Xbox One

Microsofts Spielkonsole wird zum Entertainment-Monster

21. Mai 2013 • 21:20 Uhr

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Für die Xbox One wird Kinect zur Pflicht. (Foto: Microsoft)

Seit Wochen belästigte Microsoft die Zielgruppe mit der #XboxReveal – Kampagne in den sozialen Netzwerken. Jetzt wurde der Xbox 360-Nachfolger endlich angekündigt. Und so recht überrascht auch der Redmonder Konzern nur in Maßen – abgesehen vom Namen. So wird die dritte Konsole Xbox One heißen.  Warum? Darüber verriet die einstündige Präsentation nichts.

Fernsehen, Filme, Musik und…auch noch Spiele!

Deutlich wurde aber eines: Xbox One soll das fortführen, was mit der Xbox 360 begonnen wurde: weg vom (freakigen) Spielkonsolen-Image, hin zum  Entertainment-Alleinunterhalter fürs Heimkino. Zu Beginn wurde offenbart, welchen Stellenwert Inhalte abseits der Spiele einnehmen werden: Filme, das TV-Programm, Musik, aber auch Games können in Sekundenschnelle gewechselt werden, ähnlich dem Zappen am Fernseher. Hier wird speziell der neue Kinect-Sensor zum Einsatz kommen, der neben einem dezent überarbeiteten Gamepad mit aktualisierten Steuertasten, Thumbsticks, vibrierenden Impuls-Triggern und anderen ergonomischen Anpassungen zum Standard gehört. Somit werden Sprach- und Bewegungssteuerung beim Hangeln durch das verfeinerte Dashboard von größter Bedeutung sein. Und wie kommt das TV-Programm auf die Konsole? Vergleichbar mit Google TV greift ihr auf das Angebote eures Kabel- oder Satellitenproviders zurück, Xbox One fungiert nicht direkt als Receiver, ihr benötigt allerdings einen handelsüblichen, dessen Signal ihr über HDMI zur Konsole leitet. Fakt ist: Ihr könnt sehen, was bei euren XBL-Freunden gerade angesagt ist (Trending) und abhängig von euren Wünschen im TV-Programm stöbern (OneGuide).

Ebenfalls wenig überraschend: Als Software-Basis (Kernel) wird das Windows-Betriebssystem verwendet, was es Programmierern sehr einfach machen soll, Spiele zu entwickeln. Auch der Internet Explorer ist von Haus aus dabei. Bei der Vorführung der Xbox One hielten sich die Unterschiede zwischen der aktuellen Xbox 360-Benutzeroberfläche und der des Nachfolgers noch in Grenzen. Was konkret anders oder besser wird? Das sehen wir in den kommenden Wochen und Monaten.

Reguläre PC-Technik

Interessant ist, dass Microsoft wie auch Sony bei der PlayStation 4 auf an sich reguläre PC-Hardware setzt. Verbaut wird ein x86-64bit-8-Kern-Prozessor von AMD, der Unterstützung von einer AMD-Grafikkarte erhält. Hinzu gesellen sich 8GB RAM, 500GB HDD, WIFI (802.11n), USB 3.0 und ein Blu-ray-Laufwerk. Damit sind zwei Dinge klar: Als Datenträger werden die mittlerweile etablierten BD-Disks verwendet, auf die maximal 50GB passen. Filme auf Blu-ray werden wir wohl auch anschauen können. Und durch die neue Architektur ist eine Abwärtskompatibilität ausgeschlossen, was auch schon offiziell bestätigt wurde. Eine Internetverbindung wird übrigens nicht dringend benötigt, aber erwartet. Schließlich greift die Xbox One regelmäßig auf Inhalte aus dem Web zu.

Der überarbeitete Kinect-Sensor ist in der Lage, 1080p HD-Videos bei 30 Bildern pro Sekunde und in RGB-Farbe aufzunehmen, außerdem ist von einer viel präziseren und schnelleren Erkennung von Bewegungen sowie einem neuen Mikrofon die Rede. Das dürfte auch nötig sein, wenn die Peripherie intensiv bei der Xbox One Verwendung findet.  Ob das alle Spieler gleichermaßen begeistert? Davon kann nicht ausgegangen werden. Mich selbst nervten die Kinect-Features der Xbox 360 bisher fast immer. War ja klar: Skype für Videotelefonate ist vorinstalliert. Ferner werdet ihr von Spielen Videos aufnehmen, editieren und diese mit Freunden teilen können – genauso wie bei der PlayStation 4. Mit der Snap-Funktion teilt ihr einen Bildschirm, um auf der größeren Hälfte einen Film schauen, während ihr auf der kleineren ein Spiel laufen habt oder mit einem Freund telefoniert – Multitasking eben.

Spiele

Ein neues Halo? Nicht ganz. Steven Spielberg wird eine Webserie basierend auf dem SciFi-Franchise produzieren. Ohne Peter Jackson. Hihi.
Ein neues Halo? Nicht ganz. Steven Spielberg wird eine Webserie basierend auf dem SciFi-Franchise produzieren. Ohne Peter Jackson. Hihi.

Vor allem auf der bald stattfindenden E3 sollen weitere Details verraten werden, besonders was Exklusiventwicklungen betrifft. Gezeigt wurden bei der Xbox One-Enthüllung schon einmal „FIFA 14“, „NHL 25“, „NBA Live 14“, „EA Sports UFC“ (jeweils mit neuer Ignite-Engine von EA) „Call of Duty: Ghosts“ mit einer neuen Engine, aber auch die Exklusiventwicklungen „Forza Motorsport 5“ und das von den „Alan Wake“-Machern stammende „Quantum Break“. Allein im ersten Jahr sollen 15 Spiele von Microsoft selbst beigesteuert werden , die ausschließlich für die neue Multimedia-Kiste vorgesehen sind. Ubisoft wird „Assassin’S Creed IV“ und „Watch Dogs“ sowie mindestens vier weitere Spiele für die Xbox One zeitnah in den Handel bringen.

Wann die Xbox One erscheint? Zu welchem Preis? Das verriet niemand auf der Präsentation. Vermutlich ist es noch etwas zu früh für Informationen, aber 2013 soll es weltweit soweit sein. Das steht schon einmal fest!

Konnte euch die Xbox One überzeugen?

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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