Tetris Tischlampe

Retro-Romantik mit Spielsteinen. Der Praxistest!

10. Februar 2013 • 8:30 Uhr

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Die Tetris Tischlampe. (Foto: GamingGadgets.de)

Ich befürchte das Schlimmste. Wenn ich zum Valentinstag überhaupt etwas bekomme, dann vermutlich nur ein wenig Schokolade. Als wäre ich nicht schon dick genug. Daher habe ich mir selbst eine Freude bereitet – ich bin so selbstlos, ich weiß. Außerdem hat meine Herzensdame auch etwas von der Tetris Tischlampe, die ich mir bei CoolStuff zugelegt habe.

Wirklich glücklich hat sie mich zwar nicht gemacht, aber am Valentinstag wird sie garantiert ihren Zweck erfüllen. Genau das ist der Punkt: Die kreative Lampe kostet 39,90 Euro  und bietet mir dafür einfach zu wenig. Ein Blickfang ist sie trotzdem.

7 Klötze sollt ihr sein

Die Bezeichnung Tischlampe, so wie sie CoolStuff nennt (im Original: Tetris Light), ist irreführend. Denn ihr könnt diese natürlich dort aufstellen, wo ihr es wünscht. Bei mir wird sie wohl auf einer Kommode ihren Platz finden. Sowieso klingt dieser Name etwas banal für die Funktionsweise: Ihr dürft nämlich die Leuchte nach euren Vorstellungen aufbauen. Die Lampe besteht aus den sieben Tetris-Formen, die  der Programmierer Alexei Paschitnow Mitte der 1980er Jahre basierend auf den sogenannten Polyominos erschuf. Daraus entstand das Spiel „Tetris“, das hoffentlich jeder kennt. Alle Tetrominos (der korrekte Name) wurden den Originalen aus dem Spiel nachempfunden, was bedeutet: Ihr erhaltet die Klötze I, J, L, O, S, T und Z. Die Farben stimmen zwar nicht komplett mit der ursprünglichen, digitalen Vorlage überein, ist aber nicht wirklich als Kritikpunkt anzusehen. Die Verarbeitung stellt zufrieden, die Plastikobjekte wirken recht wertig und überleben auch einen Sturz aus 1-2 Metern Höhe (ja, aus Versehen selbst getestet).

Die blaue Lampe ist die Basis. (Foto: GamingGadgets.de)
Die blaue Lampe ist die Basis. (Foto: GamingGadgets.de)

Und wie funktioniert das nun? Das Prinzip ist simpel, aber ich find’s genial! Die Basis ist das blaue I, welches ihr auf eine feste Unterlage stellt. Alle weiteren Klötze positioniert ihr nach euren Vorstellungen auf dem I. Dass dadurch unendlich viele Möglichkeiten entstehen, so wie es der Hersteller bewirbt, kann ich mir jetzt zwar nicht vorstellen, aber ihr könnt quasi jeden Tag eine neue Form kreieren. Ärgerlich: Da ihr sieben Tetromninos verwendet, könnt ihr niemals ein vollständiges Rechteck erzeugen – es ist mindestens ein Teil zu viel. Sowieso habt ihr schnell das Gefühl, es hätten ruhig ein paar mehr LEDs sein können. Nur ob ihr eine zweite Tetris Tischlampe dazukaufen könnt, um sie zu kombinieren? Darüber ist nichts bekannt.

Macken

Sie sehen gut aus, sind aber zu leicht - die Klötze. (Foto: GamingGadgets.de)
Sie sehen gut aus, sind aber zu leicht – die Klötze. (Foto: GamingGadgets.de)

Abgesehen von dieser „Erbsenzählerei“ fallen weitere Schwächen auf. Das Stromkabel ist nicht einmal ein Meter lang – in der Praxis VIEL zu kurz. Nötig wird also eine Verlängerungsschnur oder ein neues Verbindungskabel mit einem 5V-Adapter (500 mA). Beides ist nicht optimal. Viel schlimmer ist jedoch, dass die Tetrominos aufgrund des verwendeten Materials viel zu leicht sind. Stapelt ihr sie übereinander, wackelt der Turm im Grunde immer – und das sorgt dafür, dass die Stromverbindung von den unteren Steinen zu den oberen entweder komplett oder bei kleineren Bewegungen kurzfristig unterbrochen werden. Dann flackert es. Der Strom wird über die äußeren Ränder der Klötze übertragen. Liegen diese nicht perfekt aufeinander, kommt Enttäuschung auf.

Zwei Lösungen wurden von dem Hersteller nicht berücksichtigt: Wären die Tetrominos gewichtiger gewesen, gäbe es solche Schwierigkeiten nicht. Besser hätte mir ein gewisser Magnetismus gefallen, der die Steine miteinander verbindet. Leitfähige, magnetische Farbe gibt es doch sogar im Bastelladen zu kaufen. Ich überlege ernsthaft, damit meine Tetris Tischlampe zu pimpen.

Fazit

Sobald die Tetris Tischlampe perfekt steht und einen abgedunkelten Raum illuminiert, begeistert sie euch. Garantiert. Sie sieht verdammt gut aus, obwohl hin und wieder die LEDs im Inneren der Bausteine zu erkennen sind. Gravierend ist das nicht, überschattet wird der Spaß durch genannte Makel. Und genau diese kratzen an dem positiven Gesamteindruck des Gadgets. In Anbetracht der Tatsache, dass die Leuchte fast 40 Euro kostet, ist das ärgerlich. Man sollte sich auch vor Augen halten, dass wir hier über ein offiziell lizenziertes Produkt reden – die Rechteinhaber hätten auf eine bessere Qualität achten können.

Aber: Ich weiß genau, dass dies ein schönes Valentinstag-Geschenk ist. Denn gut positioniert und ordentlich aufgebaut, entfaltet die Tetris Tischlampe ihren romantischen Retro-Charme – auch an anderen Tagen als dem 14. Februar. Logo!

Mein Tipp zum Abschluss: Entscheidet ihr euch für den Kauf, dann wählt schon vorab einen geeigneten Ort für die Tetris Tischlampe. Dieser sollte möglichst erschütterungsfrei sein. Alles andere sorgt für unnötiges Flackern und Frust.

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