Video Games: The Movie

Erste umfassende Doku über Spiele?!

17. Mai 2013 • 7:17 Uhr

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Zahlreiche Legenden sollen in der Doku "auftreten". (Foto: Kickstarter)

Dokumentationen über Computer- und Videospiele? Sogar die Öffentlich-Rechtlichen berichteten schon häufiger – auch anspruchsvoll – über unser liebstes Hobby. In den Augen Jeremy Snead wird es Zeit für eine richtig professionelle Reportage über die Branche mit ihren Unternehmen, aber auch Konsumenten.

Das Ziel von Jeremy Snead, der Autor, Produzent und Regisseur zugleich sein möchte, ist das Erschaffen einer umfassenden Doku mit dem Namen Video Games: The Movie. Eigenen Aussagen zufolge sind schon 95 Prozent der Interviews und Ereignisse (z.B. auf der Spielemesse E3) im Kasten, was jetzt fehlt, das ist der Feinschliff. Schnitt, Bild- und Tonbearbeitung kosten Geld und Zeit. Den schnöden Mammon sammelt Snead aktuell bei Kickstarter ein. 60.000 US-Dollar werden benötigt. Schießt ihr 25 US-Dollar vor, erhaltet ihr eine digitale Download-Version der Dokumentation. Eine DVD könnt ihr für 40 Dollar plus 15 Dollar Versand nach Europa erhalten. Happig.

Klar, in der Theorie klingt das alles gut: Über 100 (!) teils sehr prominente Entwickler und Designer aus dem Spiele-Business wurden interviewt. Der Schöpfer möchte auch andere spannende Aspekte wie das Blicken hinter die Kulissen vermitteln und Vorurteile Spielern gegenüber abbauen, doch letztlich bin ich skeptisch. Wofür werden die 60.000 US-Dollar benötigt? Wird das Ziel jemals erreicht? Für das Abschließen des gleichen Filmprojekts wollte Snead schon letztes Jahr bei Indiegogo über 100.000 US-Dollar haben, am Schluss kamen nicht einmal 2000 Dollar heraus.

Bei Kickstarter sieht es zwar schon deutlich besser aus, doch das „Werbevideo“ zu Video Games: The Movie überzeugt mich nicht so recht. Vielmehr habe ich das Gefühl, als möchte man den Erfolg von Indie Game: The Movie wiederholen. Die Reportage über Spieleentwickler aus der Independent-Szene wurde vor fast zwei Jahren erfolgreich finanziert und realisiert – damals wurden aber nur 35.000 US-Dollar benötigt. Zufall? Tja, vielleicht bin ich da einfach nur zu misstrauisch…

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