BabyNES

So baut ihr euch eine Retro-Konsole selbst

8. Februar 2015 • 15:44 Uhr

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So könnte eure Konsole aussehen. (Foto: Thingiverse)

Eine leistungsstarke Retro-Konsole für möglichst wenig Geld könnt ihr euch selbst basteln. Was ihr braucht? Neben einem Raspberry Pi auch noch ein geeignetes Gehäuse. Das BabyNES-Case zum Beispiel.

BabyNES ist, wie der Name schon andeutet, ein Nachbildung der berühmten NES-Konsole von Nintendo. Diese ist allerdings deutlich kleiner geraten, da im Inneren eigentlich nur ein Raspberry Pi Platz nehmen muss. Passende Aussparungen für die Belüftung sowie die Status-LLES des vollwertigen Mini-Rechners fehlen nicht, genauso gibt’s eine Klappe, um an den Ethernet-Port und die USB-Anschlüsse sowie den HDMI-Ausgang zu gelangen.

Bei Thingiverse könnt ihr euch die nötigen Dateien herunterladen, um die einzelnen Komponenten des Gehäuses auszudrucken. Ja, ein 3D-Drucker wird benötigt. Solltet ihr keinen besitzen, schaut mal bei 3DHubs.com vorbei. Auf dieser Webseite erfahrt ihr, ob in eurer Gegend womöglich jemand einen 3D-Printer anbietet, der auch von euch (gegen Bezahlung, logo!) genutzt werden kann. Es ist schwierig einzuschätzen, welche Kosten hier auf euch zukommen. Rechnet vielleicht mit maximal 20 Euro für ein fertiges BabyNES-Gehäuse.

Sinnvoll: Raspberry Pi 2

Was ihr nun noch benötigt, ist natürlich ein Raspberry Pi. Ein Modell B+ wird mindestens benötigt. Sinnvoll ist es, ihr greift gleich zum neuen, nach wie vor 35 US-Dollar/Euro günstigen Raspberry Pi 2. Der besitzt schließlich einen Quadcore-Prozessor und 1GB RAM – das sollte genügen, um zahllose Konsolen der Vergangenheit zu emulieren. Die ersten Berichte klingen auch schon weitgehend vielversprechend. Spannend am neuen Pi 2: Eine speziell angepasste Version von Windows 10 wird im Jahresverlauf folgen, solltet ihr kein großes Interesse an Linux als Betriebssystem haben. Allerdings sei hier RetroPie erwähnt: Das ist eine Linux-Distribution, die von Haus aus zahllose Emulatoren enthält und leicht einzurichten ist. Bis hier eine Fassung für den Pie 2 angeboten wird, dürfte nicht allzu viel Zeit vergehen.

Das ist der neue Raspberry Pi 2. (Foto: Raspberry Pi Foundation)
Das ist der neue Raspberry Pi 2. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Und sonst noch? Geeignete Gamepads via USB anschließen – das ist gar keine Schwierigkeit, schließlich besitzt der Raspberry Pi entsprechende Ports. Über HDMI verbindet ihr den Mini-Rechner mit eurem Monitor oder HDTV, schon kann es theoretisch losgehen. Vergesst aber nicht, dass ihr noch ein reguläres Netzteil, Maus, Tastatur und eine microSD-Speicherkarte benötigt.

Wenn euch das alles zu anstrengend ist, könnt ihr euch zum Pitendo greifen, der genau das bietet, was ich hier zusammenfasse – nur deutlich mehr kostet. Alternativ zum BabyNES könnt ihr als Gehäuse auch das NinTastic-Case wählen. Das ist ebenfalls sehr ähnlich gehalten, setzt aber gleichermaßen etwas Arbeitsaufwand voraus.

Hättet ihr gerne konkretere Beschreibungen? Bei Interesse liefere ich gerne eine Schritt-für-Schritt-Anleitung nach. :-)

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