Sigmo

Fast Star Trek!? Übersetzer hört und spricht in 25 Sprachen!

24. September 2013 • 10:39 Uhr

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Sigmo gibt es in mehreren Farben (Fotot: Indiegogo)

Wisst Ihr eigentlich, warum Captain Picard und all die anderen menschlichen Star Trek-Helden völlig problemlos mit Vulkaniern, Klingonen und anderen Alien-Rassen kommunizieren können? Dies haben sie dem Universaltranslator zu verdanken, der in ihrem Sternenflotten-Abzeichen eingebaut ist und in Echtzeit alle bekannten Sprachen sowohl in die Sprache des Benutzers als auch in die seines Gegenübers umwandelt.

Eine tolle Sache, die es in unserer Realität leider noch nicht gibt. Aber es gibt immerhin erste Schritte in diese Richtung! Und zwar in Form von Sigmo – einem kleinen unscheinbaren Gerät, welches insgesamt 25 Sprachen verstehen und übersetzen kann.

Dies behaupten zumindest die beiden Erfinder Martl Karrer und David Barnett, die bereits Anfang August eine Crowdfunding-Kampagne gestartet haben, um Sigmo in großen Massen fertigen und unters Volk bringen zu können. Darauf gehen wir gleich noch näher ein, aber erst schauen wir uns erst einmal an, wie das Konzept überhaupt funktioniert:

Bevor das Gerät überhaupt zum Einsatz kommen kann, müsst ihr in einer dazugehörigen Android- bzw. iOS-App eure eigene Sprache und die eures Gesprächspartners angeben. Drückt ihr anschließend auf den oberen der beiden Knöpfe des Universalübersetzers, könnt ihr in Sigmo sprechen und es erfolgt kurz danach die Sprachausgabe in der euch fremden Sprache. Wollt ihr hingegen hören, was der andere zu sagen hat, drückt ihr den unteren Knopf und bekommt sein unverständliches Gebrabbel in eure Muttersprache präsentiert. Im Idealfall läuft dies dann so ab wie in dem folgenden Video, in dem wir schon einmal erfahren, was „leckeres Rührei mit einem Würstchen“ auf Englisch heißt:

Scheint ja tatsächlich ganz gut zu funktionieren, auch wenn es sich als simultaner Übersetzer von Dialogzeilen in „GTA V“ & Co. wohl doch nicht so ganz eignet. Allerdings gibt es bei der Nutzung von Sigmo einen Haken, den man nicht unterschätzen sollte: Die Übersetzungen finden nicht in dem Gerät statt, sondern in einer Cloud.

Dies heißt, Sigmo muss durchgehend via Bluetooth mit dem Smartphone/Tablet verbunden sein, auf dem die dazugehörige App installiert ist. Und das Smartphone/Tablet benötigt wiederum eine Verbindung zum Internet, um auf die Cloud zugreifen zu können. Bei instabilen mobilen Netzen und/oder hohen Roaminggebühren vergeht einem daher unter Umständen ganz schnell die Lust am fröhlichen Plaudern mit der einheimischen Bevölkerung. Immerhin soll Sigmo aber einen Offline-Modus besitzen, bei dem man Wörterbücher der benötigten Sprachen verwenden hat – sofern diese zuvor geladen wurden.

Wozu eigentlich das Gerät selbst benötigt wird und warum der ganze Übersetzungsprozess nicht komplett über das Smartphone abgewickelt wird, will mir persönlich im Moment noch nicht einleuchten. Vielleicht weil sich Sigmo bequem an der Hand, an einer Halskette oder am Hemdkragen tragen lässt? Immerhin lässt es sich so auch als Freisprechanlage für eingehende Anrufe nutzen, was durchaus ein zusätzliches praktisches Feature darstellt.

Euer Interesse ist geweckt? Dann könnt ihr euch nun auch noch an der längst schon als Erfolg verbuchten Crowdfunding-Aktion beteiligen. Unter diesem Link zu Indiegogo erfahrt ihr alle weiteren Fakten rund um Sigmo und könnt euch ab einem Mindestzuschuss von 50 US-Dollar euren eigenen Universaltranslator sichern. Enden wird die Kampagne am 04. Oktober, die ersten Geräte sollen bereist im Januar 2014 ausgeliefert werden.

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 10:54 Uhr

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