Anbernic RG505 im Test: 25 Retro-Konsolen in einem

Als 90er-Kind habe ich mich auf diesen Test ganz besonders gefreut. Die Rede ist hier von dem Anbernic RG505, der ganze 25 Retro-Konsolen in Form von Emulatoren vorinstalliert hat. Somit könnt ihr mit diesem Gerät auch unterwegs N64-, PSX- und andere Klassiker genießen. Was das Gerät taugt, verrate ich euch heute.

Mit unserem Geekbuying-Link und mit dem Code: NNNRG505128 bekommt ihr den, von uns getesteten, Anbernic RG505 in Grün, übrigens gerade für nur 149,00€. Weiter unten im Artikel findet ihr außerdem alle weiteren Ausführungen und weitere Rabattcodes.

Das offizielle Promo-Video könnt ihr euch hier ansehen:

Technische Details

Display4.95 Zoll OLED Touch Screen Display (960 x 544)
ProzessorUnisoc Tiger T618, Octa-Core (2x A75@2.0GHz + 6x A55@2.0GHz)
Speicher/RAM4GB LPDDR4X, 128 GB eMMC 5.1
GPUMali G52 Grafikchip 850Mhz
SystemAndroid 12
Akku5000 mAh
Konnektivität2.4 &5G WLAN, Bluetooth 5.0
AnschlüsseUSB-DC, 3.5 mm Klinke, Mikro-SD-Slot

Erster Eindruck

Ich muss ehrlich sagen, dass ich schwer beeindruckt war, dass der Anbernic RG505 sicher und ohne Schäden bei mir angekommen ist. Das Gerät wurde nämlich lediglich in einer Schuhkarton-ähnlichen, flachen Verpackung untergebracht, die nur in einen Plastikumschlag gesteckt wurde. Von schützenden Polstern, keine Spur.

Doch wie bereits erwähnt, hat das Gerät keinerlei Schäden von seiner langen Reise davongetragen. Der Anbernic RG505 machte nach dem Auspacken direkt einen professionellen und robusten Eindruck und zum Schutz des Displays gab es immerhin eine integrierte Schutzfolie.

Auch die flache Verpackung an sich, hat mir sehr gut gefallen. Sie ist schlicht in weiß gehalten und zeigt schon mal mit kleinen Symbolen vor, was einen erwartet.

Eine schlichte und doch fast niedliche Verpackung, die tut was sie soll.

Im Inneren der Verpackung befinden sich, neben dem Anbernic RG505, außerdem noch ein USB-Ladekabel, eine Anleitung und einige Putztücher sowie ein extra Screen-Protector für das Display.

Beim Einschalten des Geräts wird direkt ein Firmware-Update geladen. Das funktionierte reibungslos und unkompliziert und kurz darauf konnte ich dann auch schon richtig loslegen.

Typisch für Android, finden wir auf dem Hauptbildschirm Google Chrome, einen Files-Ordner, einen Foto-Ordner und die Einstellungen. Auf der zweiten Seite können wir die einzelnen Emulatoren finden und auf den weiteren Seiten finden wir, neben dem Play Store auch noch weitere hilfreiche Apps, wie einen Taschenrechner, einen Video Player und vieles mehr.

Dank des typischen Android-Layouts, ist alles schön übersichtlich und einfach gestaltet.

Verarbeitung

Zu erst einmal ist der, recht große Handheld, deutlich leichter, als ich vermutet hätte, was mir sofort positiv aufgefallen ist, außerdem gibt es keine unschönen Kanten. Alle verbauten Komponenten schließen perfekt miteinander ab und sorgen für einen tollen Gesamteindruck.

Die Sticks sind super angenehm für die Daumen, da sie mit einem weichen Kunststoff überzogen wurden und alle Buttons reagieren einwandfrei. Einziger Makel in meinen Augen: Die L1/L2- und R1/R2-Tasten klappern ein wenig, wenn man den Handheld zu stark bewegt.

Auf der Rückseite befinden sich zwei weiche Kunststoff-Applikationen, die die Hülle beim Ablegen des Anbernics schützen.

