Lovot

Dieser Roboter möchte geknuddelt werden

26. Dezember 2018 • 12:35 Uhr

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Awwwww. So süß - diese Lovots. (Foto: Groove X)

Kaum intelligenter als ein Hamster und voll auf Liebe eingestellt: Der Roboter Lovot will die ganze Zeit über kuscheln. Aber er kann auch mehr…

Eigentlich designte der Japaner Kaname Hayashi früher einmal Formel-1-Boliden, seit drei Jahren entwickelt er Roboter für das Unternehmen Groove X. Das Ergebnis ist Lovot, ein kurioses Ding. Denn die Maschine kann nicht sprechen, dafür aber Geräusche von sich geben, die zeigen, dass sie sich wohl fühlt. Oder auch nicht. Das erinnert dann an die Laute einer Katze. Aber wozu soll Lovot gut sein?

Ein Lovot ist schon erstaunlich groß. (Foto: Groove X)
Ein Lovot ist schon erstaunlich groß. (Foto: Groove X)

Das bietet der Kuschelroboter Lovot

Lovot verzichtet gänzlich auf Sprachassistenten und andere vergleichbare Elemente, doch vollgestopft mit Technik ist das knuddelige Wesen dennoch. Die Augen können sechs Varianten darstellen und somit Emotionen ausdrücken. Ebenso gibt’s diverse Sensoren, die normalerweise in autonom fahrenden Autos zum Einsatz kommen. Sie ermöglichen es Lovot, sich selbständig zu bewegen, aber sich auch ähnlich wie ein Haustier zu benehmen, indem Menschen oder Hindernisse wahrgenommen werden.

Schlafen beim Aufladen. (Foto: Groove X)
Schlafen beim Aufladen. (Foto: Groove X)

Ein Deep-Learning-Algorithmus führt ferner zu einer Intelligenz mit der Möglichkeit, auch im Rahmen der Möglichkeiten Verhaltensweisen zu erlernen. Laut Aussagen von Hayashi besitzt Lovot eine KI, die der Intelligenz eines Hamsters ähnlich ist. Immerhin.

Weitere Besonderheiten

Die Hardware des rund drei Kilogramm schweren Lovot produziert während des Betriebs Wärme, die direkt zur Oberfläche der „Kreatur“ transportiert wird. Dadurch besitzt Lovot eine eigene Körpertemperatur – irgendwie creepy. Und die drei Kameras erkennen räumliche Tiefe und die Temperatur der Umgebung. Bis zu 1000 verschiedene Personen und bis zu 100 Menschen gleichzeitig kann der Roboter sehen und unterscheiden. Beeindruckend.

Keine Frage: Lovot ist schon ein spannendes Gadget, das allerdings nicht für jeden Interessenten gedacht ist. Denn das gute Stück kostet um die 3000 US-Dollar. Dazu kommt ein Abo, bei dem 90 US-Dollar pro Monat fällig wird. Das wird teuer. Dabei soll der Preis alleine die Kosten für die Herstellung decken, über den Service möchte sich Groove X finanzieren.

Wozu braucht man den Lovot?

Die Macher von Lovot zeigen auf ihrer Webseite allerlei Einsatzmöglichkeiten. So kann der Bot ausschließlich zum Knuddeln und Kuscheln verwendet werden. Das soll Kindern und Senioren helfen – und Angehörige sehen auch, wenn es dem Nachwuchs oder den Großeltern womöglich nicht gut geht. Ebenso ist Lovot eine Art Kumpel und Begleiter im Alltag, durchaus vergleichbar mit einer Katze oder einem Hund. Es ist sicherlich auch typisch für Japan, dass der Hightech-Roboter zwischenmenschliche Beziehungen ersetzen soll – für Leute, denen genau das fehlt.

Bisher ist Lovot nur für den japanischen Markt gedacht. Doch könnte sich das in etwas weiter entfernter Zukunft noch ändern. Zumindest ich würde doch ganz gerne dieses Ding ausprobieren wollen…

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Lovot: Dieser Roboter möchte geknuddelt werden
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Lovot: Dieser Roboter möchte geknuddelt werden
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Kaum intelligenter als ein Hamster und voll auf Liebe eingestellt: Der Roboter Lovot will die ganze Zeit über kuscheln. Aber er kann auch mehr...
Sven Wernicke
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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 09:03 Uhr


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