Google Cardboard

Kaum zu glauben, dass es Google mit der hauseigenen Cardboard-VR-Brille wirklich ernst meint. Das Papp-Teil für virtuelle Welten eignet sich nun auch für größere Android-Smartphones und Äpfel.

Google Cardboard geht in die nächste Runde. Das zweite Modell besteht weiterhin aus Pappe und setzt voll und ganz auf Offenheit. Das heißt, jeder kann sich diese VR-Brille bauen – diverse Hersteller boten bereits ihre Version der ersten Generation der Peripherie an. Die Neuerungen sind aber auch praktisch: Smartphones mit bis zu 6-Zoll-Displaygröße werden jetzt unterstützt, ebenfalls dürfen erstmals iOS-Nutzer die Brille verwenden. Denn Google unterstützt neuerdings nicht nur das hauseigene Android, eine App für iPhone und iPod Touch veröffentlichte der Konzern pünktlich zum Start der gestrigen Google I/O bei iTunes.

Nach wie vor Pappe. (Foto: Google)
Nach wie vor Pappe. (Foto: Google)

Erfolgreiche Pappe

Das DIY-Headset soll Google zufolge bereits von über eine Million Menschen weltweit genutzt werden, das Update besitzt noch weitere Verbesserungen. Ein großer Knopf ersetzt den magnetischen Ring und soll für alle Smartphones geeignet sein. Und es seien nur noch drei Schritte nötig, um die VR-Brille zusammenzubauen.

Spannend wird außerdem die Zukunft: VR-Inhalte sollen unter anderem mit dem Actioncam-Hersteller GoPro entstehen, der ein System in Planung hat, in dem 16 Kameras 360-Grad-Bilder „einfach“ aufnehmen können. Google selbst stellt einen Assembler bereit, der Videomaterial in 3D-Szenen umwandelt. Das alles läuft unter dem Namen JUMP und soll ein Service werden, der Content für Cardboard (und sicher andere 3D-Brillen) bereitstellt – unter anderem über Youtube.

16 GoPro-Kameras erzeugen 3D-Inhalte. (Foto: Google)
16 GoPro-Kameras erzeugen 3D-Inhalte. (Foto: Google)

Und nicht genug: Google hat mit Expeditions Schulklassen im Visier, die virtuell mit Cardboard Ausflüge unternehmen. Der Lehrer steuert hierbei die gezeigten Schauplätze, die Schüler sehen also alle das Gleiche. In den USA möchte der Konzern sogar Schulen passende Sets zur Verfügung stellen. Schöne Sache.

Generell solltet ihr Cardboard im Auge behalten: Low-Cost-VR wird dank steigender Leistungsfähigkeit der Smartphones immer attraktiver. Google ist ohnehin bemüht, das Konzept weiter auszubauen. Ein Entwickler-SDK soll ebenfalls folgen – und schon jetzt gibt’s für Android ja eine große Auswahl an Spielen und Software. Und das alles für wenig Geld?

Weitere Details bekommt ihr direkt bei Google. Dort könnt ihr euch die Bauanleitung herunterladen oder von anderen Firmen erhältliche Bastelsets zulegen.

18 Kommentare
  1. Juliane sagt

    Das erinnert mich irgendwie an eine Camera Obscura, cool!

    1. Sven sagt

      Im Grunde ja. Funktioniert nur komplett anders. :D

  2. Juliane sagt

    Ist ja immer so bei Erfindungen :)

    1. Sven sagt

      Stimmt. :P (Was machst du denn hier? :) )

  3. […] Design ist komplett frei verfügbar und kann von jedem Unternehmen übernommen werden. Die neueste Cardboard 2.0-Fassung, auf der auch OnePlus Cardboard basiert, unterstützt erstmals Geräte für iOS. Für Android ist […]

  4. […] für Alltag und Gaming (Stichwort HoloLens) besitzt oder die Leute höchstens Billig-Lösungen wie Cardboard akzeptieren würden? Bei der Papp-Brille, die man in den Händen hält, ist die Angst vor […]

  5. […] nutzt bereits eine Samsung Gear VR, wundert euch aber darüber, dass Apps für Google Cardbard nicht funktionieren? Mit diesem Trick klappt es doch. Und das ganz ohne […]

  6. […] das schon zu sein: Das Cardboard Home Cinema besteht zum Großteil aus Pappe, vergleichbar mit der Google Cardboard-VR-Brille. Auch hier setzt ihr beispielsweise ein iPhone (ab 5) oder besser ein iPad Air bzw. iPad […]

  7. […] mit sogenannten Erlebniskarten und einer Virtual-Reality-Brille, die vollständig zu Googles Cardboard kompatibel ist. Die Aktualisierung bringt ein paar Verbesserungen mit, die sinnvoll sind: Ein […]

  8. […] im Apple AppStore und im Google Play Store fündig. Denn der Mattel View-Master ist volländig zu Google Cardboard kompatibel, was bedeutet: Ihr dürft ebenfalls zahllose Apps wie Spiele, Grafikdemos und […]

  9. […] nutzt man Teile der Happy Meal-Verpackung, um aus dieser eine Virtual Reality-Brille im Stil von Google Cardboard zu basteln. Dazu entfernt ihr eine Hälfte der Hülle sowie ein paar vorgesehene Aussparungen, […]

  10. […] Webseite kostenlos zum Download anbieten. Mit dabei sind sogar zwei VR-Games, diese sind mit „Cardboard“ […]

  11. […] gilt nicht nur als Cardboard-Nachfolger, sondern auch als Konkurrent für Samsungs Gear VR und ähnlich geartete VR-Lösungen für mobile […]

  12. […] funktioniert der Quatsch auch? Ja, durchaus, denn der Einschub für das Mobiltelefon ist vorhanden, Cardboard-Apps können verwendet werden. Aber bequem sieht mir das alles nicht aus. Besser ist es wohl, das Teil […]

  13. […] Pappe entsteht das Gehäuse, Schaumstoff ist für die Polsterung gedacht. Das Resultat kann für Google Cardboard-VR-Apps genutzt werden, entsprechendes Smartphone vorausgesetzt. Das muss schließlich in dem Teil […]

  14. […] Welt redet von Virtual Reality, aber ihr habt bisher höchstens mal eine Google Cardboard getestet? Jetzt kommt die Oculus Rift quasi zu euch nach […]

  15. […] auch die bereits vor geraumer Zeit angekündigte VR-Lösung Daydream, die als Nachfolger der Cardboard-Brillen angesehen werden kann. Daydream View ist die offizielle Brille des Konzerns, die auf die […]

  16. […] in die virtuelle Realität. Das Basisset ermöglicht euch den Bau einer VR-Brille im Stil von Google Cardboard, nur dass eure Konsole in die Papp-Apparatur gesteckt […]

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