Supertoy Teddy

Intelligentes Kuscheltier für komplexe Kommunikation

30. Juli 2013 • 8:59 Uhr

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Ist der Teddy nicht niedlich? (Foto: Kickstarter)

Die meisten Kids vergöttern ihre Kuscheltiere, und ein auserkorener Liebling muss dann fortan überall mit dabei sein – in der Sandkiste, beim Schlafen und im Kindergarten. Viele behalten ihren Begleiter ein Leben lang, schließlich hängen Erinnerungen dran. Mittlerweile können Teddys längst sprechen, aber nicht so wie das Supertoy Teddy von Supertoy Robotics und dem deutschen Unternehmen Pannous GmbH.

Die Frage ist nur, ob man diesen mit auf den Spielplatz nehmen möchte…

Der neuartige Teddybär erinnert sicher nicht zufällig an Ted aus dem gleichnamigen Kinofilm. Die größte Besonderheit ist, dass Supertoy Teddy in der Lage ist, sich auf normale Gespräche einzulassen. Dank Mikrofon, Lautsprecher, Motor zum Bewegen des Mundes und einer „künstlichen Intelligenz“ sollen Kinder das Gefühl erhalten, als würden sie sich ganz normal mit der knuddeligen Kreatur unterhalten.

Wichtig war den Schöpfern, dass Supertoy Teddy nicht wie ein Roboter oder eine Maschine klingt, wie das zweite Video weiter unten verdeutlicht. Zusätzlich verfügt das Spielzeug über suggerierte Emotionen und eine Art ethisches Verhalten. Außerdem dürft ihr durch gezielte Fragen Reaktionen herbeiführen. Zum Beispiel könnt ihr erfahren, wie spät es ist. Oder ihr telefoniert dank integriertem Mikro und Speakern mit Freunden. Wie wäre es, einfach mittels Spracheingabe Mails zu verschicken? Ebenfalls denkbar. Es ist davon die Rede, dass Supertoy Teddy durch das Kommunizieren auch lernen kann. Wie das funktioniert? Die gesammelten Daten werden extern gespeichert und bei Bedarf abgefragt – zum Beispiel die Lieblingsfarbe des Besitzers.

Supertoy Teddy wird später bestimmte Rollen einnehmen können. So besteht die Option, ihm Klamotten anzuziehen und ihn – auch vom Verhalten her – in einen Cowboy oder Zauberer zu verwandeln. Im Grunde sind wohl unzählige Möglichkeiten vorstellbar, was an einer Tatsache liegt: Der Teddy nimmt über ein Smartphone Verbindung zum Internet auf und bekommt sein Verhalten über angeschlossene Server zugeschickt – ähnlich wie die Spracherkennung SIRI von Apple. Allerdings soll der Kleine individuell auf den Nutzer ausgerichtet sein und auch wahrnehmen können, was dieser mag und was nicht. Letztlich sollte klar sein: Ein Mobiltelefon mit Verbindung zum Internet müsst ihr in den Rücken des Supertoy Teddy stecken. Dort soll es aber sicher und gepolstert aufgehoben sein. Die nötige App wird für iOS und Android erhältlich sein, sie dient auf Wunsch sogar als Babyphone. Das erinnert durchaus an den Teddy Sitter, der allerdings nicht erfolgreich via Crowdfunding finanziert wurde.

Letztlich erklärt der Verzicht auf eine eigenständige KI bzw. überhaupt einen Prozessor den relativ günstigen Preis. Wenn der Supertoy Teddy mit etwas Glück für knapp 50 Euro Ende des Jahres 2013 in den Handel kommt, dann stehen sogar über 30 Sprachen inklusive Deutsch sofort zur Verfügung – es kommt ja schließlich alles von den Servern des Herstellers. Doch den Verantwortlichen benötigen noch rund 35.000 Euro für die Fertigstellung ihres Gadgets. Die Finanzierung bei Kickstarter sieht ganz vielversprechend aus – dort schießt ihr bei Interesse euer Geld vor. Für besagten Preis bekommt ihr den Teddy sogar inklusive Versand – verlockend, oder? Es heißt übrigens, der Supertoy Teddy sei ferner für Erwachsene geeignet – da wären wir ja wieder bei Ted, hm?

Weitere Details gibt’s bei Kickstarter und SupertoyRobotics.com. Euch kommt der Supertoy Teddy bekannt vor? Nun, schon vor geraumer Zeit stellten wir den Cocola Bear vor, der ebenfalls über ein Smartphone-Herz verfügt – Zufälle gibt es…

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 11:29 Uhr

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