Fernseher oder Monitor für Gaming: Vor- und Nachteile

Einige von euch haben sich sicherlich schon einmal die Frage gestellt, warum es große Gaming-Monitore gibt, obwohl heutzutage jeder Fernseher einen HDMI-Anschluss hat. Doch es gibt ganz klare Gründe, wieso man als Gamer richtige Computer-Monitore den meisten TVs vorziehen sollte. Dennoch kann ein Fernseher unter gewissen Voraussetzungen die bessere Wahl zum Zocken für euch sein, zum Beispiel aufgrund der noch größeren Bildfläche.

Gaming-TV: Vorteile und Nachteile im Überblick

  • Deutlich größere Bilddiagonalen erhältlich
  • Oftmals lebhaftere Farben & mehr Einstellungsmöglichkeiten
  • Besserer integrierter Sound
  • Hohe Reaktionszeit bzw. Input-Lag
  • Geräte mit niedriger Latenz und hoher Bildwiederholfrequenz viel teurer als Gaming-Monitore
  • Nur wenige Modelle unterstützen G-Sync

Die Top-3 besten Gaming-Fernseher

Einsteiger
Mittelklasse
High-End
Bild
Samsung TU8079 138 cm (55 Zoll) LED Fernseher (Ultra HD, HDR10+, Triple Tuner, Smart TV) [Modelljahr 2020]
Sony KE-55XH8096 / KD-55XH8096 Bravia 139 cm (55 Zoll) Fernseher (Android TV, LED, 4K Ultra HD (UHD), High Dynamic Range (HDR), Smart TV, Sprachfernbedienung)
LG OLED55CX9LA 139 cm (55 Zoll) OLED Fernseher (4K, Dual Triple Tuner (DVB-T2/T,-C,-S2/S), Dolby Vision, Dolby Atmos, Cinema HDR, 100 Hz, Smart TV) [Modelljahr 2020]
Modell
Samsung TU8079 138 cm (55 Zoll)
Sony KD-55XH8096 139 cm (55 Zoll)
LG OLED55CX9LA 139 cm (55 Zoll)
Vorteil
Niedriger Input-Lag
Top Preis-Leistung
G-Sync-Unterstützung
Nachteil
Maximal 60 Hz
Maximal 60 Hz
Großes Budget nötig
Bewertung
Preis
550,04 EUR
687,86 EUR
1.339,00 EUR
Einsteiger
Bild
Samsung TU8079 138 cm (55 Zoll) LED Fernseher (Ultra HD, HDR10+, Triple Tuner, Smart TV) [Modelljahr 2020]
Modell
Samsung TU8079 138 cm (55 Zoll)
Vorteil
Niedriger Input-Lag
Nachteil
Maximal 60 Hz
Bewertung
Preis
550,04 EUR
Mittelklasse
Bild
Sony KE-55XH8096 / KD-55XH8096 Bravia 139 cm (55 Zoll) Fernseher (Android TV, LED, 4K Ultra HD (UHD), High Dynamic Range (HDR), Smart TV, Sprachfernbedienung)
Modell
Sony KD-55XH8096 139 cm (55 Zoll)
Vorteil
Top Preis-Leistung
Nachteil
Maximal 60 Hz
Bewertung
Preis
687,86 EUR
High-End
Bild
LG OLED55CX9LA 139 cm (55 Zoll) OLED Fernseher (4K, Dual Triple Tuner (DVB-T2/T,-C,-S2/S), Dolby Vision, Dolby Atmos, Cinema HDR, 100 Hz, Smart TV) [Modelljahr 2020]
Modell
LG OLED55CX9LA 139 cm (55 Zoll)
Vorteil
G-Sync-Unterstützung
Nachteil
Großes Budget nötig
Bewertung
Preis
1.339,00 EUR

Gaming-Monitor: Vorteile und Nachteile im Überblick

  • Reaktionszeit und Input-Lag deutlich geringer
  • Viele aktuelle Gaming-Modelle unterstützen G-Sync
  • Besseres Preis-Leistungsverhältnis im Hinblick auf Gaming
  • Beschränkte Größe der Bilddiagonale
  • Weniger Einstellmöglichkeiten
  • Integrierter Sound oft schlecht

