Aquatop Display

Die Wasseroberfläche als Touchscreen-Display

1. August 2013 • 13:00 Uhr

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Nicht ohne meine Quietsche-Ente (Foto: IEEE)

Wasserratten kennen das Problem: Einerseits möchte man ein stundenlanges Bad genießen, anderseits aber auch mit seinem Tablett im Internet surfen oder auf seinem E-Reader das neue E-Book lesen. Theoretisch ist dies möglich, praktisch setzt man sich aber der Gefahr aus, dass das teure technische Gerät ins Wasser fällt und zukünftig nur noch als Deko-Artikel dient. Für Abhilfe wollen die Forscher der University Of Electro-Communication mit ihrem Aquatop Display sorgen, welches sie u.a. kürzlich auf der Siggraph-Exhibition präsentierten.

Dabei handelt es sich um ein System, welches Bilder mittels eines Beamers auf eine Wasseroberfläche projiziert und zusätzlich Kinect nutzt, um die Fingerbewegungen im Wasser zu erfassen. Dies funktioniert am besten, indem das feuchte Nass eingetrübt wird. Laut Projektleiter Yasushi Matoba soll sich beispielsweise Badesalz ganz hervorragend dafür eignen. Komplettiert wird das Aquatop Display schließlich noch durch wasserdichte Lautsprecher (die vor allem für Bewegung im Wasser sorgen sollen) und natürlich einen PC, der aber sicherheitshalber ein wenig weiter Weg platziert sein sollte.

Wie das folgende Video zeigt, funktioniert die Bedienung des flüssigen Displays auf ähnliche Weise, wie wir es bereits von diversen Touchscreens kennen. Eine Besonderheit des Aquatop Display ist es aber, dass es sich auch von unten (also von aus dem Wasser ragenden Fingern) bedienen lässt und sich Anwendungen z.B. dadurch schließen lassen, indem sie in die Tiefe gezogen werden. Wie der Film außerdem verdeutlicht, scheinen Fotos und Videos regelrecht auf der Oberfläche zu schwimmen und werden beim Ziehen von einem Punkt zu einem anderen von der Trägheit des Wassers beeinflusst. Uns hat außerdem gefallen, dass Yasushi Matoba und sein Team bereits einige Mini-Spiele für das Aquatop Display erstellt haben: Dazu gehören beispielsweise eine Partie Wasserball oder die Jagd nach auf Quallen.

Welche Pläne die Forscher mit dem Aquatop Display verfolgen und ob es solch ein System jemals für die breite Masse geben wird, ist leider nicht bekannt. Hättet ihr aber nicht auch spontan Lust auf solch feucht-fröhliche Wasserspiele? Gerade im Sommer?

Wasser als Display? Gab es so etwas nicht schon einmal? Richtig, aber Displair funktioniert doch ganz anders…

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 12:21 Uhr

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