Blade Shadow

Virtueller Gaming-Rechner im Monatsabo

24. August 2018 • 0:20 Uhr

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Immer die maximale Qualität. (Foto: Blade)

Mit eurem uralten PC oder Smartphone könnt ihr bald auch in Deutschland die neuesten Games zocken. Der Cloud-Computing-Dienst Shadow von Blade startet am 4. September 2018. Und das bietet er.

Cloud-Computing? Im Gaming-Segment war vor ein paar Jahren noch euphorisch von Cloud-Gaming die Rede. Immerhin ist PlayStation Now mittlerweile für PlayStation 4 und PC verfügbar, GeForce Now von Nvidia dümpelt dagegen noch vor sich hin. Blade Shadow ähnelt zweitgenanntem Dienst schon sehr, startet aber in Deutschland offiziell und vollständig am 4. September 2018. Versprochen wird uns ein Highend-Gaming-PC, den ihr sozusagen virtuell mietet. Und so funktioniert es…

Leistungsstarke Hardware bei Blade Shadow

Für eine monatliche Gebühr erhaltet ihr geballte CPU- und GPU- Power – aber ausschließlich via Stream. Mindestens eine Internetleitung mit 15 MBit/s vorausgesetzt, könnt ihr auf eine Hardware zugreifen, die einer Nvidia GeForce 1080 GTX, einem Intel Core i7 und 12GB DDR4 RAM entsprechen. Dazu kommen 256GB HDD und ein Internetzugang mit 1GBit/s. Installiert ist Windows 10 als Betriebssystem, das ihr individuell gestalten und mit weiterer Software ausstatten könnt. Zum Beispiel Steam. Der Unterschied ist nur: Der Rechner steht nicht bei euch zu Hause, sondern ist Teil eines Rechenzentrums in Amsterdam. Darum eben Cloud-Computing und „Virtueller Gaming-Rechner“.

Wo wollt ihr die neuesten Games zocken? (Foto: Blade)
Wo wollt ihr die neuesten Games zocken? (Foto: Blade)

Zugriff auf Shadow bekommt ihr durch spezielle Apps für Windows, macOS, Android und bald iOS. Ihr verwendet von dieser aus euren leistungsstarken Computer, auf dem ihr nicht nur die neuesten Games zocken könnt, sondern sehr wohl auch Anwendungen wie 3D-Rendering-Programme oder Videoschnitt-Tools. Ein Zugriff via 4G oder WIFI ist kein Problem. Sinkt die Übertragungsrate einmal unter besagte 15 MBit/s, verschlechtert sich die Bildqualität, nicht aber die Geschwindigkeit der ausgeführten Programme. Im besten Fall werden 4K-Auflösungen mit 60Hz bzw. 1080p mit 144 Hz unterstützt.

Extrem niedrige Latenzen werden versprochen, was sicherlich auch abhängig von eurer Internetverbindung ist. Tastatur, Maus und Controller könnt ihr freilich wie gewohnt benutzen.

Eigenständige Streamingbox erhältlich: Shadow Ghost

Interessant ist außerdem, dass ihr optional eine Streamingbox kaufen oder mieten dürft. Hierzulande werden wir wohl ausschließlich den auf der Gamescom angekündigten Shadow Ghost erwerben, der wohl bei knapp 120 Euro liegen wird. Dafür erhaltet ihr die lüfterlosen Maschine mit allerlei USB-Anschlüssen, HDMI 2.0-Ausgang, Bluetooth und WIFI sowie Ethernet. Mit dem Ghost benötigt ihr daheim gar keinen PC mehr, müsst aber nicht auf einen Rechner verzichten. Irgendwie eine lustige Vorstellung.

Teurer Spaß

Leider ist Blade Shadow nicht gerade ein Schnäppchen. Monatlich werden 29,95 Euro fällig, wenn ihr euch für ein einjähriges Abo entscheidet. Möchtet ihr jeden Monat kündigen können, zahlt ihr 44,95 Euro.

Tablet, Laptop, Smartphone - ihr könnt mit beliebigen Geräten spielen. (Foto: Blade)
Tablet, Laptop, Smartphone – ihr könnt mit beliebigen Geräten spielen. (Foto: Blade)

Persönlich finde ich Shadow schon ganz verlockend, aber es bleibt die Skepsis. Funktioniert das alles qualitativ zufriedenstellend? Und sind meine Daten im Rechenzentrum des französischen Startups sicher? Ich hinterlasse auf dem virtuellen System schließlich meine Passwörter für die dort genutzten Angebote (Steam und Co.). Und was, wenn ich den Computer dringend benötige, aber es kommt zu einem Ausfall beim Anbieter? Fragen über Fragen – ein paar Antworten liefert die offizielle Webseite.

Wäre Shadow für euch spannend? Würdet ihr mit diesem Cloud-Computing-Angebot euren Rechner in Rente schicken?

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Blade Shadow: Virtueller Gaming-Rechner im Monatsabo
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Blade Shadow: Virtueller Gaming-Rechner im Monatsabo
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Mit eurem alten PC oder Smartphone könnt ihr bald die neuesten Games zocken. Der Cloud-Computing-Dienst Shadow von Blade startet am 4. September 2018.
Sven Wernicke
GamingGadgets.de
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