Die Top-3 besten Gaming-Monitore

Einsteiger
Ultra-Wide Tipp
High-End
Bild
Acer VG270UP Gaming Monitor 27 Zoll (69 cm Bildschirm) WQHD, 144Hz DP/HDMI2, 70Hz HDMI1, 1ms (VRB), HDMI 2.0, HDMI 1.4, DP 1.2a, HDMI/DP FreeSync
Samsung C49HG90DMU 124,20 cm (49 Zoll) Curved Gaming Monitor (3840 x 1080 Pixel, Ultra Wide 32:9 Format, 144hz, 1ms) mattschwarz
Predator CG437KP Gaming Monitor 42,5 Zoll (108 cm Bildschirm) 4K (UHD),144Hz/136Hz OC DP, 120Hz DP, 60Hz HDMI/TypeC, 1ms (VRB), 3xHDMI 2.0, 2xDP 1.4, GSync Compatible, HDMI VRR
Modell
Acer VG270UP 27 Zoll (69 cm)
Samsung C49HG90DMU 124,20 cm (49 Zoll)
Acer Predator CG437KP 42,5 Zoll (108 cm)
Vorteil
FreeSync
Riesige Curved Diagonale
Riesiges Display
Nachteil
Nur 27 Zoll
32:9 Format (gewöhnungsbedürftig)
Nicht Curved
Bewertung
Preis
329,00 EUR
881,20 EUR
1.274,26 EUR
Einsteiger
Bild
Acer VG270UP Gaming Monitor 27 Zoll (69 cm Bildschirm) WQHD, 144Hz DP/HDMI2, 70Hz HDMI1, 1ms (VRB), HDMI 2.0, HDMI 1.4, DP 1.2a, HDMI/DP FreeSync
Modell
Acer VG270UP 27 Zoll (69 cm)
Vorteil
FreeSync
Nachteil
Nur 27 Zoll
Bewertung
Preis
329,00 EUR
Ultra-Wide Tipp
Bild
Samsung C49HG90DMU 124,20 cm (49 Zoll) Curved Gaming Monitor (3840 x 1080 Pixel, Ultra Wide 32:9 Format, 144hz, 1ms) mattschwarz
Modell
Samsung C49HG90DMU 124,20 cm (49 Zoll)
Vorteil
Riesige Curved Diagonale
Nachteil
32:9 Format (gewöhnungsbedürftig)
Bewertung
Preis
881,20 EUR
High-End
Bild
Predator CG437KP Gaming Monitor 42,5 Zoll (108 cm Bildschirm) 4K (UHD),144Hz/136Hz OC DP, 120Hz DP, 60Hz HDMI/TypeC, 1ms (VRB), 3xHDMI 2.0, 2xDP 1.4, GSync Compatible, HDMI VRR
Modell
Acer Predator CG437KP 42,5 Zoll (108 cm)
Vorteil
Riesiges Display
Nachteil
Nicht Curved
Bewertung
Preis
1.274,26 EUR

Monitor oder TV – Allgemeine Spezifikationen im Überblick

FernseherMonitore
GrößeBis 86 ZollBis 65 Zoll
BildtechnikenHDR, OLED, Ambilight und mehrMeist nur HDR
BildwiederholfrequenzBis 100 HzBis 360 Hz
Reaktionszeit/Input-LagHoch: Bis zu 500 msNiedrig: Teilweise nur 1 ms
AnschlüsseOft nur HDMIHDMI, Displayport & USB-C
HauptvorteilGröße-Preis-VerhältnisSauberes Bild & Schnelle Reaktion

Bildwiederholfrequenz bei PC-Monitor und TV

Die Bildwiederholungsfrequenz ist für all jene wichtig, die Spiele mit schnellen Bewegungen spielen und hohe Präzision benötigen. Gaming-Monitore sind meistens mit höheren Bildwiederholungsraten ausgestattet als Fernseher, weil sie genau dafür produziert worden sind. Bei Gaming-Monitoren gibt es unter den aktuellen Modellen kaum noch Bildschirme mit weniger als 120Hz zu finden. 120Hz bedeutet, dass das Display 120 Bilder pro Sekunde liefert.

TV-Geräte wiederum verfügen zumindest in den niederen Preisklassen oft über eine deutlich niedrigere Bildwiederholrate und sind somit nur für langsame, gemächliche Spiele oder aber ältere Konsolen geeignet. Preisintensivere Fernseher verfügen jedoch auch über hohe Hertz-Werte.

Reaktionszeit

Die Reaktionszeit sagt aus, wie schnell Pixel von Schwarz zu Weiß oder von einer Graustufe auf die andere wechseln können. Zwar ist dieser Kennwert auch bei Filmen mit schnellen Kameraschwenkungen wichtig, doch für Gaming ist eine niedrige Reaktionszeit besonders wichtig. Zu hohe Reaktionszeiten verursachen nämlich ein unsauberes Bild und insbesondere bei schnellen Sequenzen und Bewegungen Motion-Blur (Bewegungsunschärfe) oder auch Ghosting-Effekte (Schlieren).

