LightUp Faraday Kit

Programmieren und Elektronik spielerisch lernen

13. Mai 2015 • 13:12 Uhr

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Sieht abstrakt aus? Ist es aber nicht. (Foto: lightup.io)

Elektrizität, Bastelei und Programmieren am Tablet – das LightUp Faraday Kit ist ein erstaunlich flexibles System, um Kids Technik näher zu bringen.

Vor rund zwei Jahren sammelten die Erfinder von LightUp bei Kickstarter über 120.000 US-Dollar ein, um einen elektronischen Baukasten mit Augmented-Reality-Funktionen zu erschaffen. Jetzt geht es mit dem LightUp Faraday Kit weiter, das in vielerlei Hinsicht viel spannender ist. Denn hier erhalten Nutzer echte Bauteile, um so Stromkreisläufe herzustellen, Musik zu erzeugen oder gar simple Roboter zum Leben zu erwecken. Eine kleine Musik-Box zum Beispiel. Oder eine Tee-Uhr bzw. einen Wecker.

So werden Stromkreise gebaut. (Foto: Lightup.io)
So werden Stromkreise gebaut. (Foto: Lightup.io)

Viele Möglichkeiten

Was mir an dem LightUp Faraday Kit besonders gefällt: Hier kommen etliche Aspekte sinnvoll zusammen: Das Tablet dient der Programmierung erstellter Schaltkreise, über eine einfache Oberfläche werden Funktionen mittels Drag&Drop erstellt. Sollte etwas an der eigenen Idee nicht stimmen, gibt die App auf dem Tablet via Augmented Reality Tipps, was womöglich schiefgelaufen ist. Und zugleich erhalten Spieler sehr viel Freiraum, weil sie über Magnetismus die Komponenten zusammenfügen. Durch zusätzliche Expansion Packs können die Konstruktionen erweitert und mit neuen Fähigkeiten wie Motoren oder Sensoren ausgestattet werden. Sehr nett.

Das LightUp Faraday Kit richtet sich an ein jüngeres, aber technikaffines Publikum, das gerne experimentiert, baut und von den Eltern Unterstützung erhalten möchte. Denn dank Kompatibilität zur Arduino-Plattform sind optional auch sehr viel anspruchsvollere Anwendungen denkbar – entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt. Die App verfügt ebenfalls über Spiele und ist sogar darauf ausgelegt, dass Kinder mal Fehler machen – um aus diesen zu lernen. Ein cleverer Ansatz.

Wie schon beim ursprünglichen LightUp soll die Finanzierung über Kickstarter erfolgen. Gefällt euch das LightUp Faraday Kit, könnt ihr euch einen Baukasten für 79 US-Dollar bzw. 89 US-Dollar sichern. Der Versand nach Europa kostet noch einmal 30 US-Dollar, ihr zahlt insgesamt also etwas über 100 Euro. Weitere Expansion Packs liegen bei jeweils 30 US-Dollar. Ich finde, das geht eigentlich noch.

Zusätzliche Infos bekommt ihr bei Kickstarter und auf der Webseite lightup.io. Die Zielsumme von fast 100.000 US-Dollar ist zwar recht hoch angesetzt, dürfte aber erreicht werden.

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