Sentry Turret

Blutiges Massaker auf dem Schreibtisch

3. August 2012 • 8:00 Uhr

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Batman. Tot! (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)

Endlich Feierabend! Bevor ich meinen Schreibtisch verließ, platzierte ich meinen neuen Geschützturm vorsichtig neben der Tastatur. Der Sentry Turret von Apperture Laboratories sollte meinen Arbeitsplatz schützen – bis zum nächsten Morgen. Sicherheitshalber. Ich legte auf der Rückseite den kleinen Schalter um, die LED auf der Vorderseite fing an zu leuchten. Rot! Natürlich! Der Turret war aktiviert. Ich drückte ihn noch einmal zum Abschied, eine freundliche Damenstimme verabschiedete mich mit einem „Goodbye“. Wie nett. Als ich noch einmal sehnsüchtig zurückblickte, sagte sie „Are you still there.“. Ich ging.

Der Schock am nächsten Morgen! Massaker auf dem Schreibtisch! Überall Blut? Leichen! Chaos? Was zum Teufel…?! Meine geliebten Rabbids, die seit ihrem Schlüpfen aus der Plastikschachtel bei mir wohnten….alle tot! ALLE BEIDEN! Sogar die Mumie! Voller Gedärme! Igitt! Vermutlich wollten sie nur mal wieder bei EliteRabbids.com nach grenzdebilen, potentiellen Partnerinnen schauen. Aber der Sentry Turrent verhinderte dies. Erfolgreich. Verständlich. Aber wieso musst er auch meinen hässlichen Minibatman töten? Ich mochte den zwar noch nie, aber auf solche Art und Weise sollte er eigentlich nicht sterben.

Auch die Rabbids mussten dran glauben. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)
Auch die Rabbids mussten dran glauben. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)

Ich sah den Turrent beängstigt an, trat einen Schritt zurück und überlegte, ob ich nicht die Polizei rufen sollte. SEK, GSG9? Irgendjemand musste ihn doch abschalten können? Dann ertönte wieder diese Frauenstimme: „I don’t hate you.“ Puh. Ich war beruhigt, ging auf die rund 25 Zentimeter große Waffe zu, drehte mich ruck zuck von dem roten Auge des Geschützes weg und schalte ihn ab. Nach dem „Target acquired“ war das wohl die beste Idee an diesem Morgen….

Vielleicht hat sich diese Geschichte so zugetragen. Vielleicht. Jedenfalls ist die Rede von dem Sentry Turrent, dem Geschützturm aus der Spielereihe „Portal“ von Entwickler Valve. Mittlerweile hat das Gerät Kultstatus erreicht – und irgendwie auch zu Recht. Die geschrumpfte Form, die ursprünglich von ThinkGeek stammt und offiziell lizenziert ist, ist natürlich eine harmlose Schreibtischzierde. Schaltet den Turrent ein, leuchtet das LED-Auge auf. Die Lichtintensität ist sehr zufriedenstellend und auch bei Sonneneinstrahlung gut zu erkennen. Auf der Seite befindet sich ein unscheinbarer Button, der auf Knopfdruck Sprachsamples aus dem Spiel in englischer Sprache ausspuckt. Witzig. Nur leider gibt es nur fünf Sprüche, sie wiederholen sich folglich recht schnell. Dauerhaft werdet ihr davon sicherlich nicht Gebrauch machen.

Schuld ist nur der Geschützturm. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)
Schuld ist nur der Geschützturm. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)

Insgesamt hinterlässt das Gadget, das dem Original sehr ähnlich sieht, einen soliden Eindruck. Die drei Beine geben zwar recht schnell nach, allgemein steht das Ding soweit stabil. Was mir wiederum missfällt: Bei genauerer Betrachtung stellt die Verarbeitung des Plastik-Geschützturms nicht zufrieden. Die linke und rechte Gehäuseseite sind minimal verschoben, dadurch ergibt sich ein nicht komplett rundes Auge. Und es hat den Anschein, als liegen beide Flächen (links, rechts) nicht richtig aufeinander. Normalerweise dürfte das aber nicht weiter auffallen.

Der Sentry Turrent ist schon eine lustige Spielerei. Zugegebenermaßen lässt der Spaß recht schnell nach, aber dann macht er sich prima auf dem Schreibtisch. Vielleicht, um Kollegen zu zeigen, dass ihr „Portal“ mögt? Oder um ihnen zu symbolisieren, dass sie euch nicht zu nahe kommen sollen? Fans der beiden Games bekommen hier ganz klar ein amüsantes Gerät, vor dem niemand Angst haben muss. Eigentlich. Glaube ich….

Luftbildaufnahme. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)
Luftbildaufnahme. (Foto: Sven Wernicke / GamingGadgets.de)

Ein herzliches Dankeschön an BinaryGuys für die Bereitstellung des Testexemplars. In ihrem Shop könnt ihr das Gadget für 22,85 Euro zuzüglich Versandkosten erwerben.

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