Lost in Random: Das kreativste Spiel 2021? – Wir haben es für euch getestet

Wer noch nicht vom EA Original: Lost in Random gehört hat, sollte sich diesen Review auf keinen Fall entgehen lassen. Lost in Random ist EA’s neuestes Singleplayer-Third-Person-Action-Adventure, das vor Kreativität und neuen Ideen nur so strotzt.

Lost in Random ist über folgende Plattformen verfügbar:

PC,PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S

Wir haben Lost in Random an der PS4 getestet.

Die Story:

Lost in Random Story

Wir steuern das mutige Mädchen Even, dass auf der Suche nach ihrer Schwester Odd ist, die an ihrem zwölften Geburtstag von der bösen Königin des Reiches Random entführt wurde.

Wenn ein Kind seinen zwölften Geburtstag feiert, entscheidet der schwarze Würfel der Königin von Random über sein Schicksal und stellt fest, in welchem der drei Gebiete das Kind fortan leben wird.

Das Königreich Random besteht insgesamt aus 6 Reichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und Even’s Schwester Odd wird ausgerechnet nach Sechstopia verschleppt, das Königreich, das am weitesten von Odd’s Familie entfernt ist.

Sechstopia ist die Heimat der Königin und könnte nobler nicht sein. Wer in Sechstopia lebt, der kann es im Leben nicht besser treffen und kehrt deshalb nie mehr zurück, doch Even spürt, das etwas an den Geschichten nicht stimmen kann und das es ihrer Schwester allein in Sechstopia alles andere als gut geht und macht sich daher auf die beschwerliche Reise, ihre Schwester zurückzuholen.

Even in Random

Auf ihrer Reise durch die 6 Reiche trifft sie Dicey, einen magischen Würfel, der sich noch als besonders nützlich erweisen wird. Das besondere daran? Dicey scheint der letzte magische Würfel in Random zu sein, denn alle Würfel außer dem schwarzen Würfel der Königin wurden im Keine-Würfel-Krieg zerstört.

Even’s Reise nach Sechstopia beginnt in Einsfelden, ihrer und Odd’s Heimat. In Einsfelden lebten sie gemeinsam mit ihren beiden Eltern. Wenn man Einsfelden beschreiben müsste, wäre „Müllhalde“ wahrscheinlich das passendste Wort.

Denn in Einsfelden wird der Müll aller anderen Reiche abgeladen und die Bewohner, die sogenannten Einser, haben die Aufgabe, diesen Müll zu sortieren, so das alles Wertvolle, das sich darunter verbergen könnte, zurück an die Königin geschickt werden kann.

Einsfelden ist das am wenigsten angesehene Reich, die Einser leben in Armut und werden es nie wirklich zu etwas bringen, doch Even und Odd lieben ihre Heimat trotz allem. Um ihre Schwester aus den Fängen der Königin zu befreien, muss Even also erst alle Reiche durchqueren.

Dicey

So kommt sie durch Zwei-Stadt, einer verdrehten Stadt voller gespaltener und interessanter Persönlichkeiten und durch Dreiheit, wo ein großer Bürgerkrieg herrscht, seit der König von Dreiheit ermordet wurde. 

Ihr Weg führt sie weiter nach Vierburg, einer zerstörten Stadt, die voller Gefahren lauert und in der das Chaos herrscht und bevor Even Sechstopia erreichen kann, verschlägt es sie auch nach Fünftopia, ein Land, in dem einst die Magie innewohnte, doch auch Fünftopia hat sich nach dem Keine-Würfel-Krieg zum Negativen verändert.

Even’s Geschichte wird zudem von einem Erzähler begleitet, die Kommentare des Erzählers und auch die Dialoge mit den einzelnen Bewohnern sind dabei besonders abwechslungsreich und teilweise wirklich witzig.

Charaktere und Umgebung:

Lost in Random bietet nicht nur 1A Storytelling, sondern auch ein großartiges Design. Lost in Random erinnert sehr an das beliebte Little Nightmares, es ist düster, aber trotzdem wunderschön anzusehen, auch ein Tim Burton Film wie Alice im Wunderland dient hier als perfekter Vergleich.

Die einzelnen Reiche und Charaktere erinnern an eine atemberaubende Traumwelt, die sich nur die kreativsten Köpfe ausdenken können.

Das Design der einzelnen Bewohner ist anders und verspielt, manche besitzen mehrere Augen, andere haben den Kopf eines Fisches, wieder andere tragen ihren Mund auf der Stirn, auch das Design der Boss-Gegner lädt zum Staunen und auch zum Fürchten ein.

