Turtle Beach Ear Force XP 400

Der Gamingheadset-Alleskönner im Praxistest

9. November 2012 • 13:54 Uhr

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Wertige Verarbeitung? (Foto: GamingGadgets.de)

Seit ein paar Wochen steht das Turtle Beach Ear Force XP 400 auf meinem Schreibtisch. Der Nachfolger des XP 500 wird zwar offiziell „nur“ als kabelloses Dolby 5.1 Surround-Set beworben, entpuppt sich aber im Alltag als echter Alleskönner für Konsolen, PC und Mobiltelefone.

Dank 2.4/5GHz Dual-Band Wi-Fi gibt es so gut wie keine Störungen durch andere kabellose Geräte.

Da ich bisher auf Surround-Sound verzichtet habe, kommt mir ein solches Rundumsorglospaket gerade recht. Der erste Eindruck nach dem Auspacken ist gut: Das XP 400 ist in seinem dezenten Schwarz nicht so aufdringlich wie andere Gamingheadsets. Die Ohrmuscheln umschließend die Ohren vollständig und das Mikro ist nicht nur frei justierbar, sondern lässt sich bei Bedarf entfernen. Kleine Schalter zur Lautstärkeregulierung, Equalizer-Einstellung oder Bluetooth-Verbindung befinden sich an den Ohrmuscheln.

Schick und leicht

Das Beste ist in meinen Augen das Gewicht. Im Gegensatz zu anderen Surround-Headsets ist das XP 400 angenehm leicht und selbst nach längeren Spielsitzungen stört es wenig.

Zugegeben, dafür steckt viel Plastik im Gehäuse und ich glaube nicht, dass ein solches Headset viele Stürze überleben wird. Für den Hausgebrauch reicht die Verarbeitungsqualität allemal. Um den leidigen Batteriewechsel braucht ihr euch nicht zu kümmern, denn das XP 400 besitzt einen wiederaufladbaren Akku, der rund 10 – 15 Stunden durchhält. Das beiliegende Ladekabel ist recht lang und kann im Notfall einspringen.

Neben dem Headset liegt der Packung ein kleiner Sender bei, den man entweder über den optischen Anschluss direkt an Konsole oder PC anschließt oder zu einem Receiver durchschleift. Daneben sind an der Seite drei kleine Knöpfe angebracht. Einer dient zum Pairing mit dem Headset, ein weiterer schaltet den Surround-Sound an oder aus, und mit dem letzten Knopf dürft ihr verschiedene Winkel für den virtuellen Surround-Sound auswählen. In der Praxis entpuppt sich diese Option als Gimmick, denn einen echten Unterschied konnte ich nicht erkennen.

Guter Klang

Für rund 150 Euro ein Muss für jeden Spieler? (Foto: GamingGadgets.de)
Für rund 170 Euro ein Muss für jeden Spieler? (Foto: GamingGadgets.de)

Kommen wir also zum Praxistest. Der Audioanschluss und das Pairing zwischen Sender und Headset funktionierten bei mir ohne Probleme. Sowohl auf der Konsole als auch auf dem PC drang dann glasklarer Surround-Sound aus den Ohrmuscheln. Natürlich handelt es sich hier um virtuellen Sound, der nicht mit einem „echten“ Boxenset mithalten kann. Das mag den ein oder anderen Sound-Fetischisten stören, aber im Alltag macht das XP 400 seinen Job. Die Raumwahrnehmung ist sehr gut und die Bässe dröhnen nicht. Über einen „Limiter“-Schalter an der Ohrmuschel könnt ihr sogar Explosions-Geräusche dimmen, um so besser Fußschritte oder Ähnliches zu hören. Per Equalizer-Presets dürft ihr den Sound etwas individualisieren – wer’s braucht.

Probleme gab es bei mir mit dem Mikrofonchat. Während es bei der PS3 dank einer Bluetooth-Verbindung reibungslos klappte, sah es bei der Xbox 360 anders aus. Hier wird der kabellose Anschluss nämlich durch einen kleinen, mitgelieferten Stecker übertragen, den ihr in euer Gamepad steckt. Normalerweise sollte es dann per Knopfdruck funktionieren, aber ich hatte so meine Schwierigkeiten damit. Allerdings scheine ich aber der Einzige zu sein, denn im Internet konnte ich kein ähnlichen Fehlermeldungen entdecken. Meine Erfahrungswerte beziehen sich deshalb vor allem auf den Chat mit der PS 3. Der war klar und hatte keine Unterbrechungen. Besonders gut gefallen hat mir auch die Möglichkeit des Pairing mit meinem Mobiltelefon. Dank Bluetooth funktioniert das reibungslos und auch hier ist Sprachqualität ausreichend.

Nutzerunfreundlich empfinde ich grundsätzlich die Bedienung der einzelnen Funktionen. Wenn ihr nämlich irgendein Element nutzt, wird euch dies entweder durch Piep-Töne oder unterschiedlich blinkende Leuchtsignale präsentiert. Das kann etwas für Verwirrung sorgen. Hier wäre eine einheitliche Vorgehensweise angebracht gewesen.

Fazit

Der Transmitter. (Foto: GamingGadgets.de)
Der Transmitter. (Foto: GamingGadgets.de)

Das Turtle Beach Ear Force XP 400 ist ein solides Universal-Headset, das besonders durch Klang, Tragekomfort und Flexibilität überzeugt. Die kabelloses Verbindung klappt in der Regel reibungslos und nur beim Mikrofoneinsatz auf der Xbox 360 gab es bei mir Probleme. Ob der kleine Stecker am Gamepad defekt ist oder ob mich die verwirrenden Piep-Signale durcheinander gebracht haben? Keine Ahnung.

Fraglich ist auch, ob sich der eingebaute Akku als Nachteil entpuppt. Im Gegenteil zu Lithium-Ionen-Akkus verschleißen die im XP 400 verwendeten Lithium-Polymer-Akkus mit der Zeit.

Der Preis für rund 170 Euro ist natürlich ziemlich happig – und ich bin hin und hergerissen. Einerseits überzeugt mich der Ton, andererseits ärgern mich die Probleme mit der Xbox. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, ob ihm ein Dolby Surround-Headset so viel Geld wert ist.

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4 Kommentare

  1. chris am

    hallo,

    jo das ding ist ein top teil und funktioniert bei mir an der ps3 und an der xbox 360 tadellos. doch wie hast du es am rechner zum laufen bekommen? ich hab keinen optischen ein/ausgang am pc, und über klinke bekomme ich nur den ton und kann nicht das mikrofon gleichzeitig nutzen. bin jetzt auf der suche nach einem kabel mit auf einer seite 1x klinke(transmitterseite) und auf der anderen 2x klinke(rechnerseite mic/headphone) evtl. klappt es ja. oder wie hast du es gemacht?

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    • Andreas am

      Hi Chris,

      ich hatte es nur über den optischen Eingang angeschlossen. Ich frage mal bei Turtle Beach nach,ob da eine Alternative möglich ist. Das kann mit der Antwort aber dauern.

      Antworten
  2. ich habe das problem das sich mein Turtle beach headset XP 400 nicht mit bluetoo bzw welchen knopf muss mann drücken das bluetoo eingeschalten ist.Ja ich weiß den bluetoo knopf aber da tut sich auch nicht bitte um Hilfe

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    • Andreas am

      Hi Dominik,

      PC oder Konsole? Vielleicht den Pair-Knopf am Transmitter drücken.

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