Zoobotics Zuri

Voll funktionsfähige Roboter aus Papier und Pappe!

19. September 2014 • 13:01 Uhr

Teilen:
Sieht zumindest stabil aus. (Foto: Zoobotics)

Es klingt seltsam, ist aber bei näherer Überlegung eine faszinierende Angelegenheit: Zoobotics entwirft Roboter aus allerlei Sensoren, dem Arduino-Controller und Motoren. Das Gehäuse wiederum besteht nicht aus Plastik, zum Beispiel aus dem 3D-Drucker. Stattdessen kommen Pappe und Papier zum Einsatz, die ihr mit Cutter, Lineal und Klebstoff selbst zusammenfügt.

Zoobotics hat bereits mehrere Roboter in der Pipeline, die alle nach einem ähnlichen Muster aufgebaut sind: Zum einen ist da die Hardware mit Servomotoren, dem dazugehörigen Controller, einem Bluetooth-Modul für die kabellose Kontrolle via PC bzw. Smartphone und der flexible Arduino-Controller, der programmiert werden kann, um der Maschine Funktionen beizubringen. Zum anderen kommt stabile Pappe zum Einsatz, die dann auch schon einmal 3mm dick ist. Das ist allerdings nötig, um für Stabilität und eine gewisse Robustheit zu sorgen. Zwar eignen sich die Zuri-Modelle nicht für den Outdoor-Einsatz, sehr wohl aber als Lernplattform und Baukasten für die Wohnung.

Links die Hardware. Rechts die nötigen Werkzeuge. (Foto: Zoobotics)
Links die Hardware. Rechts die nötigen Werkzeuge. (Foto: Zoobotics)

Sorgen muss man sich hier übrigens nicht machen, dass die Roboter womöglich in Flammen aufgehen. Eigenen Aussagen zufolge werden die verwendeten Komponenten zu keiner Zeit so heiß, dass die Pappe beginnt zu brennen. Zugleich geben sich die Papierbots flexibel und wendig – wie Kollegen aus Plastik. Nur Feuchtigkeit dürfte den Maschinen wohl nicht so gut tun, eine schützende Beschichtung gibt’s wohl (derzeit) nicht.

Spannend finde ich die Details: Elektronik und Pappe werden mit Flachkopfschrauben verschraubt – das soll überhaupt keine Schwierigkeit darstellen und reißfest sein. Gelenke wiederum werden aus Papier gerollt. Wichtig sei nur, dass die Gehäuseteile möglich präzise ausgeschnitten werden, sonst gibt’s Probleme beim Zusammenbau. Nachvollziehbar.

Sieht erstaunlich robust aus. (Foto: Zoobotics)
Sieht erstaunlich robust aus. (Foto: Zoobotics)

Weitere Einzelheiten über Zoobotics erhaltet ihr bei Golem. Die Kollegen waren zu Besuch bei den Tüftlern. Bis wir uns einen Zuri kaufen können, wir noch etwas Zeit vergehen. Ende des Jahres soll eine Crowdfunding-Kampagne an den Start gehen, dann sammeln die Erfinder Geld für Baukästen ein, die dann an Interessierte verkauft werden.

Details zu den aktuellen Zuri-Modellen findet ihr direkt beim Hersteller.

Teilen:

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

1 Pingback

  1. 16. September 2015 at 13:09