Moderne Monitore gibt es mit verschiedenem Panel-Typ. Zum einen TN-Panels, welche eine ultraschnelle Reaktionszeit von einer Millisekunde aufweisen oder aber dem weit verbreiteten IPS-Panel, bei dem sich die Reaktionszeit im Rahmen von etwa 4 Millisekunden bewegt – Bei älteren Modellen auch deutlich mehr. IPS-Panels haben gegenüber TN-Panels jedoch auch den Vorteil, dass der Betrachtungswinkel und die Farbechtheit deutlich besser sind. Dies ist auch der Grund dafür, dass TN-Panels für Fernsehgeräte nicht geeignet sind, da hier die Bildqualität und somit der Filmgenuss im Vordergrund steht und ein anderer Panel-Typ deshalb nicht infrage kommt.

Fernseher sind also insgesamt bei weitem nicht so sehr auf schnelle Reaktionszeiten optimiert, weshalb Fernseher eher selten mit deren Reaktionszeiten beworben werden, während dies bei Computer-Monitoren genau andersherum der Fall ist. Wird ein Fernseher nicht explizit als Gaming-TV beworben, kann man also getrost mit etwa 10ms Reaktionszeit oder auch mehr rechnen.

Wenn ihr eher Hobby-Gamer seid, dann ist es das Beste, wenn ihr euch ein paar Geräte im Laden anseht und abwägt, mit welcher Reaktionszeit ihr wohl am besten klarkommt. Seid ihr wettbewerbsorientierte Spieler und zockt vor allem schnelle Shooter, sollte die Reaktionszeit jedoch eine größere Rolle für euch spielen.

Input-Lag beim TV oft höher als am Monitor

Input-Lag

Der sogenannte Input-Lag ist die Verzögerung, die bei der Signalübertragung von eurer Grafikkarte im PC oder der Konsole aus zum TV-Display auftritt. Diese Latenz an sich ist nicht komplett eliminierbar, unterscheidet sich aber enorm zwischen Fernseher und PC-Bildschirm. Auch einzelne Modelle in den beiden Kategorien selbst unterscheiden sich stark, wenn es um den Input-Lag geht.

Fürs Fernsehen ist diese Latenz von einigen Millisekunden natürlich irrelevant, doch bei Videospielen, kann dieser enorm stören. Bei TV-Geräten muss das Rohsignal von Konsole oder PC oftmals durch eine Reihe an Bildoptimierungsprozessen. Hierbei reguliert das Gerät beispielsweise die Farbsättigung oder fügt dem Bild HDR-Effekte hinzu. Diese Art von Processing vom übertragenen Bild wird beim PC-Monitor grundsätzlich so minimal wie möglich gehalten, da der Nutzer für bessere Performance gerne auf ein wenig Farbqualität und optischen Spielereien verzichtet.

So kann man den Input-Lag minimieren

Jedes TV-Gerät oder Monitor verfügt über ein separates Menü, in dem ihr Bildeinstellungen für euer Display vornehmen könnt. An den Farbeinstellungen wie Helligkeit, Sättigung oder Ähnlichem bringt es nichts herumzuprobieren. Jedoch besitzen moderne Geräte, egal ob Computermonitor oder TV, diverse Bildverbesserungs-Modi. Wenn ihr diese ausschaltet, könnt ihr den Input-Lag in den meisten Fällen deutlich reduzieren. Wie bereits erwähnt, ist dies insbesondere bei Fernsehern oftmals nötig, da die Latenz dort mit angeschalteten Bildoptimierungs-Modi spürbar hoch ist. Bei einem Monitor eher weniger

Am PC-Bildschirm haben wir beim normalen Office-Gebrauch keine Unterschiede bemerkt. Doch beim zocken macht sich der Unterschied definitiv bemerkbar.

Auch softwaregestützte Bildsynchronisations-Funktionen sollte man ausschalten, wie beispielsweise V-Sync (!). Diese reduzieren zwar sog. “Tearing”, aber kosten eben auch weitere Zeit in der Bildverarbeitung. Nvidias G-Sync, welches hardwaregesteuert ist, ist die #1-Wahl für jeden Gamer.

Gibt zwischen HDMI und Displayport einen Unterschied beim Input-Lag?

