IndieGO!

Linux-basierte Retro- und Indie-Spielkonsole

12. Februar 2013 • 12:03 Uhr

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Noch eine Spielkonsole? Es scheint, als sei es mittlerweile eine Leichtigkeit, dank Crowdfunding eine solche realisieren zu wollen. Doch nicht alle Projekte sind so erfolgreich wie Ouya oder der GameStick – Stichwort eSfere oder OTON. Wo die jetzt vorgestellte Konsole IndieGO! am Ende der Finanzierungsphase landet? Das wird sich zeigen.

Das Ziel von Pascal Papara vom Open Invention Network und einigen Kollegen ist es, 700.000 Euro beim Crowdfunding-Portal Indiegogo zu sammeln. Doch auch wenn diese Summe nicht erreicht wird, soll die IndieGO! getaufte Spielekiste im Mai 2013 erscheinen – für vermutlich an die 350 Euro. Auch der Verkaufspreis ist abhängig vom Erfolg bei Indiegogo. In der Theorie klingt IndieGO! sehr spannend, verspricht man uns doch die perfekte Konsole für Retro-Freunde und Independent Games-Liebhaber.

Denn IndieGO! soll in der Lage sein, dank Emulatoren quasi alles abzuspielen, was in der Vergangenheit von Relevanz war. Der Clou ist zusätzlich: Legt ihr eine originale Disk ein, startet das Spiel selbständig. Vorausgesetzt, ihr habt noch Disks für den Amiga (CD32) oder MS-DOS parat. Zudem unterstützt das Gerät Windows (vermutlich Wine) sowie Linux, sodass ihr auch zahlreiche Client-Programme wie Steam oder Desura nutzen könnt. Die Software-Basis ist übrigens eine stark modifizierte Variante der Linux-Distribution Ubuntu, die Elemente des inoffiziellen AmigaOS-Nachfolgers AEROS sowie eine eigenständige Benutzeroberfläche besitzt. In jedem Fall ist von einer „offenen Spielkonsole“ die Rede, die euch jeden  gewünschten Zugriff verspricht – vom Klassiker bis hin zu aktuellen Hits. Später ist auch ein eigener Onlinestore geplant, bis dahin nutzt ihr bestehende Software.

Auch technisch klingt IndieGO! reizvoll. Verbaut wird wird ein 3,6GHz schneller Quadcore-Prozessor – vermutlich von AMD. Hinzu gesellen sich eine AMD Radeon HD-Grafikkarte (nicht näher spezifiziert), 4GB RAM, ein DVD-Laufwerk, sechs USB 2.0-Steckplätze, SDHC-Slot, HDMI-Ausgang, 7.1 Audio und eine 250GB Festplatte. Wenn die 700.000 Euro zusammen kommen, soll die Ausstattung sogar besser werden, unter anderem könnte es ein Blu-ray-Laufwerk werden. Ein spezieller Controller ist übrigens nicht geplant, vielmehr sollen Käufer einen Xbox 360-Gamepad für Windows nutzen – oder eben ein beliebiges anderes Gamepad.

Als Unterstützer könnt ihr bei Indiegogo Geld für die IndieGO! vorschießen. Ab 349 Euro werdet ihr Beta-Tester und erhaltet eine Konsole. Die geringeren Einstiegssummen werden euch später teils bei einem Kauf gutgeschrieben, sozusagen funktionieren sie wie Gutscheine. Aber da IndieGO! ja so oder so verkauft werden soll, stellt sich natürlich die Frage, wieso ihr jetzt euer Geld investieren sollt. Hier spricht man nur vom „Sparen“ bzw. einem geringeren Verkaufspreis.

Witzig ist übrigens, dass die Verantwortlichen auf der Indiegogo-Seite ihre Daddelkiste als „Steambox“ bezeichnen und sie viel mehr leisten könne als OUYA. Irgendwie gefällt mir das Konzept auch gut. Weitere Details gibt’s auch auf der offiziellen Webseite.

(via nemesiz)

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 13:38 Uhr

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