Lexus Hover

Vor zwei Monaten deutete der japanische Luxuskarossen-Hersteller Lexus bereits sein Hoverboard an. Die Erfindung ist keinesfalls ein Gag, denn sie funktioniert wirklich! Und zwar so…

Schon Ende Juni deutete sich die Technologie an. Jetzt bestätigten es die Verantwortlichen noch einmal: Das Lexus Hover setzt auf Supraleiter, die eine extrem hohe Temperatur besitzen und dadurch mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden. Diese wiederum sind in der Lage, auf magnetischen Oberflächen eine Bewegung zu ermöglichen. Letztlich wird diese Magnetschwebetechnik (Magnetic Leviation im Englischen) in ähnlicher Form auch bei Magnetschwebebahnen verwendet.

https://youtu.be/ZwSwZ2Y0Ops

Einschränkungen. Zwangsläufig.

Das Hoverboard ist also an bestimmte Bedingungen gebunden: Nötig ist stets ein besonderer Untergrund, in dem sich Magnete befinden. Ist das der Fall, kann das aus Bambus gefertigte und 12 Kilogramm schwere Gerät über dem Boden schweben und sogar das Gewicht eines Menschen „tragen“. Vorteil: Energie wird nicht benötigt, einzig der Vorrat an Stickstoff sollte im Auge behalten werden. Im Optimalfall schwebt das gute Stück sogar über Wasser – schaut euch das Video oben an. Krass.

Nicht ganz ungefährlich bei einer noch nicht ausgereiften Technik. (Foto: Nexus)
Nicht ganz ungefährlich bei einer noch nicht ausgereiften Technik. (Foto: Nexus)

Deutsche Erfindung

Die Idee stammt übrigens aus Deutschland, genauer aus Dresden: Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) und das Unternehmen Evico arbeiteten 18 Monate an dem Hoverboard, finanziert wurde der Prototyp von Lexus. Der zahlte wohl auch das Geld für einen Testparcour in Barcelona, der zuerst in Sachsens Landeshauptstadt entworfen sowie gefertigt und dann in die spanische Großstadt transportiert wurde. Dort dürfte der Profi-Skater Ross McGouran zeigen, was er kann. Für ihn war es offenbar eine neue Erfahrung, denn einige Male fiel er auf seinen Hintern. Aber als Sportler ist ihm das wohl nicht neu.

https://www.youtube.com/watch?v=q_BYvUlDviM

Klar ist eines: Wie bei „Zurück in die Zukunft“ wird das Lexus Hoverboard wohl auch in Zukunft nicht problemlos genutzt werden können. Laut Bloomberg könne der Autohersteller nicht einmal beziffern, wie teuer ein solches Fortbewegungsmittel wäre, sollte es mal in Serie hergestellt werden. Davon abgesehen könnten wir es eben nie ganz normal auf der Straße verwenden. Und so richtig sicher fühlt sich die Stickstoff-Lösung auch nicht an.

Trotzdem: Ich finde die Idee großartig. Mal schauen, ob es in einigen Jahren noch andere Ideen in der Richtung gibt….

1 Kommentar
  1. […] der mit seinem Mr. Hoverboard in der Tat einen interessanten Ansatz abliefert. Hier kommen keine Supraleiter oder Magnet-Bahnen zum Einsatz, sondern handelsübliche Laubbläser. Diese werden in ein […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.