M-Blocks

Roboterwürfel mit Schwarm-Technologie! Der erste Schritt zum T-1000?

8. Oktober 2013 • 10:01 Uhr

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Eigentlich sehen sie recht harmlos aus... (Foto: MITnews)

Meistens, wenn wir von neuen Robotern berichten, dann sind diese ganz klar als solche zu erkennen. Im Fall der vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten M-Blocks gilt dies nicht unbedingt: Sie sehen einfach wie billige Metall-Würfel aus. Doch dies beweist nur, dass Äußerlichkeiten allein keine Aussagekraft haben und es stattdessen oftmals auf die inneren Werte ankommen kann.

Das Innenleben der M-Blocks besteht aus einem Schwungrad, welches dank eines akkubetriebenen Elektromotors bis zu 20.000 Umdrehungen in der Minute erreicht, sowie aus einer Bremsfunktion für das Rad. Durch die daraus entstehenden Kräfte ist es möglich, die kleinen Würfel präzise rollen oder gar springen zu lassen.

Dazu stecken in den M-Blocks Magneten, mit denen sie sich an metallischen Oberflächen oder auch an ihren eigenen Artgenossen anheften können. Das Gedanke dahinter: Aus vielen kleinen Würfeln soll ein großes komplexes System entstehen!

Die Mitarbeiter des MIT sind davon überzeugt, dass viele Schwarmrobotiker lange auf solch eine Lösung gewartet hätten. Vor allem, da die M-Blocks recht einfach konstruiert sind und sich kommende Generationen mit Sicherheit deutlich verkleinern lassen. Das Ziel ist es, irgendwann einmal Mikroroboter zu erschaffen, die so klein sind, dass man sie gar nicht mehr als individuelle Würfel wahrnimmt. Vergleiche mit dem aus flüssigem Metall bestehenden Terminator-Modell T-1000, welches wir erstmals in Terminator 2 gesehen haben, sind gar nicht so absurd, sondern werden von den MIT-Forschern sogar selbst als Beispiel herangezogen.

Bis es soweit sein wird, dürfte es aber (hoffentlich?) noch ein wenig dauern. Derzeit sollen aber auch die größeren M-Blocks schon einmal sinnvolle Dienst verrichten: Sie könnten etwa in Katastrophengebieten zum Bau von Brücken, Gerüsten oder Gebäuden eingesetzt werden. Dazu sollen die nötigen Schwarmalgorithmen irgendwann einmal direkt in den M-Blocks berechnet und nicht wie bisher nur per Funk an sie übertragen werden.

Und sollte dies nicht klappen, dann zeigen ja vielleicht immer noch Spielhersteller wie Lego Interesse daran! Doch ja, auch mit diesem Gedanken könnte ich mich anfreunden, denn wie sich die M-Blocks übereinander stapeln, sieht schon recht kurios aus:

Wer nun nach weiteren Hintergrund-Infos sucht, wird beispielsweise unter diesem Link zu der Website MITnews fündig.

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 17:53 Uhr

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