The Computer Orchestra

Kinect-gesteuerte Laptops als Orchester-Ersatz

26. September 2013 • 10:19 Uhr

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Menschen waren gestern. (Foto: Vimeo)

So ein komplettes Orchester ist schon aufwändig: Es werden Instrumente und natürlich ihre Spieler benötigt, vom Platz und organisatorischen Aufwand ganz zu schweigen.Und die Gehälter! Puh! Eine wohl langfristig günstigere Variante könnte das The Computer Orchestra sein, das Menschen durch Laptops und eine Menge Technik ersetzt.

Ob das Orchester 2.0 in dieser Form wünschenswert ist? Diese Frage stellten sich die Schöpfer Simon de Diesbach, Jonas Lacôte und Laura Perrenoud gar nicht erst. Ihr Projekt möchte vermutlich gar nicht ein gutes, altes Orchester in Vergessenheit geraten lassen, eher werden die Möglichkeiten gezeigt. Mittels Kinect (OpenKinect) und den Tools SimpleOpenNI sowie Processing werden Bewegungen eines Dirigenten (der lebt noch!) wahrgenommen und an einen gewünschten Rechner geschickt. Der wiederum spielt – simpel ausgedrückt – gewünschte Samples ab, stoppt das Musizieren oder beginnt wieder mit seiner Arbeit.

Die Bewegungssteuerung simuliert hier das Dirigieren – und es scheint wohl auch ziemlich gut zu funktionieren. Wie The Computer Orchestra aufgebaut ist, verrät ein schick inszeniertes Video.

The Computer Orchestra ist laut offizieller Webseite eine Plattform, mit der jeder selbst ein Orchester aufbauen kann. Es werden eigene Melodien aufgenommen und diese in Formation gebracht. Das scheint zwar simpel zu bedienen zu sein, der Aufwand beim Aufbau dürfte aber dennoch nicht zu gering sein. Wie dem auch sei: Beeindruckend ist das digitale Orchester durchaus, oder?

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