Bedienung

Auf der Vorderseite finden wir nicht nur das 4.95 Zoll OLED Touch Screen Display, sondern natürlich auch alle wichtigen Buttons zum Zocken sowie den rechten und linken Analogstick und das Steuerkreuz und außerdem noch eine Start- und eine Select-Taste.

Am unteren Rand befinden sich neben den Lautsprechern auch der An- und Aus-Knopf, mit dem man das System auch in den Standby versetzen kann und ein Schlitz für eine Mikro-SD-Karte.

Am linken Rand befindet sich der Lautstärkeregler und rechts zwei weitere wichtige Bedien-Elemente. Mit dem unteren Knopf auf der rechten Seite kann man zum Beispiel ganz einfach in eine Übersicht über alle vorinstallierten Emulatoren gelangen und bekommt dort auch gleich die passenden Spiele pro Konsole angezeigt.

Die Übersicht lässt sich dann auch noch ganz leicht individuell anpassen, je nachdem auf welchen Stil man gerade Lust hat oder wie es für einen selbst übersichtlicher ist.

Eine sehr angenehme Übersicht über alle installierten Emulatoren und Spiele, ganz einfach per Knopfdruck.

Welche Retro-Konsolen und Handhelds könnt ihr verwenden?

Auf dem Anbernic RG505 sind, wie bereits erwähnt, ganze 25 Emulatoren vorinstalliert. Um welche Konsolen und Handhelds es sich dabei handelt, habe ich hier für euch aufgelistet:

  • NES
  • SMS
  • PCE
  • CPS1
  • MD
  • GB
  • NEO
  • SNES
  • CPS2
  • PSX
  • SS
  • N64
  • CPS3
  • MAME
  • GBC
  • DC
  • NGP
  • WSC
  • PS2
  • FBN
  • GBA
  • PSP
  • NDS
  • WII
  • 3DS

Aufwendige Installation von Spielen

Zwar gibt es neben den vielen vorinstallierten Emulatoren, auch schon einige vorinstallierte Spiele, doch sind diese für meinen Geschmack eher uninteressant und erinnern eher an die Spiele, die man erhält, wenn man sich bei Amazon einen „Billig-Handheld“ kauft, auf dem dann „unglaubliche“ 5000 Spiele sein sollen, die aber alle für die Tonne sind. Auch ist dieses Menü sehr schwer zu finden.

Richtig ans Eingemachte geht es erst, wenn man sich selbst Spiele für die Emulatoren herunterlädt. Besonders einfach geht das im Bezug auf die Nintendo-Systeme, da die Dateien nicht extra entpackt werden müssen und man die Spiele direkt starten kann.

Probleme, Spiele überhaupt starten zu können, hatte ich dann eher bei den PlayStation-Emulatoren, da man mit dem Anbernic weder WinRAR noch andere Programme zum Entpacken installieren kann. Ich musste also an meinem PC vorarbeiten und die entpackten Spiele per Google Drive auf den Handheld laden.

Der Prozess war ziemlich nervig und zeitaufwendig, weshalb ich allen empfehlen würde, sich einfach eine Mikro-SD zu besorgen und dort alle gewünschten Spiele, vor allem für die PlayStation-Systeme, draufzuladen und zu entpacken.

Auch muss man sich erst einmal in Ruhe reinfuchsen, wenn es darum geht, WO die Spiele gespeichert werden müssen, damit sie nicht nur verwendet, sondern auch in der einfachen Übersicht aller Emulatoren erkannt werden können.

Für Menschen, die sich mit dem Verwenden von Emulatoren gar nicht auskennen, gestaltet sich der Prozess, bis zu dem Moment, in dem man endlich spielen kann, definitiv etwas komplizierter. Personen mit dem richtigen Know-How, werden hier keine Probleme haben. Ich selbst, befinde mich mit meinem Wissen eher im Mittelfeld und habe am Ende zwar alles zum Laufen bekommen, allerdings nicht ohne viel Mühe und einer gewissen Portion Stress.

