Mad Catz M.O.J.O.

Android-Konsole jetzt billiger und bald mit über 600 Ouya-Spielen!

7. März 2014 • 11:21 Uhr

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Die M.O.J.O.-Konsle mit dem Bluetooth-Controller. (Foto: Mad Catz)

Habt ihr es mitbekommen? Am 10. Dezember 2013 erschien mit M.O.J.O. die Android-basierte Konsole von Mad Catz. Besonders viel Mühe machte sich der Zubehörprofi beim Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit nicht, wie ich finde. Die verhaltene Nachfrage bei Spielern hat jetzt eine Konsequenz: Die Micro-Konsole rutscht im Preis.

Neuerdings kostet M.O.J.O. „nur“ noch 199,99 Euro, die Spielemaschine mit Android 4.2.2 ist damit 50 Euro günstiger  als noch zum Verkaufsstart vor drei Monaten. Nach der offiziellen Preissenkung in den USA reagierten nun auch Amazon und der offizielle Webshop von Mad Catz. Auf der Webseite des Herstellers wird ebenfalls die neue Summe kommuniziert. Rein bezogen auf die Hardware bekommt ihr dafür mehr als ordentliche Technik. Verbaut wird ein 1,8GHz schneller Quadcore-Chip von Nvidia, der Tegra 4 (T40S) ist gut zum Spielen geeignet. Hinzu kommen 16GB Flash-Speicher, 2GB RAM, WLAN  802.11 a/b/g/n, Bluetooth 2.1/4.0, USB 3.0, USB 2.0, microSD KArtenslot (bis 64GB), HDMI-Ausgang und 100 MBit Ethernet-Port. Den C.T.R.L. R-Controller  benutzt ihr zur Steuerung, ihr könnt diesen aber auch an einem Android-Smartphone oder Tablet verwenden.

Dank Google Play sowie der Nvidia TegraZone erhaltet ihr Zugang zu unzähligen Android-Spielen. Doch das scheint wohl den Verantwortlichen nicht auszureichen. Denn M.O.J.O. wird wohl die erste Plattform sein, die auf Ouya Everywhere setzt. Erst vor ein paar Tagen kündigten die Macher der ebenfalls nur in Maßen erfolgreichen Android-Konsole an, mit Ouya Everywhere das Angebot an Apps auf andere Geräte bringen zu wollen. Dies hat zur Folge, dass M.O.J.O.-Besitzer auf den gesamten Katalog von Spielen zugreifen können, das sind mittlerweile über 600 Titel, von denen viele sogar exklusiv sind. Dank sehr ähnlicher Hardware-Architektur und Controller-Support dürfte das Spielerlebnis auf der Mad Catz-Kiste ähnlich wie auf der Ouya sein.

Letztlich ist das wohl ein guter Schritt: Runter mit dem Preis, rauf mit dem Spiele-Angebot, das auch explizit Gebrauch von dem Gamepad macht. Ich bin nur unschlüssig, ob 200 Euro nicht doch noch etwas zu viel für eine Plattform ist, bei der es sich letztlich um ein (immer gut ausgestattetes) Smartphone für den HDTV handelt…

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4 Kommentare

  1. Technisch mag es mit einem Smartphone vergleichbar sein – aber ansonsten nicht. Immerhin gibt’s ein Gamepad und Games auf dem TV.
    Oder bezeichnest du eine XBOne/PS4 “nur” als PC fürs Wohnzimmer? Nö.!

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    • Sven am

      Hast du schon einmal dein Smartphone an einen HDTV angeschlossen und mit einem Bluetooth-Controller ein Spiel gezockt? ;) Nichts anderes ist MOJO, das ja sogar einen Vollzugriff auf Google Play gibt. Bei Ouya hast du wenigstens ausgewählte Spiele, die auch für das Gamepad ausgelegt sind und höchsten den Touchpad benutzen. Kein Wunder, dass Mad Catz die Idee von Ouya Everywhere nutzen möchte. Da kommt wenigstens Konsolen-Flair auf.

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  2. Hast du dein Auto schon mal knallrot angemalt und einen Spoiler drangeschraubt, um dich wie ein Ferrari-Fahrer zu fühlen?

    Was ich damit sagen will: Klar kann man sein Handy oder Tablet an den PC anschließen und einen externen Controller benutzen – aber das ist umständlich. Deswegen begrüße ich Android-Konsolen wie Ouya, Mojo, Vyper & Co!

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    • Sven am

      Seltsame Vergleiche stellst du da an. ;) Ich bin diesen Konzepten gegenüber nicht abgeneigt, nur muss man auch berücksichtigen, über welche Preise wir hier reden. Die UVP von 250 Euro für Mojo ist nun echt viel zu hoch angesetzt, vor allem weil die reine Technik dank der Smartphones sehr viel billiger ist. Auch 200 Euro halte ich für grenzwertig hoch, da 99% aller Spiele Umsetzungen von kleinen Android-Games sind. Die laufen weitgehend sogar auf 99 Euro-Tablets von Medion. Der Preis der Konsole ist dagegen schon unverhältnismäßig hoch. Nicht ohne Grund hat ja die Ouya damals einen Hype erzeugt: Ne 99 Dollar-Konsole klang für viele verlockend.

      Und dennoch bleibe ich dabei: Du kannst mit Smartphone + HDMI-Kabel und Controller (wo ist da jetzt der Aufwand? Verstehe ich nicht) ein ähnliches Erlebnis wie Mojo erzeugen. Oder gar mit einem Android-HDMI-Stick mit Controller. Für meinen Geschmack haben es die meisten Hersteller bisher nicht richtig gemacht. Die Idee von Ouya Everywhere dagegen hat Potential, könne man das ja auf zig Geräten mit Tegra-Chips installieren – vom Tablet bis hin eben zu Mojo und Co…

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