eyeSight

Finger als Mausersatz

8. Februar 2013 • 11:27 Uhr

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eyeSight macht das Navigieren leichter? Theoretisch... (Foto: eyeSight)

Ob wir wollen oder nicht – der Zukunft gehört die Bewegungssteuerung. Vielleicht nicht in allen Bereichen wird das Controller-lose Navigieren eine Bereicherung darstellen, aber das hält Unternehmen wie die Leap Motion Inc. nicht davon ab, ihre gleichnamige Peripherie zu verkaufen – für knapp 70 Dollar. ASUS wird diese Technik in künftige Laptops verbauen. Eine vergleichbare Idee haben die Macher von eyeSight, die unter anderem Lenovo und AMD überzeugen konnten.

An sich ist das auch kein Wunder, denn eyeSight ist eine reine Software-Lösung, die keine völlig neue Hardware voraussetzt (wie Leap Motion). Im Grunde benötigt ihr für das Verwenden nur eine Webcam – egal ob 2D oder 3D und auf welcher Plattform. Unterstützt werden schon jetzt Smartphones, Laptops, Tablets, Set-Top-Boxen, Desktop-Rechner und diverse Betriebssysteme (Windows, Linux, Android…). Simuliert wird letztlich die gute, alte Maus, die durch euren Finger ersetzt wird. Bewegt ihr diesen nach links, rechts, oben oder unten, folgt euch auf dem Bildschirm der Mauspfeil. Genauso sind Eingaben wie „Mausklicks“ oder das Hangeln durch Menüs möglich.

Die Software muss freilich für eyeSight angepasst werden, offenbar unterstützt Windows 8 bereits diese Software. Und die Schöpfer scheinen das Interesse größerer Firmen geweckt zu haben. Beispielsweise werden künftige APU-Generationen von AMD eyeSight unterstützen – also mobile Endgeräte mit Chips des Herstellers. Lenovos IdeaPad-Reihe wird ferner Gebrauch von eyeSight machen.

Es sieht also gut aus, dass wir sehr bald in den Genuss dieser Software kommen, vorausgesetzt, Entwickler nutzen die Möglichkeiten auch. Für Spiele beispielsweise. Im Youtube-Kanal von eyeSight finden sich einige Einsatzmöglichkeiten und konkrete Beispiele – auch für Casual-Games oder Set-Top-Boxen. Vielversprechend: Sogar mehrere Nutzer werden automatisch vor der Cam erkannt und können Eingaben tätigen. Nur ob man damit komplexere (Multiplayer-)Spiele erleben kann? Das mag ich mir noch nicht vorstellen.

Interessant ist trotzdem, wie sich eyeSight die Theorie (erstes Video) vorstellt und die Umsetzung in der Realität (zweites Video) aussieht. Was gefällt euch besser? :-)

Weitere Details gibt’s auf der Hersteller-Seite.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 19:06 Uhr

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