snakebyte unu

Neuer Name für Multifunktions-Spielkonsole snakebyte eins

8. Januar 2013 • 12:43 Uhr

Teilen:
Das Tablet vom snakebyte unu-System. (Foto: snakebyte)

Vielleicht war der Zubehörhersteller snakebyte etwas zu früh dran? Auf der gamescom im August des letzten Jahres präsentierte das Unternehmen die Android-basierte Spielkonsole  snakebyte eins. Das Konzept dahinter: Ein Tablet zum normalen Verwenden dient als Herzstück, über eine Dockingstation verbindet man dieses mit dem HDTV. Und ein separater Controller soll das Gerät in eine vollwertige Spielkonsole verwandeln. Mittlerweile gibt es viele andere Firmen, die sich auf (entfernt) ähnliche Ansätze konzentrieren – Stichwort GameStick, Archos connect TV und so weiter.

Aber das Projekt lebt noch, unter einem anderen Namen. Auf der CES 2013 wurde das dezent überarbeitete Konzept vorgestellt. Es heißt jetzt snakebyte unu, die Grundidee bleibt identisch. Das bedeutet: Tablet, Gamepad und Dockingstation werden zu einem vielseitigen Gerät vereint. Hinzu gesellt sich eine spezielle Air Mouse, mit der ihr euch ähnlich wie mit einem Pointer durch die Menüs hangelt. Die Fernbedienung dient auch zum Touch-basierten-Spielen von Titeln wie „Angry Birds“ und Co. Ebenso befindet sich auf der Rückseite eine vollwertige QWERTZ-Tastatur fürs Surfen im Internet.

Es ist sicherlich sinnvoll, dass das Tablet unabhängig von den anderen Komponenten genutzt werden kann, allgemein wirkt aber sogar Archos connect TV mit einem Controller für alles (Tastatur, Pointer, Gamepad) dezent überlegter. Im Fall snakebyte unu benötigt man mehrere Eingabegeräte, um von allen Vorzügen zu profitieren – von der Spielkonsole bis hin zu den Smart TV-Elementen (Internet, Videoverleih, Media-Straming etc.). Dann kann man sich als Konsument doch gleich ein aktuelles Tablet mit HDMI-Ausgang sowie einen separaten Controller (z.B. von snakebyte) kaufen und das vorhandene Smartphone als Fernbedienung nutzen?

Unverständlich ist in meinen Augen ferner, wieso sich snakebyte so viel Zeit lässt. Jetzt erfolgte die Umbenennung und eine dezente Überarbeitung des Designs (in die richtige Richtung!). Ob das Paket, das mal 200 Euro kosten sollte, wirklich noch im 1. Quartal 2013 in den Handel kommt? Und wird es bei den mittlerweile nicht mehr sensationellen technischen Daten bleiben? Das Original snakebyte eins setzte auf einen Dualcore-Prozessor (A9, 1,6GHz) mit einem MALI 400MP-Grafikchip (Quadcore), 1GB RAM, HDMI-Ausgang, 16GB Flash-Speicher und microSD-Slot sowie einem 7 Zoll großen Multitouch-Display. Es war auch von einer 10-Zoll-Variante beziehungsweise einem speziellen Gaming-Tablet mit Buttons die Rede, wobei anlässlich der (Neu-)Ankündigung diese Fassungen nicht mehr erwähnt werden. Dafür heißt es jetzt, dass snakebyte eine eigene Oberfläche für das Android-System anbieten wird, um die Navigation generell zu vereinfachen.

Ansonsten gibt’s keine neuen Fakten zu snakebyte unu – und ich bin skeptisch, ob das Gerät bei den Kunden ankommt. Denn mit etwas Pech erscheint diese Multimedia-Maschine nach der Veröffentlichung von Archos connect TV, Ouya, GameStick und wie sie nicht alle heißen. In jedem Fall sollte das Unternehmen etwas Überzeugungsarbeit leisten – allein schon die Facebook-Seite wirkt arg gruselig. Und eine richtige, offizielle Webseite? Die gibt’s nach wie vor nicht.

Teilen:

2 Kommentare

  1. Kommt mir das nur so vor oder wirkt der Markt nach dem Ouya-Kickstarter-Erfolg überladen? ;)

    Solangsam verliert man ja fast schon den Überblick…

    Antworten
    • Sven am

      Jup, ist schon seltsam. Aber man kann einiges auch zusammenfassen, dann gehts. :) Letztlich ist es eigentlich nicht so viel, was wirklich von Relevanz ist: Wichtig ist ein guter Prozessor und ein aktuelles Android – ansonsten kann man sich ein x-beliebiges Android-Gerät raussuchen, finde ich. :)

      Antworten

Kommentar schreiben

1 Pingback

  1. 8. Januar 2013 at 12:01