRoach dennoch nicht. Aber sollte euch das Projekt der Schöpfer ansprechen – weitere Details gibt es auf Kickstarter.com. Dort dürft ihr dabei behilflich sein, aus RoboRoach ein Produkt für den Massenmarkt zu machen. Benötigt werden 10.000 US-Dollar. Für 100 US-Dollar soll es ein Kit geben – ohne Kakerlake.

Was haltet ihr denn von RoboRoach? Cool oder ethisch nicht vertretbar?

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 09:56 Uhr

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