Lost in Random Charaktere

Die Reiche, so düster sie auch sind, quellen nur so über mit liebevollen Details. Im ärmlichen Einsfelden beispielsweise leben die Bewohner in großen Teekannen, die zu Häusern umfunktioniert wurden und in Zwei-Stadt gibt es nicht nur die einfache Stadt am Boden, sondern es gibt noch eine weitere Stadt am Himmel, die verkehrt herum ist. 

Die normalen Gegner, auf die wir unterwegs treffen, wiederholen sich dafür leider ständig, da hätte man gerne noch eine Schippe Kreativität mehr drauf legen können, denn das ist nur eine der Baustellen, warum das Kampfsystem nicht so gut ankommt, dazu aber später mehr.

weitere Charaktere

Gameplay allgemein:

Lost in Random ist ein reines Singleplayer-Spiel und ist relativ linear, hier und da können wir in den einzelnen Reichen allerdings leicht vom Pfad abweichen, um Nebenquests zu absolvieren und um Geheimnisse zu entdecken.

Die Hauptstory und die Nebenquests machen Spaß, werden allerdings durch die ewig langen Kämpfe immer wieder unschön unterbrochen.

Das Kampfsystem:

lost in random kampfsystem

Eins muss man EA lassen, mit diesem Kampfsystem traut man sich was. Das Gute daran? So etwas gab es noch nie. Wir bekommen hier also kein stumpfes Hack’n’Slay geboten oder typische rundenbasierte Kämpfe, wie wir sie aus allgemein bekannten RPG’s kennen, sondern eben etwas brandneues.

Wie funktioniert das besondere Kampfsystem?

Auf unserer Reise sammeln und kaufen wir verschiedene Karten und jede Karte steht dabei für eine andere Aktion im Kampf. Dabei dienen manche Karten der Defensive und manche der Offensive

Um die Aktionen der Karten ausführen zu können, müssen wir erst mit Dicey eine Zahl würfeln, doch bevor wir das tun können, müssen wir mit einer Steinschleuder erst einmal Kristalle von den Körperteilen unserer Gegner abschießen, haben wir genug gesammelt, ist Dicey aufgeladen und es kann gewürfelt werden.

In unserem Deck befinden sich maximal 15 Karten, wobei wir das Deck selbst zusammenstellen können, so entsteht für jeden Spieler eine andere Spielweise.

lost in random karten

Welche Karten der 15 allerdings im Kampf gezogen werden, unterliegt jedoch dem Zufall, so auch die Zahl, die Dicey würfelt, diese Zahl gibt unsere Aktionspunkte an, wobei jede Karte eine unterschiedliche Menge benötigt, um ausgespielt werden zu können. 

An sich macht das Kampfsystem Spaß und klingt komplizierter, als es schlussendlich ist, doch kommen wir zu den großen Nachteilen:

Ein ganz normaler Kampf kann in Lost in Random auf normaler Schwierigkeitsstufe über 20 Minuten dauern, was auf Dauer tatsächlich eher anstrengend wird, vor allem da wir meist mit den immer gleichen Gegnern konfrontiert werden.

Schaden machen wir nur mit bestimmten Karten, je nachdem welche der Zufall für uns vorsieht, kann es auch schon mal dauern, bis wir den Gegner überhaupt effektiv angreifen können. Während wir auf eine gute Aktion warten, gilt es also ständig auszuweichen und Kristalle abzuschießen.

Würfeln wir, wird die Zeit jedes Mal angehalten, natürlich macht das Sinn, damit wir uns in Ruhe für die richtigen Aktionen entscheiden können, doch bei einem 20-minütigen Kampf fühlen sich die ständigen Spielunterbrechungen dann doch eher lästig an.

Die Kämpfe können sogar auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ziemlich knackig werden, was bedeutet, dass wenn man kurz vor Ende eines Kampfes das Zeitliche segnet, wieder neu mit dem Kampf beginnen muss. So kann ein 20-Minuten-Kampf dann auch schon mal zu einer ganzen Stunde ausarten.

Fazit:

Lost in Random ist ein wunderschönes und kreatives Spiel mit einer wirklich interessanten Story und einem völlig neuen Kampfsystem. Doch um das Spiel in seiner Gänze genießen zu können, empfehlen wir ausnahmsweise den leichten Schwierigkeitsgrad, damit man von den langwierigen, immer gleichen Kämpfen nicht irgendwann genug hat und das Spiel aufgrund dessen aufgibt, denn eines ist sicher:

Lost in Random lohnt sich allein durch seine Optik und aufgrund seiner Story von Anfang bis Ende.

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