So zockt es sich auf dem Anbernic RG505

Bei meinem Test haben vor allem die Nintendo-Systeme alle einwandfrei funktioniert, egal ob Mario Kart 64 (N64), Pokemon Feuerrot (GBA), Donkey Kong Country (SNES), Need for Speed (Gamecube) oder Animal Crossing – New Leaf (3DS), die Spiele laufen allesamt flüssig, bieten einen ordentlichen Ton und lassen sich perfekt ohne Verzögerung steuern. Und auch mit dem SEGA Master System (SMS) hatte ich keine Probleme beim Zocken von Sonic oder Land of Illusion mit Micky Maus.

Einzige Performance-Schwierigkeiten zeigten sich bei AAA-Titeln, wie Mario 3D Land auf dem 3DS. Spiele dieser Größe, kann der Anbernic leider nicht flüssig wiedergeben.

Die Nintendo- und SEGA-Emulatoren haben mich in puncto Performance besonders beeindrucken können.

Ein wenig Sorgen bereiteten mir außerdem die PlayStation-Spiele. Während Kula World, Silent Hill und Tomb Raider (PSX) einwandfrei laufen, machen Spiele wie Clocktower oder Bugs Bunny: Lost in Time, große Probleme. Bugs Bunny: Lost in Time ist aufgrund ständiger Ruckler unspielbar und bei Clocktower funktionierte der Ton nicht. Diese Probleme kann man aber wahrscheinlich weder dem Anbernic, noch den Emulatoren ankreiden, da diese wohl eher an den Spieldateien liegen.

Überraschend dann jedoch: God of War lief mit dem PS2-Emulator komplett ruckelfrei und auch die PSP-Spiele, die ich mit dem Anbernic RG505 getestet habe, liefen gut, wenn man erst einmal herausgefunden hat, wie man sie zum Laufen bringt.

Weniger geläufige Konsolen, wie den PCE oder WSC, habe ich nicht getestet.

Fazit

Der Anbernic RG505 hat mich nicht nur optisch, sondern auch in puncto Performance sehr beeindrucken können. Das Gerät durfte spürbar eine professionelle Verarbeitung genießen und lässt sich außerdem leicht bedienen.

Lediglich die Installation der Spiele erfordert ein wenig Kenntnis oder zumindest ein langes Reinfuchsen, was für den ein oder anderen sicher frustrierend sein kann. Kenner werden aber absolut keine Probleme haben und können sicher sofort loslegen.

Die von mir getesteten Emulatoren liefen alle einwandfrei, mit ein paar wenigen Ausnahme-Spielen, die zu sehr ruckelten oder einfach gar nicht starten wollten. Bei beiden Problemen, kann man jedoch nicht wirklich sagen, ob es am Gerät, am Emulator oder an der Spieldatei selbst liegt. Hier muss man ganz einfach herumprobieren. Die Mehrheit der Spiele lief allerdings sehr gut und vor allem auch ohne merkliche Eingabeverzögerung.

Von mir bekommt der Anbernic RG505 eine 8,5/10. Das Gerät eignet sich perfekt dazu, in Nostalgie zu schwelgen oder alte Spiele-Titel endlich nachzuholen und das sogar unterwegs. Den Punktabzug gibt es dafür, dass das Gerät nicht sehr einsteigerfreundlich ist, wenn es um das Installieren von Spiele-Roms geht.

  • Den Anbernic RG505 könnt ihr entweder in der Farbe Grün oder in Grau bekommen. Beide Versionen gibt es außerdem mit 128GB, 256GB und 384 GB:

ANBERNIC RG505 / 128GB / Grüne Edition (Die von uns getestete Ausführung)

ANBERNIC RG505 / 128GB / Graue Edition

Mit dem Code: NNNRG505128 bezahlt ihr für die 128GB Versionen nur 149 Euro.

ANBERNIC RG505 / 256GB / Grüne Edition

ANBERNIC RG505 / 256GB / Graue Edition

Mit dem Code: NNNRG505256 bezahlt ihr für die 256GB Versionen nur 159 Euro.

ANBERNIC RG505 / 384GB / Grüne Edition

ANBERNIC RG505 / 384GB / Graue Edition

Mit dem Code: NNNRG505384 bezahlt ihr für die 384GB Versionen nur 169 Euro.

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