ROCCAT Savu

Dezente, minimalistische Gamingmaus im Praxistest

30. Juli 2012 • 8:00 Uhr

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Die Savu auf dem Taito. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)

Ich kann mit diesen ganzen Highend-Gamingmäusen wenig anfangen. Ich benötige keine gefühlten 500 Tasten, keine Gewichte, keine riesigen Handflächenaufsätze, die sich noch verstellen lassen. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso mir die Savu von ROCCAT gefällt? Sie ist minimalistisch ausgestattet, sieht verdammt gut aus, liegt perfekt in der Hand und bereitet mir sehr viel Freude.

Der Reihe nach: Die Roccat Savu kostet an die 60 Euro und ist ausschließlich für Rechtshänder gedacht. Selbst bin ich zwar Linkshänder, verwende meine Maus aber grundsätzlich mit der rechten Hand. Passt also. Standardmäßig verfügt die Savu über die zwei typischen Maustasten, ein „eindrückbares“ Mausrad und zwei ergänzende Buttons oberhalb der Einbuchtung für den Daumen.  Diese sind doppelt belegbar, mittels der ROCCAT-Treibersoftware könnt ihr aus den fünf Tasten insgesamt elf machen – wenn ihr es für notwendig erachtet. Ich brauche das nicht zwingend für den normalen Spielgenuss, fürs Arbeiten schon gar nicht. Auffällig sind die sogenannten „No-Sweat“-Flächen. An den Stellen für Daumen und Ringfinger (bzw. kleiner Finger) befinden sich recht grobe Oberflächen, die das Schwitzen verhindern sollen. In den ersten zwei, drei Stunden empfand ich sie als recht unangenehm, mittlerweile sehe ich diese als sehr praktisch an, sorgen sie doch für einen generell guten Halt. Ob sie das Schwitzen unterbinden? Meiner Auffassung nach nur marginal.

Die restlichen technischen Daten zeigen, dass ROCCAT der Savu moderne Komponenten spendiert hat. Der Pro-Optic (R3)-Sensor ermöglicht maximal 4000 dpi und kann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Hinzu gesellt sich ein schönes Multi-Color-Lichtsystem auf der Rückseite der Maus. Könnt ihr individualisieren, logo! Makros dürft ihr ebenfalls selbst erstellen. Angaben wie maximal 60 ips (Geschwindigkeit), 20 G-Beschleunigung und 1000 Hz-Polling-Rate sind für die Experten von Relevanz. Löblich ist ferner das 1,8 Meter lange USB-Kabel, das sehr flexibel und mit Stoff überzogen ist.

Die Savu auf dem Taito. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)
Die Savu auf dem Taito. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)

Für mich ist die Savu in vielerlei Hinsicht überzeugend. Da wäre zum einen das 2D-Mausrad, das einen hervorragenden Widerstand besitzt und sich wirklich problemlos und leicht „eindrücken“ lässt. Da habe ich mit vielen Mäusen in der Vergangenheit andere Erfahrungen gemacht. In Kombination mit einem ROCCAT Taito-Mauspad flutscht die Savu regelrecht über die Fläche, ausgesprochen genau und sauber bewegt sich der Mauszeiger. Und dank des Mid-Size-Gehäuses ist sie kein Monstrum, sondern besitzt die für mich perfekte Größe. Auf den ersten Blick erinnert sie durchaus an eine gewöhnliche Office-Maus: Sie ist unscheinbar  und völlig ausreichend ausgestattet. Der dezente Stil ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber er besitzt fraglos seinen Reiz. Genau mein Ding.

Ich hatte etliche Spiele probiert, aber mal ehrlich: Wieso sollte es bei dem einen oder anderen Schwierigkeiten geben? Ich konnte keine feststellen. In meinen Augen eignet sich die Savu vor allem für Shooter und allgemein Genres, bei denen Makros und viele Buttons nicht benötigt werden. Auch sehe ich als Normalspieler keine Notwendigkeit, meinen Nager mit Gewichten zu versehen.

Die grobe Daumenablage. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)
Die grobe Daumenablage. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)

Fazit: Sozusagen ist die Savu ein Allrounder für all diejenigen, denen komplexe Gamingmäuse, wie beispielsweise ROCCATs Spitzenmodell Kone[+], etwas befremdlich finden und eh nicht so recht wissen, wozu man den ganzen Schnickschnack benötigt. Die Savu dagegen konzentriert sich auf das Wesentliche, bietet mir eine schicke Optik, eine ausgereifte Treibersoftware und eine zeitgemäße Technik. Empfehlenswert ist übrigens besagtes Taito-Mauspad, das mir ROCCAT freundlicherweise zur Verfügung stellte. Es ist rutschfest, passt optisch prächtig zur Savu – und ich muss ehrlich zugeben: Ich hätte nicht gedacht, dass es einen gravierenden Unterschied macht, welches Mauspad man verwendet. Gerade im Vergleich zu meiner alten Standard-Oberfläche war ich regelrecht schockiert, wie gut das Taito ist.

Eines sei zum Abschluss betont: Ich betrachte die Savu aus Sicht eines „normalen“ Gamers, der sich nicht an eSports-Events beteiligt oder täglich 16 Stunden „WoW“ zockt – um es mal übertrieben darzustellen. Ich bin nach gut zwei Wochen mit der Savu davon überzeugt: Genau für Leute wie mich ist die Maus gemacht. Ein feines Teil!

Weitere Details entnehmt ihr der offiziellen Webseite, kaufen könnt ihr die Savu unter anderem bei Amazon und wenn ihr Fragen habt – immer her damit! Hier im Kommentarbereich.

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2 Kommentare

  1. Ich muss auch keine 28 Tasten an der Maus haben und habe mich deshalb vor einigen Wochen für die Roccat Kova[+] entschieden, welche ebenfalls schlicht und sehr gut ist. Vorher hatte ich eine Razer DeathAdder im Einsatz, das Mausrad war eine echte Katastrophe.

    Aber danke für den Mauspad-Tipp, habe mir mal ein Taito Medium geordert, weil meine alte MTW-Unterlage nach 6 oder 7 Jahren langsam den Geist aufgibt.

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  2. Sven am

    Na, die Kova ist auch nicht schlecht, ist ja auch ne Universal-Maus(L//R), was natürlich ne gute Sache ist. Gerade als Linkshänder, wenn man mit links spielt, ist die Auswahl an Gamingmäusen ja nicht gerade berauschend. Was mir an der Kova jetzt spontan besser gefällt: mehr LEDs… :) Sonst scheinen sie wohl recht ähnlich zu sein.

    Ich hoffe, dir sagt das Taito auch zu. Ist schon erstaunlich, ich habe mich jetzt schon dran gewöhnt – als hätte ich nie ein anderes Mauspad gehabt. Früher hab ich das ja gar nicht so ernst genommen…

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  1. 30. Juli 2012 at 16:07