AllSee

Bewegungssteuerung für alle Geräte und ohne Kameras!

4. März 2014 • 8:53 Uhr

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Ein winziges Gerät bringt neue Möglichkeiten. (Foto: Youtube)

Bisher funktioniert Bewegungssteuerung in der Regel über komplexe Hardware wie Kinect, PlayStation Move, Wiimote oder Leap Motion. Entweder kommen Kameras (Kinect) oder entsprechende Sensoren (Wii, Move…) zum Einsatz. Einen gänzlich anderen Weg schlägt AllSee ein.

AllSee stammt von Forschern der University of Washington, die bereits die Gesten-Kontrolle des Galaxy Nexus entwarfen. Diesmal haben sie sie eine Lösung parat, die künftig in quasi allen Geräten zum Einsatz kommen könnte – vom regulären TV-Geräten über Handheld-Konsolen, Smartphones, Tablets und so weiter. Die Besonderheit ist, dass statt Kameras und Infrarotlicht eher herkömmliche TV-Signale verwendet werden. Ein Sender schickt die Signale zu einem Menschen, durch die Reflexionen werden die Bewegungen letztlich zum Empfänger geschickt und dort ausgewertet. Dies soll sehr schnell und präzise sein.

Im besten Fall benötigt AllSee keine bis kaum Energie, wodurch die Verwendung gerade im mobilen Bereich sinnvoll ist. Zwar sei man noch recht weit von einer Fertigstellung entfernt, doch sieht man schon jetzt ganz gut, was hier möglich ist. Und es ist natürlich klar: Würde AllSee serienmäßig in Telefone, Tablets etc. verbaut werden, wären die Spieleentwickler nicht weit, um diese Art der Steuerung zu nutzen.

Zukünftige Modelle können übrigens Gebrauch von WIFI-Signalen und RFID-Transmittern machen, was die Sache in meinen Augen besonders spannend macht. Denn somit könnte man jede Art von Bewegung innerhalb des eigenen WLAN-Netzes wahrnehmen und ausnutzen. Sicher nicht nur für Sicherheitsanwendungen und Spionage.

Weitere Details bekommt ihr auf der offiziellen Webseite. Ein wenig erinnert die Idee an die von WiTrack, die in eine ähnliche Richtung geht.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 18:03 Uhr

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