Martin Jetpack P12

Raketenrucksack geht 2014 in Massenproduktion!

2. Oktober 2013 • 11:04 Uhr

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Der Traum vom Fliegen wird bald wahr! (Foto: martinjetpack.com)

Unglaubliche 29 Jahre ist es her, dass der US-amerikanische Testpilot William P. Suitor bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 1984 in Los Angeles mit einem Raketenrucksack durch die Lufte schwebte und sicherlich bei nicht wenigen der mehr als zwei Milliarden TV-Zuschauer den Traum vom Fliegen in das Gehirn einbrannte. Zum 30. Jahrestag könnte es endlich soweit sein, dass sich dieser Traum erfüllt. Denn die in Neuseeland beheimatete Martin Aircraft Company will im nächsten Jahr mit einem Jetpack für jedermann auf den Markt kommen!


Momentan gibt es von dem Jetpack-Modell mit dem Namen P12 nur einen Prototypen. Doch dieser ist laut Angaben des Unternehmens inzwischen so weit ausgereift, dass er beinahe einem finalen Modell gleichkommt. Bis Mitte 2014 sollen die letzten Probleme behoben sein und der kommerzielle Verkauf des Raketenrucksacks endgültig beginnen. Die ersten Exemplare werden an die Polizei, an Feuerwehren und an Rettungskräfte gehen, danach steht aber auch dem Verkauf an Privathaushalte im Grunde nichts mehr im Weg.

Was kann der P12 Prototyp denn derzeit leisten? Laut Martin Aircraft Company kann damit eine Geschwindigkeit von 74 km/h erreicht werden, wobei die Empfehlung bei 56 km/h liegt. Mit dieser kann der vollgetankte Raketenrucksack mit seinem 2.0 Liter-Motor mit 200 PS rund 30 Minuten durch die Luft gleiten und dabei etwa eine Entfernung von 30 Kilometern zurücklegen. Die maximale Höhe liegt bei 900 Metern, der Hersteller gibt allerdings 150 Meter als die ideale Höhe an. Während eines Fluges sollte der Pilot einen Helm tragen, was nicht nur der Sicherheit dient, sondern auch den Fluglärm von gut 95 Dezibel ein wenig abdämpft.

Wie laut man sich dies in etwa vorstellen hat, zeigt das folgende Video eines Testflugs des P12 Prototyps:

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass der Kauf des Jetpacks nicht ganz billig ausfällt: Wer schon immer davon geträumt hat, mit einem Raketenrucksack über die Dächer seiner Heimatstadt zu schweben, muss mit Anschaffungskosten von etwa 150.000 Euro kalkulieren. Dazu sollte man sich sicherheitshalber bereits im Vorfeld über die gesetzlichen Bestimmungen für die Nutzung solch eines Fluggeräts informieren. Ansonsten ist man schnell sein teueres Gerät wieder los und darf dazu noch weitere Euro für Strafgelder von seinem Konto abbuchen.

Würdet ihr gerne mit dem Testpiloten tauschen? (Foto: martinjetpack.com)
Würdet ihr gerne mit dem Testpiloten tauschen? (Foto: martinjetpack.com)

Weitere Infos zu dem P12 sowie zu allen bisherigen Prototypen der Martin Aircraft Company findet ihr auf der Website des Herstellers.

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