GameStick

Der Hauptteil der Konsole - ein HDMI-Stick. (Foto: Super M Ltd /  PlayJam)
Der Hauptteil der Konsole – ein HDMI-Stick. (Foto: Super M Ltd / PlayJam)

Es scheint, als würden zahlreiche neue Spielkonsolen wie Pilze regelrecht aus dem Boden sprießen. Möglich wird dies wohl durch Crowdfunding-Portale und offene Plattformen wie zum Beispiel Googles mobiles Betriebssystem Android. Auf beides setzt auch das Unternehmen PlayJam, das in der Gamesbranche kein unbeschriebenes Blatt ist.

Aber was  steckt hinter dem sogenannten GameStick, für den die Erfinder 100.000 US-Dollar bei Kickstarter sammeln? Im Grunde ist das Konzept nicht (mehr) neu: Zum einen besteht die Konsole aus einem HDMI-Stick, der den gesamten Computer und Betriebssystem auf winzigem Raum vereint. Dieser wird an einen typischen HDMI-Ausgang eines modernen Fernsehers gesteckt. Die zweite Komponente ist ein Bluetooth-Controller mit zwei Analogsticks, Steuerkreuz und Buttons. Zusammen ergibt sich eine kleine Spielkonsole, die flexibel sein soll – und auch noch günstig. Wer jetzt schon Geld vorschießt, zahlt im „Vorverkauf“ 79 US-Dollar (60 Euro).

Die Macher von PlayJam sind vor allem im Casual- und Social-Games-Segment seit geraumer Zeit aktiv. Sie statten SmartTV-Geräte mit Spielen aus und arbeiten mit TV-Herstellern (LG, Samsung etc.) zusammen. Mit dem GameStick möchte man nun eine eigene Spielkonsole anbieten, wobei diese technisch kaum beeindrucken dürfte. Und wie bei OUYA und CO.wird Android 4.1 Jelly Bean das verwendete Betriebssystem sein. Witzig: Ist man unterwegs, steckt man den HDMI-Stick einfach in den Controller ein und spart jede Menge Platz. Hätte das Gamepad einen eigenen Display, wäre die Idee sicher etwas reizvoller gewesen.

Immerhin ist der Preis verlockend, genauso werden Entwickler mit einem kostenlosen SDK (Software-Entwickler-Kit) angesprochen.  Schon jetzt unterstüzen diverse Studios den GameStick, darunter Madfinger Games („Shadowgun“, „Dead Trigger“), First Star („Boulder Dash XL), Supersecret Software („Cannabalt“), FGOL („Hungry Shark“) oder Relentless Software („Blue Toad Murder Files“).

Weiterhin heißt es, dass man schon jetzt in der Beta-Phase der Entwicklung ist und einen funktionierenden Prototypen besitzt. Gefeilt wird noch am endgültigen Design. Zugriff wird man wohl nicht direkt auf Google Play erhalten, vielmehr laden sich Spieler neue Apps über ein spezielles PlayJamGames Network – so hat es zumindest den Anschein.

Was genau technisch in der Konsole steckt? Verbaut wird ein AMlogic 8726-MX-Prozessor, der auf 1GB RAM und 8GB Flash-Speicher zugreifen kann. Bluetooth 4.0 und WIFI 802.11 b/g/n gibt es auch – also keine weltbewegenden Dinge.

Unabhängig davon würde ich den GameStick nicht unterschätzen. Mit einem niedrigen Preis könnte sich die Konsole womöglich durchsetzen – bei Gelegenheitsspielern oder Familien. Weitere Details könnt ihr auf Kickstarter.com erhaschen. Dort schießt ihr, wenn ihr mögt, euer Geld vor. Im April 2013 soll die Auslieferung der Konsole erfolgen.

3 Kommentare
  1. […] Zum Original Blog GamingGadgets […]

  2. Tobi sagt

    Interessantes Teil, die Android-Konsolen sprießen ja nur so hervor. Allerdings sind eSfere und OTON ja quasi schon gefloppt…

    Schade, dass Kickstarter ausschließlich Kreditkarten akzepziert.

  3. Gamestick | topfree.de

    […] Gamestick – Trailer (Kickstarter) (3:45) Berichte: golem.de, gaminggadgets.de, gameplorer.de Schlagwörter: gamepad, kickstarter, spielekonsole, […]

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