The 64

Der Brotkasten ist zurück! Als Heimcomputer und Handheld!

15. April 2016 • 6:29 Uhr

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Ob es was wird? (Foto: The 64)

Schon wieder ein Comeback-Versuch des Commodore 64? Mit einem neuen Namen und ohne offizielle Lizenz soll der Heimcomputer-Kult als The 64 zurückkehren.

Zuletzt wollte der MEGA65 den C64 neu beleben, bisher ist daraus nichts geworden. Davon lässt sich die Retro Games Ltd nicht beeindrucken. Ganz im Gegenteil: Mit The 64 sollen sogar gleich zwei Versionen eines C64-Nachfolgers erscheinen. Genauer reden die britischen Erfinder von einer Hommage an den Kult früherer Tage, die als stationärer Rechner und als Handheld-Konsole vorgesehen ist.

Das soll der neue C64 werden. (Foto: The 64)
Das soll der neue C64 werden. (Foto: The 64)

Was steckt drin? Tja…

Technische Daten verraten die Macher nicht, die Moderne soll aber in das Gehäuse des Computers Einzug gehalten haben. Denn ihr schließt The 64 via HDMI an euren Monitor oder Fernserher an. Ihr erhaltet eine Tastatur, die sich komplett an dem Original von Commodore anlehnt. USB-Anschlüsse, Audio-Ausgang, Modul- und ein SD-Speicherkarten-Slot sind dabei. Vorinstalliert seien zahlreiche Spieleklassiker, ebenfalls möchte man Neuentwicklungen parat haben. Das sollte sich machen lassen, schließlich gibt es ja nach wie vor Programmierer, die C64-Games entwerfen. Technisch dürfte The 64 zumindest mit dem C64 kompatibel sein – im Zweifelsfall via Emulator.

Anschlüsse des The 64. (Foto: The 64)
Anschlüsse des The 64. (Foto: The 64)

The 64 SX

Die Handheld-Variante von The 64 erhält den Namenszusatz SX. Aktionsbuttons, Steuerkreuz, HDMI-Ausgang, USB-Port und Kopfhöreranschluss möchte man der tragbaren Spielkonsole spendieren.

So sieht The 64 SX aus. (Foto: The 64)
So sieht The 64 SX aus. (Foto: The 64)

Ansonsten gibt’s auch hier nicht viele Hintergründe, abgesehen von der Aussage, dass viele Games integriert sind.

Zu viele offene Fragen

Sorry Leute, aber dieses Indiegogo-Projekt überzeugt mich gar nicht. Angeblich existieren Prototypen, aber gezeigt wird nichts. Klar, die Bilder von The 64 sehen gut aus (etwas kleiner als der echte Brotkarten soll das Gerät werden), auch ist mit Darren Melbourne offenbar jemand involviert, der zumindest ein wenig Erfahrungen mitbringt. Aber sonst? Keine Fakten zu den verbauten Komponenten, keine Angaben zu den Spielen, keine Referenzen, die mir das Gefühl geben, die Leute hinter dem Projekt verstehen ihr Handwerk. Und dann soll ich 133 Euro für The 64 bzw. 151 Euro für die Handheld-Version vorschießen? Ich weiß ja nicht.

Ob die Briten mit The 64 ihre gewünschten 150.000 US-Dollar einnehmen können? Ich bin skeptisch. Bereits Ende des Jahres soll The 64 ausgeliefert werden, wenn’s mit dem Geld klappt. Aber mein Gefühl sagt mir derzeit ein „das wird wohl nichts“…

Mit einem originalen Tasten-Layout. (Foto: The 64)
Mit einem originalen Tasten-Layout. (Foto: The 64)

Weitere Angaben erhaltet ihr direkt bei Indiegogo.

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2 Kommentare

  1. Dirk Wouters am

    Ihr habt aber schon mittlerweile mitbekommen, dass es sich hier nur um einem C64 Emulator auf ARM Basis dreht, also so etwas wie ein Raspberry PI mit EMU. Und habt Ihr euch mal die Kommentare durchgelesen, und vor allem die windigen Antworten?

    Und der MEGA65 kann man zwar stand heute noch nicht fertig kaufen, aber zumindest funktioniert er schon. Die Binaries kann man herunter laden und man braucht nur noch ein das FPGA Board. Das ist mehr, als was dieses „The 64“ Projekt derzeit bieten kann.

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    • Sven am

      Danke für den Kommentar. Ich hab das mit dem ARM-Chip auch erst kürzlich gelesen, das kam ja als Update. Und Emulator oben drauf – irgendwie hatte ich genau das vermutet. Da kannste auch gleich ein Android-Smartphone nehmen. Oder eben nen Raspberry Pi (Zero).
      Der MEGA 65 war aber auch zig Monate vorher am Start, viel ist bisher meiner Meinung nach auch nicht passiert. Ich weiß langsam echt nicht, ob wir überhaupt ein Comeback des C64 bekommen sollten. Das ist doch immer nur irgendwie sowas, was nicht überzeugt…

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