Assassin’s Creed: Die Verkaufszahlen der Ubisoft-Spielreihe

Mit ‚Assassin’s Creed‘ aus dem Jahre 2007 begann Ubisoft eine neue Ära. Das auf der Xbox 360 und PlayStation 3 erschienene RPG war so simpel in seiner Grundidee, wie brillant in seiner Umsetzung. Seit dem ersten Spiel erschien fast jedes Jahr ein neuer Haupt-Ableger der Reihe, und nebenher fast ebenso viele Spin-Offs.

In den fast 15 Jahren seiner Existenz hat das Franchise jedoch auch viele Änderungen miterlebt, von denen manche gut aufgenommen wurden und andere als kontrovers gelten. Nun fragt sich, wie sich das auf die Verkaufszahlen ausgewirkt hat. Welches waren die profitabelsten Assassin’s Creed-Ableger, und welche begeistern die Fans heute am meisten? All das und mehr findet ihr heute heraus!

Was ist Assassin’s Creed?

Jeder Titel der Assassin’s Creed-Reihe spielt in einer fiktiven, aber realitätsnahen Version unserer Geschichte. Mithilfe einer Maschine namens Animus reist der Protagonist (Anfangs Desmond Miles, in späteren Ablegern andere Figuren) in der Zeit zurück und durchlebt die in seinen Genen enthaltenen Erinnerungen seiner Vorfahren hautnah. Im Zentrum der Story stehen der mächtige Templerorden und die Bruderschaft der Assassinen, die durch die Zeitalter hinweg in einem ewigen Konflikt um die mysteriösen Artefakte namens „Edensplitter“ stehen.

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Eine der Haupt-Spielmechaniken erlaubt es dem Spieler, sich an hohen Punkten mit der Umwelt zu “synchronisieren”

Die Spielweise der einzelnen Ableger hat sich von Eintrag zu Eintrag verändert, doch besonders in der ersten Hälfte des Franchise bilden Schleichmanöver, Spionage und die heimliche Ausschaltung der Feinde die Basis für das Gameplay. Später wurde das Spielkonzept in eine andere Richtung abgewandelt, wodurch neuere Assassin’s Creed-Teile mehr zu konventionellen, wenn auch gut umgesetzten, Open-World-Abenteuerspielen wurden. Dieser Beschluss hat die Fangemeinde größtenteils in zwei Gruppierungen gespalten. Die eine Seite bevorzugt das klassische Assassinen-Gameplay der ersten Ableger, die andere lobt die neue Richtung, die Ubisoft eingeschlagen ist.

Der neueste Titel der Reihe ‚Mirage‘ sollte das Franchise wieder zu seinen ursprünglichen Wurzeln zurückkehren lassen, und selbst diese Entscheidung hinterließ gemischte Meinungen. Falls ihr mehr zum Spiel erfahren wollt, kommt ihr hier zu unserer Mirage-Review. Dort haben wir viele unserer Gedanken und Kritiken verständlich für euch verzeichnet.

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Ein Schleichangriff in Assassin’s Creed: Mirage

Wie gut haben sich die Assassin’s Creed-Spiele verkauft?

Nun kommen wir zu der Frage der Stunde. Bei einem Franchise, das von Ubisoft so vielen Änderungen unterzogen wurde, welche Spiele sind die beliebtesten? Werft doch einen kurzen Blick auf folgende Grafik, bevor wir das Thema im Detail analysieren (Anmerkung: Ubisoft hat bisher noch keine genauen Angaben zu Assassin’s Creed: Mirage gemacht, weshalb wir den Titel auslassen):

Statistik Assassin's Creed 1
Source: Wikipedia

Das erste ‚Assassin’s Creed‘ war direkt ein riesiger Erfolg für das Game-Studio und verkaufte sich über 8 Millionen mal. Der Sequel bescherte dem Franchise eine weitere Million Fans, doch der Hype verflog mit ‚Brotherhood‘ und ‚Revelations‘ leicht. Assassin’s Creed III zählt noch heute zu einem der besten Ableger, und das spiegelte sich auch in den Verkaufszahlen wider. Mit 12 Millionen Spielern schaffte die AC-Spielreihe nämlich zum ersten Mal eine achtstellige Spielerschaft.

Black Flag und weiter

Assassin’s Creed IV: Black Flag ist ein interessanter Titel, denn er brachte erstmals waschechtes Open-World-Gameplay in die bisher relativ lineare Reihe. Das, sowie die spannenden Seekämpfe und die Story sind vermutlich die Hauptgründe dafür, warum das Spiel die 15 Millionen Spieler knackte. Ein Rekord, der erst durch ‚Valhalla‘ gebrochen werden würde.

