Bo & Yana

Süße Roboter bringen Kids das Programmieren bei

29. Oktober 2013 • 11:12 Uhr

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Links im Bild ist Bo. Rechts seht ihr die kleine Yana. (Foto: Play-i)

Ich bin mir unsicher, ob es wirklich nötig ist, kleinen Kindern die Grundlagen des Programmierens unbedingt beibringen zu müssen. Ein Blick auf Bo und Yana lässt die Skepsis aber in Windeseile verfliegen. Denn die beiden Roboter von Play-i sind nicht nur zuckersüß, sondern auch verdammt cool!

Ehemalige Mitarbeiter von Google, Frog Design und Apple erschufen mit Bo und Yana zwei kleine Roboter, die in erster Linie dazu dienen, Kindern das Thema Robotik näher zu bringen. Die beiden Vehikel sind in der Lage, neue Fähigkeiten zu erlernen, die ihnen via Smartphone oder Tablet beigebracht werden. Von einem visuellem Programmier-Interface ist die Rede, das auf Musik, Geschichten sowie Animationen setzt und es so auch Kids ab 5 Jahren ermöglicht, Bo und Yana in den Griff zu bekommen. Das gesamte System nennt sich Scratch & Blocky: Mittels Drag&Drop fügt man Funktionskomponenten in der App zusammen und programmiert so die Roboter. Tutorials und Bibliotheken machen das Beherrschen einfacher – so in der Theorie. Optional kann der Nachwuchs auch direkt auf den Quellcode zugreifen und diesen manipulieren -für die großen Talente, vermute ich. Zusätzlich dürfen eigene Programmierungen über das Internet geteilt und verbreitet werden.

Bo und Yana unterscheiden sich in ihren Talenten. Bo wird als Abenteurer bezeichnet, der zwei Motoren fürs Fahren besitzt. Mit zwei weiteren Motoren kann sich der Kopf drehen, der LED-Ring um das „Auge“ stellt Emotionen auf gewisse Weise dar. Lautsprecher, Infrarot-Sensoren, Distanz-Sensoren an der Vorder- bzw. Rückseite, ein Geräusch-Sensor sowie Accelerometer, Gyroskop und IR-Detektoren versprechen große Flexibilität. Yana dagegen kann sich nicht bewegen, aber über Infrarot mit anderen Robotern und Bo kommunizieren. Auch hier fehlen Sensoren und ein Accelerometer nicht.

Am besten harmonieren – wie kann es anders sein – beide Bots miteinander, wie auch ein schick gemachtes (Werbe-)Video der Verantwortlichen zeigt.

Im Sommer des nächsten Jahres soll das Duo veröffentlicht werden. In einer Art Crowdfunding-Kampagne auf der eigenen Webseite sammelt Play-i 250.000 US-Dollar ein, um die Produktion ankurbeln zu können. Preislich klingen Bo und Yana auch nicht übel: Für 49 US-Dollar gibt’s Yana, für 149 US-Dollar Bo. Eine Lieferung nach Europa ist möglich.

Sollten die Roboter für Kids, die übrigens auch für die Eltern gedacht sein sollen, wirklich so gut wie in den oben gezeigten Videos funktionieren, wäre ich als Erwachsener schon angetan. Weitere Details entnehmt ihr der offiziellen Webseite. Dort könnt ihr die zwei Mini-Helden sozusagen vorbestellen. Oder das Projekt ankurbeln.

Logo: Die Roboter lassen sich individualisieren. (Foto: Play-i)
Logo: Die Roboter lassen sich individualisieren. (Foto: Play-i)

Dass sich Play-i nicht für Kickstarter entschieden hat, wundert mich allerdings schon etwas….

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 10:27 Uhr

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