VicoVR

Sensor bringt Körper- und Raumtracking für mehr Spaß in mobilen VR-Welten

20. Mai 2016 • 8:16 Uhr

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Ein kleiner Sensor verbessert das Erlebnis deutlich? (Foto: VicoVR)

VicoVR sieht wie ein Kinect-Sensor aus, bringt aber komplexes Raum-Tracking in Virtual-Reality-Anwendungen von Cardboard, GearVR und Co.

Die Macher von VicoVR vergleichen ihre Kamera bewusst mit Kinect, wir reden letztlich über kaum etwas anderes. Denn auch dieser Sensor ist in der Lage, komplexe Körperbewegungen in einem 3D-Raum wahrzunehmen. Genau das ist es, was Virtual Reality auf mobilen Geräten (Cardboard, Gear VR..) derzeit und – auch bezogen auf Google Daydream – mittelfristig fehlt.  Dabei sind es gerade Postional Tracking und 3D Motion Sensing, mit denen Oculus Rift und HTC Vive punkten können – also die Orientierung nach vorne, hinten, links, rechts.

Hat was von Kinect... (Foto: VicoVR)
Hat was von Kinect… (Foto: VicoVR)

Keine Kabel

Mit VicoVR möchten die Schöpfer eine schnurlose Lösung für Smartphone-basierte VR-Brillen im Angebot haben. Via Bluetooth nimmt der Sensor Verbindung zum Telefon auf, Daten werden also frei von Kabeln übertragen – mit einer möglichst geringen Latenz. VicoVR sei in der Lage, bis zu zwei Nutzer mit ihren individuellen Bewegungen zu erkennen. Hände und Füße werden außerdem wahrgenommen. VicoVR soll vor Hindernissen warnen und kann die Position der Spieler präzise tracken. Schön dabei: Zusätzliche Sensoren müsst ihr nicht am Körper befestigen.

Aber was nützt die Technik, wenn es keine Inhalte zum Spielen gibt? Hier haben die Verantwortlichen zum Start einige Spiele in der Pipeline, ferner bietet man ein SDK für Entwickler gratis an. Die Einbindung in Games basierend auf Unreal Engine oder Unity sei wohl leicht. Außerdem kann VicoVR nicht nur für mobile VR-Anwendungen eingesetzt werden, sondern auch für Android-basierte Streamingplayer (Android TV) oder Apple TV.

Relativ günstig

Und eigentlich klingt auch der Preis nicht übel: Für 219 US-Dollar (rund 200 Euro) könnt ihr euch den Sensor mitsamt eines einfachen Game-Controllers und einer VR-Brille fürs Smartphone zulegen. Das sogenannte Gaming Bundle soll sogar schon im November 2016 ausgeliefert werden. Das setzt voraus, dass bei Indiegogo die anvisierten 75.000 US-Dollar eingenommen werden. Aktuell sieht es nicht ganz danach aus, obwohl zumindest der Ansatz ein reizvoll ist. Das oben eingebettete Video hinterlässt bei mir allerdings einen etwas zu positiven Eindruck. Ob das wirklich so gut klappt? Wenn ja, dann wäre das perspektivisch ein großer Fortschritt für Smartphone-VR.

Das bietet das Gaming-Bundle. (Foto: VicoVR)
Das bietet das Gaming-Bundle. (Foto: VicoVR)

Was aus VicoVR wird? Ihr könnt es mit eurer Unterstützung bei Indiegogo lenken. Ansonsten werden wir es in den kommenden Monaten sehen.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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