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In ‘Black Flag’ spielen Schiffahrt und Wasserkämpfe eine große Rolle

Die nachfolgenden Spiele, ‚Rogue‘ und ‚Unity‘ waren vergleichsweise Flops und wurden zusammengerechnet nur 10 Millionen mal verkauft. Der Nachfolger, ‚Assassin’s Creed: Syndicate‘ war mit seinen 6 Millionen nicht viel besser dran.

Zum 10. Jubiläum der AC-Reihe hatte Ubisoft etwas Besonderes geplant. Assassin’s Creed: Origins schickte den Spieler in das alte Ägypten und integrierte neue RPG-Mechaniken in die Spielreihe. Dieser Soft-Reboot verwandelte Assassin’s Creed zu einem Open-World-RPG a lá The Witcher 3, was vermutlich auch der Hintergedanke war. Das 2015 erschienene Spiel von CD Project Red hatte zu dieser Zeit so viele Kopien verkauft, wie die letzten drei AC-Ableger zusammen, was wahrscheinlich zu dieser Änderung beitrug.

Fans streiten sich heute noch über die neue Richtung des Franchise, da das Kern-Gameplay vollkommen verändert wurde. Die Verkaufszahlen machen jedoch offensichtlich, dass die Entscheidung aus finanzieller Sicht eine gute war. ‚Origins‘ und sein Nachfolger ‚Odyssey‘ fanden ihre Zielgruppe und verkauften sich jeweils mehr als 10 Millionen mal.

Valhalla

Bis vor kurzem war Assassin’s Creed: Valhalla der neuste Eintrag in der Spielreihe. Wie der Name vielleicht schon verrät, spielte die Handlung in der Wikingerzeit und verfrachtete den Spieler nach Norwegen und England. Dank anderen Spielen, wie beispielsweise den neuen God of War-Ablegern, herrschte in der Gaming-Welt viel Begeisterung rund um die skandinavische Welt und nordische Mythen. Ansonsten sind die genauen Gründe, warum Valhalla mehr als doppelt so populär wurde, wie sein Vorgänger, nicht ganz klar. Jedenfalls ist es Fakt, dass der 2020 erschienene Ableger mehr als 22.000.000 Gaming-Fans zu einem Kauf überzeugen konnte.

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Die Landschaften Assassin’s Creed: Valhalla sind umwerfend schön

Andere interessante Statistiken über die Spielreihe

In unserer Recherche ist uns etwas Interessantes aufgefallen: Assassin’s Creed III und Valhalla haben unproportional niedrige Bewertungen auf Steam. Der dritte Ableger der Reihe gilt gemeinhin als einer der besten Teile und hat sich auch gut verkauft. Es ist daher sehr seltsam zu erfahren, dass sich das nur 6 Millionen mal verkaufte AC: Syndicate eine deutlich bessere Bewertung sichern konnte.

Vermutlich liegt das u. A. daran, dass moderne Spieler, die vielleicht nur die neuen Open-World-Ableger kennen, enttäuscht von dem eher linearen Gameplay von AC III sind. Dies ist jedoch nur eine Hypothese. Hier seht ihr eine Ansicht der Spiel-Bewertungen in Relation zueinander:

Assassin's Creed Steam Bewertung
Source: steamdb.info

Wie ihr seht, haben wir auch hier Assassin’s Creed: Mirage nicht eingetragen. Das Spiel ist noch so neu, dass die meisten Gamer noch nicht sehr weit in der Story fortgeschritten sind oder sich allgemein noch keine richtige Meinung bilden konnten. Um Verzerrungen in der Statistik zu vermeiden, lassen wir es fürs Erste aus.

Assassins creed Statistiken Odyssey
In AC: Odyssey unternimmt ihr eine Reise in das alte Griechenland

Falls ihr bis zu diesem Punkt gelesen habt, wollen wir uns bei euch für eure Geduld bedanken und noch ein paar Bonus-Statistiken mit auf den Weg geben. Hier sind ein paar wissenswerte Informationen über das Assassin’s Creed-Franchise, die ihr vielleicht noch nicht kennt:

  • ‚Valhalla‘ hat Ubisoft wohl bisher mehr als eine Milliarde Dollar eingebracht
  • Wenn man alle Haupt-Ableger und Spin-Offs zusammenzählt, wurden insgesamt mehr als 200 Millionen Kopien von Assassin’s Creed verkauft
  • Assassin’s Creed ist Ubisofts lukrativste Spielreihe
  • Der Soundtrack von Assassin’s Creed Valhalla wurde mit einem Grammy ausgezeichnet

Bekanntlich spielt sich Assassin’s Creed am besten mit dem Controller. Falls ihr noch keinen besitzt, wollen wir euch den günstigen und qualitativ soliden Gamesir G7 SE Wireless Controller für Xbox und PC empfehlen!

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