Apple Watch

Kommt Ende April für 11.000 Euro!! Oder auch weniger...

10. März 2015 • 10:36 Uhr

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Tim Cook präsentiert das kommende Apple-Produkt (Foto: Web.de)

Am gestrigen Abend hat Apple-Chef Tim Cook auf einer Keynote in San Francisco endlich verraten, wann die Apple Watch in den Handel kommt und wie viel sie kosten wird. Und da es auch Leute geben soll, die nicht gleich völlig blind zugreifen, wurden sogar ein paar technische Fakten und Anwendungsmöglichkeiten benannt.

Beginnen wir mit den Releasefakten: Die Apple Watch erscheint am 24. April 2015 in drei verschiedenen Ausführungen im Handel. Die günstigste Variante kommt mit einem Aluminium-Gehäuse sowie einem 38 Millimeter großen Display (340 x 272 Pixel) daher und wird ab 399 Euro zu haben sein. Wer die größere Version mit einem 42 Millimeter großen Display (390 x 312 Pixel) haben will, zahlt dafür 449 Euro. Wem Aluminium zu popelig ist, der greift zur Apple Smartwatch mit Edelstahl-Gehäuse, für die in der 38 Millimeter breiten Version zwischen 649  – 1149 Euro fällig werden. Für die größere Version kommen nochmals jeweils 50 Euro hinzu. Und dann hätten wir noch das protzige Edel-Modell aus 18 Karat Gold, welches mit Preisen zwischen 11.000  – 18.000 Euro finanziell potente Käufer mit einer Sehnsucht nach Status-Symbolen anlocken soll.

Zur Ausstattung jeder Apple Watch gehört neben der Uhr selbst ein Armband, ein magnetisches Ladekabel und ein Netzteil. Zu den letztgenannten Utensilien wird man relativ häufig greifen dürfen, denn Apple geht bei einer “normalen Nutzung” der Uhr von einer Akku-Laufzeit von 18 Stunden aus. Wer also früh aus dem Haus geht und bis spät in die Nacht unterwegs sein wird, sollte sicherheitshalber immer das Ladekabel dabei haben und sich vorher überlegen, wo er seinen neuen treuen Begleiter aufladen kann.

Das steckt drin

Im Inneren der Apple Watch verrichtet der extra von Apple entwickelte S1-Prozessor seinen Dienst. Dazu stecken in der Uhr diverse Sensoren, die zum Beispiel eure Schritte zählen. Auf der Rückseite der Apple Watch ist zudem ein optischer Pulsmesser verbaut, der ununterbrochen euren Puls messen kann. Mit diesen Daten und der richtigen App lässt sich beispielsweise euer Kalorienverbrauch errechnen. Für viele wichtiger dürfte aber vermutlich sein, dass die Uhr ihren Träger über neue Nachrichten, Mails oder Social-Media-Benachrichtigungen informiert, die direkt auf dem Display der Apple Watch gelesen werden können. Wer auf den Posteingang direkt antworten will, kann der Apple Watch den Text diktieren.

Weiterhin dient die Apple Watch etwa als Terminplaner, zur Steuerung der Musikwiedergabe oder zum Überprüfen der Wetterdaten. Da dies die Smartwatches anderer Hersteller allerdings auch können, hat Apple Exklusiv-Verträge mit diversen Unternehmen wie dem Musikdienst Shazam oder der Taxi-Alternative Uber abgeschlossen, deren Produkte somit ausschließlich für Apple Watch-Träger als App verfügbar sein werden.

Dies alles kann die Apple Watch aber nicht von ganz alleine. Sie verbindet sich nicht selbst mit dem Internet, sondern lässt sich im Grunde nur durch die Zusammenarbeit mit einem iPhone (unterstütze Versionen: 5, 5s, 5c, 6 und 6 Plus) nutzen. Die Synchronisation erfolgt via Bluetooth oder WLAN und durch Drücken bzw. Wischen auf dem Display sowie dem Drehen der seitlich angebrachten Krone erspart man sich den Griff zum Telefon in der Hosentasche. Dabei kommt auch die die sogenannte Taptic Engine zum Einsatz, welche die Uhr in verschiedene Vibrations-Variationen durchschüttelt. Somit soll der Träger schon allein aufgrund der Vibration erkennen, was die Smartwatch zu vermelden hat.

Wer es bunt mag, wird ebenso bedient (Foto: QZ.com)
Wer es bunt mag, wird ebenso bedient (Foto: QZ.com)

Wer noch mehr über die Apple Watch erfahren oder sich auch einfach nur die vielen unterschiedlichen Varianten ansehen möchte, wird bereits auf der Apple-Website fündig. Dort könnt ihr euch auf Wunsch auch nochmals die komplette Präsentation der Uhr ansehen. Vorbestellbar wird die Apple Watch allerdings erst ab dem 10. April 2015 sein.

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 11:51 Uhr

3 Kommentare

  1. Preislich hat Apple hier gewaltig einen an der Waffel. Nicht mal mehr 1:1 Preise sondern direkt draufgeschlagen beim Euro. Nicht mit mir. Keine Uhr.

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  2. Christian am

    Preislich hat Apple hier schlau nachgedacht. Denn der Uhren-Markt ist eine Welt für sich. Hier geht es hauptsächlich um Status, edle Materialien und Prestige. Es gab hier einen interessanten Beitrag aus dem Blickwinkel von so einem Uhren-Typen http://www.hodinkee.com/blog/hodinkee-apple-watch-review – Schaut man sich sonst mal auf dem Blog um sieht man das Apple hier in eine Welt vordringt, wo 11.000 Euro “ganz ok” sind. Mir ist dieser überbordene Luxuswahn sehr fremd aber ich finde es interessant. Jedenfalls wird ihr Gewinn-Pro-Verkaufter-Einheit maximalst durch die Decke steigen, wenn Sie nur eine Hand voll Edition-Uhren am Tag verkaufen.

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    • Matthias am

      Ich finde diesen Blickwinkel interessant. Ebenso, dass sich viele Apple-Fans in ihren Foren unheimlich darüber aufregen, dass sie sich nun das Premium Produkt nicht leisten können. Hier geht es wirklich um den Status “das Beste des Besten” zu haben -auch wenn der sich gar nicht mehr an den Anwendungsmöglichkeiten, sondern rein an der Optik bzw. dem verwendeten Material misst. Eines muss man Apple daher lassen: Sie haben es wieder einmal geschafft, von sich Reden zu machen…. :)

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