Visible Light Communication

Disney bringt Spielzeug zum Leuchten

15. Oktober 2015 • 14:37 Uhr

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Das Auto leuchtet, wenn es unter die Lampe fährt. (Foto: Disney Research)

Die talentierten Tüftler von Disney Research präsentieren mit Visible Light Communication einen spannenden Ansatz, um Spielzeug oder gar Alltagsgegenstände auf interessante Weise zum Leuchten zu bringen.

Ich mag ja die Ideen von Disney Research, die der Mutterkonzern ruhig ernster nehmen könnte, um daraus wertige Produkte zu entwerfen. Zumindest zeigt die Forschungsabteilung mit Visible Light Communication einen cleveren Ansatz, bei dem beispielsweise kleine Modellautos mit der heimischen Nachttischlampe kommunizieren oder ein Zauberstab dazu verwendet wird, LEDs an einem Kleid zum Leuchten zu bringen.

Möglich wird diese Spielerei durch eine Verbindung zwischen den Geräten, allerdings nicht über WIFI oder Bluetooth, da diese potentiell eine zu hohe Strahlung besitzen und damit kleine Kinder im schlimmsten Fall gefährden könnten. Vielmehr sind die verwendeten LEDs in der Lage, über Lichtsignale miteinander zu „kommunizieren“. Das heißt: Schaltet eine Lampe ein, nimmt dies das Spielzeugauto wahr und reagiert darauf.

Viel Potential

Golem zufolge wurde der Ansatz auf der Linuxcon, auf der Disneys Visible Light Communication präsentiert wurde, eher belächelt. Das verstehe ich nicht ganz, denn die Lichtkommunikation könnte in vielerlei Hinsicht eingesetzt werden und ist wohl auch recht preisgünstig. Stefan Schmid, einer der Schöpfer, meinte sogar, das im oben eingebundenen Video gezeigte Kleid wäre Disney überaus wichtig. War ja klar.

Wird das bald erscheinen? (Foto: Disney Research)
Wird das bald erscheinen? (Foto: Disney Research)

Was letztlich aus der Visible Light Communication wird? Das erfahren wir sicherlich in einigen Monaten oder Jahren. Weitere Details, auch zu dem verwendeten Leuchten-System (es waren auch IKEA-Lampen im Spiel), erhaltet ihr auf der extra eingerichteten Webseite. Und ja – VLC ist keine grundsätzlich neuartige Erfindung, im Spielzeugsektor könnte man das aber tatsächlich hier und da nutzen, oder?

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