UHost

Mikro-Computer mit Android zum Winzig-Preis?!

11. Juni 2012 • 9:06 Uhr

Teilen:
UHost bringt einen kompletten Computer auf den HDTV. (Foto: ec21.com)

Das dürfte hart werden für die Macher von The Pocket TV. Das Startup stellte erst kürzlich ihren Mikro-Computer vor, der älteren HDTVs moderne Smart TV-Funktionen wie Internet und Spiele beibringen wollte. Ein identisches Konzept hat auch das chinesisches Unternehmen namens  Smallart Limited am Start. Der Unterschied: Das Gerät soll nur an die 20 Dollar kosten – im Gegensatz zum The Pocket TV mit seinem anvisierten Preis von 160 Dollar.

Auf den ersten Blick erkennt ihr keinen Unterschied zwischen dem UHost getauften Gadget und The Pocket TV: Auch hierbei handelt es sich um einen winzigen Rechner von der Größe eines USB-Sticks, den ihr direkt an den HDMI-Eingang eures Fernsehers oder Monitors steckt. Schon besitzt ihr einen vollwertigen Computer mit Googles mobilem Android-Betriebssystem in Version 4.0.

In dem Gehäuse steckt ein 1,5GHz schneller Cortex A8-Prozessor, 512 bis 1GB RAM, ein MALI-400-Grafikprozessor und 4GB Flash-Speicher, der um bis zu 32GB via SD-Karte aufgerüstet werden kann. Die Stromversorgung erfolgt direkt über den HDMI-Anschluss des TVs. Beeindruckend: Laut Herstellerangaben schafft der UHost eine Bildauflösung von 2160P – zumindest beim Abspielen von Videos.

Dank der Möglichkeit, auf Google Play zuzugreifen, könnt ihr euch unzählige Apps downloaden und UHost somit erweitern. Zum Beispiel mit Spielen. Eine kleine Fernbedienung simuliert auf Wunsch einen Mauszeiger und ermöglicht das Hangeln durch die Menüs. Auf Wunsch schließt ihr typische USB-Peripherie an, beispielsweise Tastaturen, Mäuse, externe Festplatten und Webcams. Laut einer Business-Webseite für Einkäufer unterstützt UHost quasi alle aktuellen Dateiformate und Flash 11.0. Sogar WLAN und ein Mikrofon sind mit von der Partie.

Interessant: Älteren Informationen zufolge gab es ein früheres UHost-Modell mit flottem Dualcore-Prozessor. Der hätte dann aber an die 100 Dollar gekostet – für Händler übrigens. Geblieben ist aber eines: Noch gibt es kein Unternehmen, das UHost beispielsweise in Europa oder den Staaten in den Handel bringen möchte. Die 20 Dollar beziehen sich auf den Einkaufspreis, folglich wäre der Verkaufspreis höher. Aber auch in der 50-60 Euro-Preisklasse (mittelfristig betrachtet) und trotz an sich betagter Smartphone-Technik könnte UHost seine Käufer finden. Und sei es nur, um Spiele wie „Angry Birds“ am riesigen LED zu zocken. Ich gehe davon aus, dass Unternehmen wie Hama und andere Zubehör-Anbieter entweder UHost oder identische Android-Computer in den nächsten Monaten veröffentlichen werden.

Auf Techfokus.de findet ihr übrigens ein ganz informatives, wenn auch etwas hastig erklärtes (und dadurch haben sich wohl ein paar Fehlerchen eingeschlichen) UHost-Video von der kürzlich stattgefundenen Computex 2012.

Teilen:



Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


Schlagwörter: ,

Zuletzt aktualisiert: 21:03 Uhr

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

1 Pingback

  1. 4. Juli 2012 at 9:07