Virtual Reality Kinetoskop

Filmbetrachter aus dem 19. Jahrhundert neu aufgelegt

24. Oktober 2014 • 14:11 Uhr

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Wozu das gut ist? Ach, fragt nicht. (Foto: Instructables)

Irgendwie schrullig: Heutzutage weiß kaum jemand, was ein Kinetoskop ist. Das ist der erste Filmbetrachter, der bewegte Szenen im Jahr 1891 zu einzelnen Zuschauern brachte. Erfinder William Kennedy Laurie Dickson arbeitete lange Zeit an dieser Maschine, ihr könnt das Kinetoscop heutzutage mit simpelsten Mitteln nachbauen.

Auf dem Taipei Hackerspace fanden sich einige Bastler zusammen, die ein Virtual Reality Kinetoskop basierend auf Googles Papp-VR-Brille Cardboard (bzw. dem kommerziellen Ableger Dodocase) bauten. Benötigt wurde eigentlich nur noch eine große Pappschachtel, ein Teppichmesser, Klebeband und ein Stift für lustige Beschriftungen. Ein Smartphone bringt Bilder zu der Person, die in die Apparatur hineinschaut.

Ja, schon klar. Irgendwie totaler Unsinn, zumal dieses Virtual Reality Kinetoskop keinen Praxisnutzen besitzt. Andererseits gefällt mir der Ansatz, ruft dieses Pappteil doch die originale Erfindung ins Gedächtnis zurück. Und das Kinetoskop führte zu den ersten Kurzfilmen überhaupt, es ist also ein Vorläufer von allem, was wir heutzutage in bewegter Form konsumieren…

Wozu das gut ist? Ach, fragt nicht. (Foto: Instructables)
Wozu das gut ist? Ach, fragt nicht. (Foto: Instructables)

Ihr wollt euch so was bauen? Klickt euch zu Instructables und erfahrt mehr. Aufwändig ist das Projekt eigentlich nicht. Es dürfte auch gut mit einem Refugio 3D funktionieren, schätze ich.

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