Diese Tech-Branchen sind im vergangenen Jahrzehnt am stärksten gewachsen

Es gibt seit einigen Jahren – eigentlich seit dem letzten Jahrzehnt – eine Reihe von Branchen, die äußerst stark gewachsen sind. Hierzu gehört vor allem die Tech Branche. Innerhalb dieser Branche gibt es Unternehmen, die in den letzten Jahren am stärksten gewachsen sind.

Es handelt sich hier aber nicht nur um einzelne Unternehmen, die mit bestimmten Technologien auf dem Markt ein Alleinstellungsmerkmal haben. Vielmehr geht es hier um Unternehmen, die einen bestimmten Marktbereich abgedeckt haben und in diesem Bereich in der Regel auch Marktführer sind.

Online-Shops

Amazon
Amazon hat sich im Internetzeitalter zum absoluten Branchenführer im Online-Warenvertrieb gemausert.

Im letzten Jahrzehnt haben vor allem Online-Shops für Aufsehen gesorgt. Immer mehr Verbraucher kaufen im letzten Jahrzehnt auf Online-Shops zurückgegriffen. Eindrucksvoll lässt sich der Erfolg der Online-Shops im letzten Jahrzehnt wohl am Beispiel von Amazon festmachen.

Bei Amazon handelt es sich um einen börsennotierten amerikanischen Onlineversandhändler. Die Produktpalette auf dieser Plattform ist breit, wobei sich Amazon als Marktführer im Bereich Handel im Internet sieht. Tatsächlich hat Amazon die weltweit größte Auswahl an Büchern, an CDs und Videos und verfügt über eine integrierte Verkaufsplattform, den Marketplace.

Über diese Plattform können Privatpersonen und Unternehmen ihre Produkte – neu und gebraucht – anbieten. Amazon verfügt über eine Reihe von Eigenmarken, wie Amazon Kindle und Amazon Fire HD sowie die Set-Top-Box Fire TV und über den Amazon Web Services.

Zum Konzern gehört darüber hinaus Amazon Music, Amazon Pay und Amazon Prime und die Onlinevideothek mit Video-on-Demand-Angebot Amazon Prime Video. Gegründet wurde Amazon 1994 und hat sich vor allem im letzten Jahrzehnt zu einem Tech-Riesen gemausert unter John Bezos.

Vor allem seit 2005, seit der Lancierung von Amazon Prime konnte Amazon einen riesigen Zuwachs an Kundschaft und Gewinn verzeichnen. Die Bereich Versandhandel, Onlinehandel, aber auch die digitale Distribution, Cloud Computing etc. haben Amazon 2020 einen Umsatz von 386 Milliarden US-Dollar eingebracht.

Zudem ist Amazon mit seinen rund 1,2 Millionen Mitarbeitern eines der größten Unternehmen der Welt. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Online Shops, national und international mit Umsatz in Milliarden-Höhe.

Technologieunternehmen in den Bereichen Hard- und Softwareentwicklung

software unternehmen
Google ist unbestreitbar mit Abstand der unangefochtene Champion der Software-Unternehmen.

Ein großer Bereich der Tech-Branche decken Unternehmen der Bereiche Hard- und Softwareentwicklung ab. Es gibt hier tausende von Unternehmen. Es wäre hier aber unsinnig weitgehend unbekannte Unternehmen dieser Branche als Beispiel aufzuführen.

Ein gutes Beispiel ist Google – ein Unternehmen, das weit mehr als nur eine weltweit bekannte Internet-Suchmaschine anbietet. Gegründet wurde der Konzern im Jahr 1997 und hat eine revolutionäre Form der Suche nach Webseiten im Internet entwickelt, wobei die Algorithmen der Suchmaschine laufend neu angepasst werden von Google.

Damit reagiert der Tech-Konzern auf neue Trends. Jährlich werden von Google mehr als 2 Billionen Suchanfragen bearbeitet. Google unterhält noch weitere Dienste, die weltweit bekannt und beliebt sind wie Google Maps, Google News und Google Books sowie Google Scholar, aber auch Google Earth.

2019 erwirtschaftete Google einen Umsatz auf seinen verschiedenen Plattformen von 113,26 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von mehr als 17 Prozent im Vergleich zu 2018. Da das Internet im letzten Jahrzehnt immer mehr an Bedeutung gewann – sowohl für Privatpersonen, wie auch für Unternehmen – hat auch Google an Bedeutung gewonnen.

Neben Google gibt es auch andere Suchmaschinen und Unternehmen im Bereich Hard- und Softwareentwicklung, die schon sehr viel erreicht haben und jede Menge Umsatz machen.

