32blit

Handheld-Konsole für Bastel-Nostalgiker

4. Juli 2019 • 12:35 Uhr

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Gut sieht 32blit ja aus. (Foto: Pimoroni Ltd)

Die tragbare Retro-Maschine 32blit sieht nicht nur gut aus, sie möchte auch Hobby-Programmierer zum Entwickeln eigener Spiele animieren.

Die Schöpfer der Pimoroni Ltd sind eigentlich auf Raspberry Pi und andere, eher komplexere Bastel-Rechner spezialisiert, die sie an erfahrenere Anwender verkaufen. Bei ihrem 32blit dagegen wollten sie bewusst umdenken: Die Handheld-Konsole soll das Coden klassischer 32bit-Games einfach und spaßig machen.

Das steckt in 32blit

Der 32blit ist – wie kann es bei dem Namen anders sein – eine Konsole mit einem 32bit-Innenleben. Der STM32H750 Cortex-M7-Prozessor mit 480MHz und 1MB SRAM sollte für viele nostalgisch anmutende Spiele und auch Emulatoren leistungsstark genug sein. 32MB Flash-Speicher, ein 3,5 Zoll großes Display (320 x 240 Pixel), microSD-Kartenslot, 0,5W Lautsprecher, Analogstick, D-Pad und vier Action-Buttons gibt’s auch. Das alles erinnert zweifelsohne an Handhelds früherer Tage, zum Beispiel den Gameboy Advance. Der 1200 mAH starke Akku hält bis zu vier Stunden.

So ist die Handheld-Konsole aufgebaut. (Foto: Pimoroni Ltd)
So ist die Handheld-Konsole aufgebaut. (Foto: Pimoroni Ltd)

Interessanter ist dennoch die Software-Seite – wenn ihr etwas programmieren wollt.

Die Besonderheiten vom 32blit

Programmiert wird der 32blit unter anderem in der Programmiersprache C++ – also durchaus recht hardwarenah. Für Einsteiger gibt’s zig Programmier-Tutorials, nötige Bibliotheken (auch für die Sprache Lua), allerlei Assets an Sprites, Musik und Soundeffekten, Editier-Tools und eine Community, die mit Rat und Tat zur Seite steht. Wenn ihr ein paar Erfahrungen mitbringt, könnt ihr schnell loslegen, um eigene Werke zu erschaffen.

Optimiert auf Retro-Spiele. (Foto: Pimoroni Ltd)
Optimiert auf Retro-Spiele. (Foto: Pimoroni Ltd)

Darüber hinaus legen die Verantwortlichen Wert auf offene Strukturen. Auf DRM und Regionalcodes möchte man grundsätzlich verzichten, ebenso besitzt die Handheld-Konsole eine offene Firmware zum Hacken und Modifizieren.

Erfolg bei Kickstarter

Kürzlich endete die Kickstarter-Kampagne für 32blit. Das britische Team nahm umgerechnet fast 100.000 Euro für die Realisierung ein. Bereits im Juli 2019 sollen erste Beta-Kits an Unterstützer ausgeliefert werden. Im Herbst folgt der Versand der regulären Konsolen. Denn im besten Fall sollt ihr mit ihr auch spielen und nicht ausschließlich programmieren.

Preislich soll 32blit bei um die 100 Euro liegen. Für Gamer ist die Konsole sicherlich nur dann spannend, wenn auch schon Spiele verfügbar sind. Ob es hier ein attraktives Angebot geben wird? Das erfahren wir sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten. Ich denke, dass ihr die offizielle Webseite 32blit.com im Auge behalten solltet.

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32blit: Handheld-Konsole für Bastel-Nostalgiker
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32blit: Handheld-Konsole für Bastel-Nostalgiker
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Die tragbare Retro-Maschine 32blit sieht nicht nur gut aus, sie möchte auch Hobby-Programmierer zum Entwickeln eigener Spiele animieren.
Sven Wernicke
GamingGadgets.de
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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 10:58 Uhr

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