Lumo

Projektor verwandelt Erdboden in interaktive Spielfläche

27. März 2015 • 13:21 Uhr

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Action findet auf dem Boden statt. (Foto: Indiegogo)

Wenn Lumo wirklich so funktioniert, wie es sich die Erfinder vorstellen, ist das eine schöne Idee. Denn der interaktive Projektor bringt Szenen ins Wohn- und Kinderzimmer, die ihr in Spielen beeinflussen könnt.

Lumo ist im Grunde genommen ein Pico-Projektor, den ihr an der Wand befestigt. Ihr positioniert ihn so, dass der Erdboden in einem gewünschten Raum mit Inhalten versehen werden kann. Durch Infrarot-Licht und einem niedrig aufgelösten Sensor werden einfache Beweggungen in der Projektionsfläche erkannt. Den Rest überimmt der integrierte Computer, der Spiele ermöglicht oder Bilder bzw. Videos abhängig von dem Betreten des Gebietes anpasst sowie verändert.

Simpel, aber wirkungsvoll

Laut Aussagen der Erfinder sei Lumo zwar einfacher als Kinect oder Leap Motion gehalten, aber völlig ausreichend für kindgerechte Unterhaltung. Interessant ist hierbei auch der Grundgedanke: Durch simple Tools können Kids selbst Spiele erschaffen, die sie dann über Lumo mit Freunden erleben. Zehn „Vorlagen“ stehen zur Verfügung, darunter Rennspiel, Tanzspiel, Hockey, Fußball oder Pong. Diese Templates kommen immer wieder zum Einsatz und dürfen wohl angepasst werden – ähnlich wie bei einem Baukasten.

Obwohl Lumo mit seiner eigenen Hardware auf das Android-Betriebssystem setzt, könnt ihr auch andere Geräte via HDMI anschließen und so einfach Videos angucken oder reguläre Spiele zocken – dann zum Beispiel mit einem Controller. Zahlreiche Einsatzgebiete seien denkbar, in erster Linie stehen Spiele im Fokus, die auf dem Boden stattfinden und auf Bewegungen ausgelegt sind.

Hoher Preis

Verbaut wird ein LED Pico-Projektor mit einer Auflösung von 854×480 Bildpunkten und 100 Lumen. Ein 1,6GHz schneller Quadcore-Chip, 8GB RAM, WIFI und Bluetooth fehlen nicht.

Dass eine gar nicht mal so komplexe Technik interessante Spielkonzepte ermöglicht, zeigt das Fisch-Game in diesem Video. Ich finde das nice!

Mit einem Preis von knapp 500 Euro ist Lumo allerdings kein Schnäppchen. Und ob die von den Schöpfern anvisierten 80.000 US-Dollar bei Indiegogo zusammen bekommen? Das ist nicht ausgeschlossen, eben weil der Grundgedanke doch ein sehr sympathischer ist. Im Juni 2016 könnte im besten Fall mit der Auslieferung begonnen werden.

Weitere Details? Bei Indiegogo schießt ihr bei Interesse Geld vor, zusätzliche Infos bekommt ihr auf der offiziellen Webseite.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 19:37 Uhr

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