Disney Dreamlight Valley Review: Lohnt sich der kunterbunte Early Access-Titel?

Seit etwa einem Monat versucht Gameloft mit seiner Early-Access Version des von Aufbauspielen wie Stardew Valley und Animal Crossing inspirierten Disney Dreamlight Valley zu überzeugen. Ob sich der Titel lohnt und auch Spieler außerhalb der Disney-Fan-Gemeinde abholen kann, haben wir für euch ausführlich getestet.

Darum geht es in Disney Dreamlight Valley:

Bevor das Abenteuer losgehen kann, dürfen wir erst einmal unseren eigenen Charakter erstellen. Dabei wird uns eine breite Auswahl an Anpassungs-Optionen bereitgestellt. Auch unkonventionelle Möglichkeiten, wie „Curvy-Shape“ oder die, durch das Model Winnie Harlow berühmt gewordene Hautkrankheit „Vitiligo“ können für den eigenen Charakter übernommen werden.

Keiner soll sich ausgegrenzt fühlen und jeder soll sich selbst, wenn er es denn möchte, in Disney Dreamlight Valley repräsentieren können.

Die Charaktererstellung bietet Möglichkeiten, die man in Spielen nicht allzu oft geboten bekommt.

Haben wir die Charaktererstellung abgeschlossen, erwartet uns ein kurzes Intro. Unser Charakter hat das Stadtleben satt und flüchtet sich in die Natur. Draußen, beim Entspannen, fallen wir in einen tiefen Schlaf und wachen kurzerhand im zuckersüßen Dreamlight Valley wieder auf.

Dort treffen wir auf den Zauberer Merlin, der zu Beginn des Spiels als eine Art Guide und Mentor fungiert. Er klärt uns darüber auf, dass der ehemalige Herrscher Dreamlight Valleys verschwunden ist und der Ort seitdem von schwarzen Dornenranken übersät wird, die einige Schauplätze sogar unbetretbar gemacht haben. Die Bewohner Dreamlight Valleys haben seitdem Schwierigkeiten, sich an ihre Leben dort zu erinnern und einige sind sogar verschwunden.

Merlin bittet uns also darum, die verlorenen Bewohner wiederzufinden, den Charakteren ihre Erinnerungen zurückzugeben und den Ort von den Dornenranken zu befreien.

Damit wir tun können, was von uns erwartet wird, werden wir einen Zauber gelehrt, mit dem man die Ranken entfernen kann. Dornenranken, die ganze Ortschaften blockieren, können jedoch nur vernichtet werden, indem man eine Art Errungenschafts-Punkte dafür ausgibt, welche man erhält, indem man Aufgaben für Bewohner und andere Arbeiten erledigt, aber dazu später mehr.

Den offiziellen Trailer könnt ihr euch hier ansehen:

Gameplay:

Im Laufe des Spiels schalten wir mit unserem Charakter nicht nur weitere Disney- und Pixar- Charaktere frei, die uns mit ganzen Quest-Reihen füttern, sondern auch weitere Tools, wie eine Angel, ein Smartphone, eine Spitzhacke, eine Schaufel und eine Gießkanne. Spitzhacke und Gießkanne können im Verlauf des Spiels noch weiter verbessert werden, um neue Orte und Materialien entdecken zu können.

Fische können eine Menge Geld einbringen, werden aber auch für Gerichte und Quests benötigt.

Die Steuerung und Benutzung der einzelnen Tools ist vor allem mit einem Gamepad sehr angenehm und geht flüssig von der Hand.

Doch wozu brauchen wir das alles?

Für die meisten Quests benötigen wir bestimmte Materialien, um voranzukommen, die teilweise nur mit den vorhanden Werkzeugen gefunden werden können. Außerdem erinnert das Spielprinzip, wie bereits erwähnt, sehr an Stardew Valley und auch an den Nintendo-Klassiker Animal Crossing. Auch wenn die verschiedenen Disney- und Pixar- Charaktere im Fokus stehen, besitzt das Spiel noch einen großen Aufbau- und Lebenssimulations-Aspekt.

In Disney Dreamlight Valley besitzen wir unsere eigene Bude, die nach und nach verbessert werden kann. Zum Verbessern braucht es Münzen und die können wir vor allen mit Erntegut, Edelsteinen, Fischen und selbst gekochten Gerichten (Alle 164 Rezept gibt es hier für euch) erwirtschaften.

