CoolShip

Aufrüstbarer Komplettrechner mit Android in einer Tastatur

18. Februar 2013 • 7:30 Uhr

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CoolShip - der günstige Android-Computer. (Foto: Focuswill)

Es gibt Crowdfunding-Projekte, bei denen ich gar nicht so recht verstehe, wieso diese nicht bei den potentiellen Kunden ankommen. Auch CoolShip verfolgt einen reizvollen Ansatz, aber die 10.000 US-Dollar wollen bei Indiegogo offenbar nicht erreicht werden. Wieso eigentlich nicht?

Die Theorie: Bereits ab 89 US-Dollar (zirka 66 Euro) sollt ihr einen kompletten Computer erhalten, der über einen 1,5GHz schnellen ARM-Dualcore-Prozessor, 1GB RAM und 4GB Speicher verfügt. Das alles wird in einem Gehäuse verpackt, das im Großen und Ganzen aus einem Keyboard besteht. Fertig ist der Komplettrechner zum Niedrigpreis?!

Als Betriebssystem nutzen die Schöpfer vom FocusWill Information Technology aus China Googles mobiles OS Android  in Version 4. Dieses wurde angepasst, soll sich ähnlich wie ein Windows anfühlen auf den eigenständigen Namen CoolShip OS hören. Für besagten Preis gibt’s noch einen SD-Kartenslot sowie eine 16GB Speicherkarte, ein Touchpad und eine USB-Maus dazu. Das Advanced Package für 119 Dollar (zirka 89 Dollar) bekommt 8GB Flash-Speicher, das Luxury Package für 139 Dollar (105 Euro) bietet ergänzend eine 32GB SD-Karte und 8GB Festspeicher.

Letztlich würde wohl schon die billigste Variante des CoolShip genügen. Alle drei Modelle  verfügen über einen Ethernet-Anschluss, WIFI, Stereo-Lautsprecher und VGA- bzw. HDMI- Ausgänge.

Zwei Dinge gefallen mir an dem Konzept: Einerseits erinnert die Optik sehr an Heimcomputer (C64, Amiga, Atari-Rechner etc.) früherer Tage: Ein Gerät für alles, ihr benötigt nur noch einen Monitor oder Fernseher. Da schwingt ein wenig die Nostalgie mit. Aber zugleich könnt ihr auf der Unterseite des CoolShip das „Herz“ austauschen. Ist euch der Zweikern-Prozessor zu lahm, ersetzt ihr ihn einfach durch ein flotteres Innenleben. Hier möchte man, sofern es mit der Finanzierung klappt, später Aufrüstkits anbieten. Simples Plug & Play? Klingt klasse, oder?

Dennoch: Bei Indiegogo möchte kaum jemand sein Geld geben? Wieso? Ich kann es mir nicht erklären. Dabei wäre CoolShip – wie dort auch angegeben – der perfekte Einstieg für Kinder, aber auch als Android-basierter Spiele- und Arbeitsrechner fürs Wohnzimmer geeignet.  Womöglich schreckt es Geldgeber ab, dass nichts zum Betriebssystem gezeigt wird? Dabei handelt es sich doch um ein vollwertiges Android 4.0 mit Zugriff auf Google Play, nur die Benutzeroberfläche ist anders?

Weitere Details auf Focuswill.com und Indiegogo.com.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 18:57 Uhr

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