Google Stadia: Viele Nutzer sind unzufrieden mit dem Rückerstattungsprozess

Im September dieses Jahres gab Google bekannt, dass man das Projekt Stadia einstellen würde. Es handelte sich um einen hauseigenen Cloud-Gaming-Dienst, mit dem man der Konkurrenz das Fürchten lehren wollte. Der große Erfolg blieb jedoch aus und so wurde das Projekt kurzerhand eingestampft. Das Versprechen: Nutzer sollten Gutschriften für die gekaufte Hardware und die Nutzungsrechte der Games erhalten.

Wurde das Versprechen gehalten?

Schaut man sich ein wenig im Netz um, dann hat es sich Google wohl leicht gemacht. So berichtet der Twitter-Nutzer -gone-, dass er zwar eine Gutschrift in Höhe von 290 US-Dollar erhalten habe, aber diese innerhalb von 70 Tagen ausliefe. Zugleich handele es sich lediglich um Guthaben, das nur im App Store einsetzbar sei.

Dabei gibt er an, dass er in den letzten 13 Jahren nur 9 US-Dollar im App Store ausgegeben habe, wieso sollte er jetzt deutlich mehr in 70 Tagen ausgeben?

Das Problem ist die Zahlungsmethode

Während einige Nutzer anscheinend ihre Erstattung mit der Zahlungsmethode zurückerhalten, mit der bezahlt wurde, also PayPal oder Kreditkarte, erhalten andere wie beim User -gone- in Play Store-Guthaben zurück. Damit letzterer Fall eintritt, reicht es wohl schon, dass das jeweilige Game auch nur anteilig mit Play Store-Guthaben gekauft wurde.

Davon abgesehen haben viele Nutzer damals aus Bequemlichkeit immer schön Guthaben mit Google-Play-Karten gekauft. Das waren nicht wenige und genau diese erhalten eben jetzt auch besagtes Play-Guthaben. Das Problem: Nicht wenige User verfügen jetzt über ein riesiges Play-Guthaben, das sie aber gar nicht verwenden können.

Rein rechtlich wird man hier wohl nicht viel machen können, zumal es sich laut Google um eine freiwillige Rückerstattung handelt. Die Krux bei der Sache ist ohnehin, dass die Nutzer kein Eigentum an den Spielen erworben haben, sondern lediglich ein Nutzungsrecht.

Rechtslage ist schwierig

Wollte man hier klagen, dann würde man wohl Neuland betreten. Wenn es sich um digitale Inhalte im Netz dreht, ist insbesondere die deutsche Gerichtsbarkeit noch relativ unerfahren. Immerhin hat man mit den §§327i, 327k des BGB die Problematik von digitalen Inhalten zu erfassen versucht.

Geht man rein nach diesem Paragrafen, dann würde die sogenannte Bereitstellung durch Google entfallen. Daraus ergeben sich für den Verbraucher dann Ansprüche gegen Google. Dem gegenüber stehen aber dann wieder zahlreiche Formulierungen der Google-Nutzungsbedingungen. Hier wirklich zu klagen, würde wohl Jahre dauern und außerdem müsste man ziemlich viel Geld vorschießen.

Google bessert hoffentlich nach

Geht man nach Twitter und Co dann häufen sich derzeit die Beschwerden bei Google. Insofern kann man nur hoffen, dass man hier zeitnah nachhelfen wird und die treuen User, die Stadia stets supportet haben, nicht im Regen stehen lässt.

Google hat seinerzeit extra eine FAQ-Seite für die damaligen Stadia-User eingerichtet. Hoffentlich wird diese Seite bald ein kleines Update erfahren und Klarheit schaffen.

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