Kurzum: Nein. Die Datenübertragungsrate beider Verbindungsarten sind mehr als ausreichend hoch, um keine erwähnenswerte Bildverzögerung auszulösen. Der aktuelle Standard Displayport 1.4 bietet jedoch den Vorteil, dass ihr 8k-Auflösung mit 60HZ übertragen könnt, während HDMI 2.0 “nur” 4K mit 60HZ unterstützt und Full-HD sowieso. Ob HDMI oder Displayport benutzt wird, ist also nur für richtige 8k-Hardcoregamer von Bedeutung – und Hand aufs Herz, wer ist das schon. Für Bei einer Konsole ist der Vergleich sowieso hinfällig, da ihr hier anders als beim PC, an eine fixe Auflösung gebunden seid. Freunde von Konsolen können diesen “Nicht-Faktor” also erst recht ignorieren.

G-Sync bei Gaming-Monitor oder Fernseher

Nvidia G-Sync

Wie ihr wisst, habt ihr in Spielen eine gewisse Anzahl an FPS, die je nach Stärke eurer Hardware höher oder niedriger ausfällt. Doch Displays von PC-Monitoren und Fernsehern haben ebenfalls eine fixe Bildwiederholdungsrate. Stimmt diese mit eurer aktuellen FPS beim zocken nicht überein, so kann es zum sogenannten “Tearing”-Effekten kommen, da der eine Wert nicht mit dem anderen übereinstimmt. Dadurch wirkt euer Bild eher zäh und ungeschmeidig und besonders bei hoher Auflösung und Bildschirmgröße fällt dieses Problem optisch stärker auf. Nvidias aktueller Standard namens G-Sync tritt diesem Problem hardwaregesteuert entgegen.

Jedoch muss euer PC-Monitor oder Fernseher eine G-Sync-Unterstützung bieten, um davon Gebrauch zu machen, sonst habt ihr weiterhin kein möglichst flüssiges Erlebnis auf eurem Display.

Viele moderne Gaming-Monitore sind mit Nvidias G-Sync-Unterstützung ausgestattet. Bei Fernsehern im niederen Preis-Segment ist dies aber seltener der Fall, da TV-Geräte nicht primär für Gaming konzipiert sind. Anders als bei einem Kinofilm, ist der Unterschied zwischen G-Sync und gar keiner Synchronisation der beiden Bildwiederholungsraten beispielsweise bei einem Ego-Shooter.

So manch modernes TV-Gerät verfügt jedoch über G-Sync, was einen Fernseher im Vergleich zum Gaming-Monitor also nicht völlig disqualifiziert.

Fernseher gibt es mit größerer Bildschirm-Diagonale

Bei den Bildschirmgrößen unterscheiden sich Monitor und Fernseher natürlich enorm. Während ein Computerbildschirm in der Regel auf den Schreibtisch kommt und der Abstand zu den Augen somit geringer ist, steht das TV-Gerät für gewöhnlich im Wohnzimmer.

Möchtet ihr gern auf dem heimischen Sofa sitzen, weil ihr vielleicht Konsolenspieler seid oder auch einfach nur euren Gaming-Laptop angeschlossen habt, dann seid ihr mit einem großen Fernseher natürlich viel besser bedient. Zwar gibt es auch Gaming-Bildschirme von stattlicher Größe, welche jedoch oftmals extrem teuer sind.

Der Vorteil einer großen Bildschirmdiagonale ist aber natürlich, dass eine niedrige Auflösung eher auffällt als die eines kleinen Monitors – Natürlich je nachdem, wie weit ihr entfernt sitzt .

Mehr Einstellungsmöglichkeiten und lebhaftere Farben als am Monitor

Natürlich ist es für die meisten Hersteller völlig unsinnig, ihre Monitore mit unnötig vielen Einstellungsmöglichkeiten bezüglich Farbwiedergabe, HDR und anderen Spielereien auszustatten. Denn dies lässt sich längst alles mit der Grafikkarte in euren PCs beeinflussen. Was die Lebhaftigkeit der Farben anbelangt, so können jedoch viele der etwas teureren Gaming-Monitore auch schon mit einem guten Fernseher mithalten. Das war vor einigen Jahren jedoch noch nicht so.

Doch für die Konsolenspieler unter euch kann dies von Nachteil sein, wenn ihr an solchen Einstellungen herumprobieren möchtet. Wie im Verlauf des Artikels bereits erwähnt, wirkt sich der Mangel an Einstellungen jedoch positiv auf den Input-Lag aus.

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