EA investiert mit Playdemic-Übernahme weiterhin in Mobile-Games

Playdemic, der Entwickler, welcher sich einen Namen mit Golf Clash gemacht hatte, wurde von EA für 1,4 Mrd Dollar übernommen. Electronic Arts möchte die Mobile-Gaming-Erfahrung des Studios nutzen um zukünftig noch mehr Smartphone-Spiele zu entwicklen. Außerdem ist das Unternehmen daran interessiert, die Funktionsweise von Golf Clash für andere Franchises zunutze zu machen.

Es ist daher recht einleuchtend, dass EA Playdemic nicht nur aufgekauft hat, um in Besitz des erfolgreichen Handyspiels zu gelangen. Doch selbst dies wäre ein guter Grund, denn Golf Clash hat im Playstore bislang über 10 Millionen Downloads gesammelt – Tendenz steigend. Doch EA kann die Spielmechanik sicherlich auch gut für seine zukünftigen Titel der PGA-Reihe gebrauchen.

Dass sich EA allgemein momentan stärker auf den Mobile-Gaming-Bereich konzentriert hat man auch am Kauf vom Entwicklerstudio Glu im Februar gemerkt. Immerhin ging das Unternehmen für satte 2,1 Mrd Dollar über den Tresen.

WarnerMedia hingegen, der ehemalige Eigentümer von Playdemic, befindet sich zur Zeit noch in einer Übergangsphase. Wie bekannt wurde, wird das Unternehmen nämlich von der AT&T-Gruppe ausgegliedert und schließt sich in Bälde mit Discovery zusammen. Warner wollte sich unter anderem von Playdemic trennen, da deren Spieler zukünftig hauptsächlich auf bekannte Franchises von Warner fokussieren sollen. Dies sieht man auch daran, dass deren Website von Franchises wie Lego, Mortal Kombat oder auch Harry Potter dominiert werden. Auch kommende Spiele sollen sich beispielsweise im DC-Universum abspielen.

Letztendlich lässt sich sagen, dass EA wohl eine gute Entscheidung mit der Übernahme getroffen hat. Immerhin wächst der Mobile-Gaming-Markt nun schon seit geraumer Zeit in immenser Geschwindigkeit und es wäre strategisch suboptimal sich hier als Game-Publisher nicht stärker aufzustellen. Entwicklerstudios bekannter Handyspiele werden unter anderem auch deshalb für enorme Summen aufgekauft. Beispielsweise bezahlte Activion schon 2015 saftige 5,9 Mrd US-Dollar für King, das Entwicklerstudio von Candy Crush.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.