Online-Glücksspielanbieter

Die ersten Online-Casinos gab es bereits Ende der 1990er Jahre. Allerdings hatten die Online-Casinos damals kaum Bedeutung. Grund dafür ist, dass diejenigen, die Black Jack, Pocker oder Roulette spielen wollten noch ins klassische Casino gingen, das sich auch in deutschen Kurorten bis heute findet.

Und wer an Spielautomaten sein Glück herausfordern wollte, der ging in Bars oder Clubs. Auch Spielsalons mit vielen Spielautomaten gab es zur damaligen Zeit schon. Online-Casinos konnte man Ende der 1990er Jahre als Start-ups im Internet bezeichnen.

Die Entwicklung der Online-Casinos ist schließlich eng mit der Entwicklung des Internets verbunden. Der jährliche Umsatz der Online-Casinos erreichte bereits im Jahr 2008 rund 21 Milliarden US-Dollar. Das war, bevor die Online Casinos ab 2007 auch Apps für Smartphones anboten.

2007 begann dabei mit dem IPhone das Zeitalter der Smartphones. Viele spielen heute Slots und auch Poker, Roulette und Black Jack auf dem Tablet. Dies ermöglichte den Verbraucher an jedem beliebigen Ort dem Zocken zu frönen. 2010, also vor rund zehn Jahren, gab es bereits 860 Online-Casinos.

Danach war die Entwicklung der Online-Casinos nicht mehr aufzuhalten. Allerdings sind viele Betreiber außerhalb von Europa lizenziert. Dank Live-Wetten und einem großen Angebot an Slots und Games wie Poker, Black Jack etc. erreichen Online Casinos inzwischen ein breites Publikum.

Es sind nicht nur Spieler, die einen Slot einige Male drehen lassen. Es handelt sich teils auch um Spieler, die sich einen netten Nebenverdienst durch das Zocken verdienen. Der Grund, warum so viele Verbraucher Online Casinos besuchen hat vor allem mit der Tatsache zu tun, dass auf den Plattformen sichere Ein- und Auszahlungsoptionen angeboten werden und eine stetig aktualisierbare Software sorgt für Sicherheit und Datenschutz.

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie konnte die Branche der Online-Casinos 2020 allein in Deutschland 3,3 Milliarden Euro generieren. Experten sagen für diese Tech-Branche bis 2026 einen Umsatz von 160 Milliarden US-Dollar voraus. Bei der aktuellen Zwischenbilanz für 2021 ist dies durchaus realistisch was die Zahlen angeht.

Online Lebensmittel und Co. kaufen und Essen bestellen

Der Lebensmittel-Versandhandel konnte insbesondere seit dem Beginn der Corona-Pandemie ordentlich punkten.

Auf dem aufsteigenden Ast in der Tech-Branche sind auch die Food-Unternehmen bzw. die Plattformen für Lieferdienste und die Lieferdienste selbst. Auch wer kein Internet besitzt, der hat wohl schon mal eine sonntägliche Essensbestellung in einem Restaurant in der Nähe aufgeben oder am Samstagabend zum Fernsehen eine Pizza oder einen Burger oder asiatische Speisen bestellt.

Durch die Corona-Pandemie, den damit zusammenhängenden Lockdown in der Gastro-Branche und die Kontaktbeschränkungen haben Essensbestellungen via App oder über eine Internetplattform an Bedeutung und Zuspruch gewonnen.

Zahlreiche Restaurants haben – als Not-Standbein während des Lockdowns – einen Lieferservice angeboten. Viele, auch die, die zuvor keinen Lieferdienst anboten, halten an dieser Art der Essensbestellung nach wie vor fest. Geschuldet ist dies auch Studien, die belegen, dass sehr viele Menschen, auch wenn der Lockdown bzw. die Bedrohung davor durch die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie zu Ende ist bzw. an Schrecken verloren hat, ihre Gewohnheiten geändert haben und eher Freunde bei sich zuhause empfangen, statt ins Restaurant oder eine Bar zu gehen.

Auch online Lebensmittel kaufen hat im Zuge des Lockdowns durch die Corona-Pandemie neue Züge angenommen. In Anspruch genommen haben den Lieferservice von Lebensmittel durch die Supermärkte vor allem ältere Menschen und Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören.

Einige Supermärkte boten diesen Service schon vor der Corona-Pandemie an, andere Anbieter zogen nach. Dies galt natürlich auch für andere Branchen. So wurden zum Beispiel auch viele andere Dinge des täglichen Lebens direkt vor die Haustür geliefert. Der Umsatz, den diese Branche vor allem im Zuge des Corona-Lockdown erwirtschaftet hat, lässt sich bisher nicht genau beziffern.

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