Luxusvillen aus illegalem Glücksspielnetzwerk in Thailand beschlagnahmt

In Puhket wurden zwei luxuriöse Villen im Wert von rund 2 Milliarden Baht durch das thailändis­che Depart­ment of Spe­cial Inves­ti­ga­tion (DSI) beschlagnahmt worden. Es handelt sich um zwei Immobilien in absoluter Top-Lage, die sich in unmittelbarer Nähe der berühmten Bucht Nai Harn befinden. Die beiden Villen werden mit dem illegalen Glücksspielnetzwerk UFA in Verbindung gebracht. Das Unternehmen machte zuletzt immer wieder Schlagzeilen, da in der jüngeren Vergangenheit ein unglaublicher Umsatz von 72 Milliarden Baht pro Tag generiert worden sei.

Syndikat und illegales Glücksspiel

Bei dem Glücksspielnetzwerk handelt es sich keineswegs um legale Online Casinos. Es soll sich laut Behörden um ein illegales Glücksspielangebot handeln, welches in der Vergangenheit auch immer wieder mit einem berüchtigten Syndikat und der Geldwäsche in Verbindung gebracht wurde. Bei der Beschlagnahmung traf die Einsatzgruppe lediglich auf einige Hausangestellte und weiteres Personal. Die Villen wurden anschließend versiegelt und von den Behörden einkassiert. 

Der leitende Ermittler Major Suriya gab in einer Stellungnahme zu diesem Einsatz noch einige weitere Details zur Beschlagnahmung der Luxusvillen bekannt. Die Objekte seien einem der Hinterleute des Glücksspielnetzwerkes zuzuordnen, der öffentlich nur unter dem Namen Phak­phum bekannt sei. Das Netzwerk wird beschuldigt, verschiedene Spiele wie Roulette, Blackjack und zahlreiche Online Casino Spielautomaten verwendet zu haben, um Geld aus kriminellen Aktivitäten zu waschen und in den legalen Kreislauf zu integrieren. 

Dieser Beschuldigte bestritt zunächst, in irgendeiner Art und Weise etwas mit den illegalen Glücksspielverbindungen zu tun zu haben. Nachdem er jedoch mit erdrückenden Beweisen konfrontiert wurde, gab er seine Beteiligung letztendlich doch zu. Daraufhin wurde er vor einem Gericht in Thailand angeklagt. Vor Gericht muss er sich nicht nur wegen illegalem Glücksspiel, sondern auch wegen Verstößen gegen die Anti-Geldwäsche-Gesetze in Thailand verantworten. 

Illegales UFA-Net­zw­erk nutzt Identitäten von Wanderarbeitern

Dem UFA-Glücksspielnetzwerk ging es bei seinen Aktivitäten in erster Linie darum, Geld zu waschen und in den legalen Kreislauf zu bringen. Wer hingegen fair spielen und Online Casino Betrug vermeiden möchte, sollte sich im Vorfeld unbedingt genau mit den einzelnen Anbietern auseinandersetzen. 

Im Zuge der weiteren Ermittlungen gegen das illegale Glücksspielnetzwerk wurde zudem bekannt, dass die Organisation sich in vielen Fällen der Identitäten von Wanderarbeitern in Thailand bedient haben soll. Die Personalausweise und weitere Dokumente wurden verwendet, um entsprechende Konten auf andere Namen zu eröffnen. Die finanziellen Nöte seien von den Kriminellen laut Major Suriya schamlos ausgenutzt worden, um sich einen finanziellen Vorteil zu verschaffen. 

Das UFA-Glücksspielnetzwerk soll insgesamt 83 verschiedene Webseiten betrieben haben. Die Konten der Wanderarbeiter haben in diesem Zusammenhang rund 3% der gesamten Einnahmen aus den illegalen Aktivitäten generiert. Hierdurch sei die kriminelle Energie der Betreiber klar zu erkennen. 

Die Ermittler gaben in diesem Zusammenhang zudem eine weitere Glücksspielwarnung aus. Sämtliche Vermögenswerte, die durch Glücksspiel generiert werden, müssen zwingend angemeldet werden. Wer dies verpasst oder verweigert, müsste hingegen mit einer Anklage wegen eines Verstoßes gegen die thailändischen Geldwäschegesetze rechnen. Entsprechende Vergehen werden erfahrungsgemäß in Thailand besonders hart bestraft. 

Die Ermittlungen im Fall UFA sind jedoch bei weitem nicht abgeschlossen. Die bislang beschlagnahmten Immobilien bieten lediglich erste Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen. Es ist stark davon auszugehen, dass es viele weitere Vermögenswerte gibt, denen die Ermittler nun versuchen auf die Spur zu kommen. Im Fokus der Ermittlungen stehen allerdings nicht nur Immobilien, sondern auch größere Summen an Bargeld sowie viele weitere Vermögenswerte.

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