Kohle braucht man aber nicht nur zum Ausbau des Eigenheims. Münzen braucht man auch zum Verbessern des örtlichen Restaurants, der Boutique von Dagobert, in der es täglich neue Kleidung und Möbel zu kaufen gibt, zum Freischalten wichtiger Marktstände, die von Goofy betrieben werden und vieles mehr.

Baut ihr das Restaurant und Dagoberts Laden aus, erhaltet ihr mehr Gegenstände.

Im Endeffekt agiert ihr in Disney Dreamlight Valley als eine Art Bürgermeister und könnt jeden freien Fleck selbst dekorieren und umgestalten.

Kann das Spiel dauerhaft überzeugen?:

Bisher können wir insgesamt 17 Charaktere freischalten, darunter befinden sich unter anderem Donald Duck, Mickey Maus, Wall-E, Elsa aus Frozen und Arielle. Alle Charaktere können auf das Maximal-Level 10 gebracht werden, eine Aufgabe, die einige Tage dauern kann. Verlässt das Spiel seine Early Access-Phase wird es weitere Charaktere geben. Im Spiel befinden sich bereits einige Hinweise, was uns noch so erwarten könnte.

Unser eigener Charakter kann momentan nur das Maximal-Level 40 erreichen, was je nach Mühe schneller geht, als man es gerne hätte. Zum aktuellen Stand, kann das Spiel quasi durchgespielt werden, was wir auch getan haben.

Ist die Early Access-Phase aber erst einmal vorbei, können wir uns gut vorstellen, dass das Spiel dauerhaft Freude machen wird. Es gibt noch so viele Charaktere, die ins Spiel gebracht werden können und auch die Charaktere, die es bereits ins Spiel geschafft haben, können sicher noch ein paar weitere Quests und Level vertragen.

Jeder der bekannten Charaktere hat eine interessante Questreihe, die neue Gegenstände und Perks freischaltet.

Doch auch ohne Charakter-Quests kann man sich ewig mit dem Spiel beschäftigen. Immerhin kann man das gesamte Dorf nach Belieben ummodellieren. Zusätzlich gibt es täglich neue Gegenstände in Dagoberts Geschäft, was vor allem Sammler sehr interessieren sollte. Außerdem gibt es regelmäßige Events, die ebenfalls dazu einladen neue Gegenstände freizuspielen, die Event-Gegenstände sind einzigartig und können verpasst werden, wenn man nicht daran teilnimmt.

Beim Pixar-Event können wir eine Menge Gegenstände freischalten, die es in Zukunft nicht mehr zu finden gibt.

Fazit:

Disney Dreamlight Valley ist zum einen eine Art RPG und zum anderen ein Aufbauspiel ganz im Stile von Stardew Valley. Die Story und die einzelnen Charakter-Quests sind interessant und saugen einen richtig in die Spielwelt ein. Man hat eine Menge zu tun und wird für die Arbeit im Spiel immer wieder mit neuen und speziellen Gegenständen belohnt, was schnell einen Suchtfaktor auslösen kann. Die Welt ist außerdem liebevoll gestaltet und besitzt den nötigen Disney-Flair.

Da sich Disney Dreamlight Valley noch in der Early Access-Phase befindet, fehlen noch einige Charaktere und auch die Hauptstory kann bisher noch nicht abgeschlossen werden, man kann aber bereits einige Tage damit verbringen und Hardcore-Sammler werden auch bis zum Endprodukt schon durchweg ihren Spaß damit haben.

Den Early Access bemerkt man hier und da an ein paar Bugs, die teilweise erfordern, dass das Spiel neu gestartet werden muss, ansonsten macht das Gameplay Spaß und die Steuerung ist simpel. Wir hoffen, dass die Entwickler sich den Problemen vor dem offiziellen Release noch annehmen werden, sind aber guter Dinge, dass uns das Endprodukt noch weiter begeistern wird.

Disney Dreamlight Valley ist für Disney-Fans ein Muss und für Fans von Aufbauspielen wie Animal Crossing in jedem Fall einen Blick wert.

  • Das Spiel ist erhältlich für Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 5, xCloud, Xbox Series, PC und Mac OS und kostet 29,99 Euro. Disney Dreamlight Valley ist außerdem im Xbox GamePass enthalten.

Die Early Access-Phase soll Anfang 2023 enden. Wir werden natürlich von allen Neuerungen, die es ins Spiel schaffen werden, berichten.

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