Marvel’s Spider-Man 2 Review: Das beste Superhelden-Spiel bisher?

2018 hat uns Insomniac Games bereits ein großartiges Spider-Man Game und eines der besten Superhelden-Spiele überhaupt beschert. 5 Jahre später dürfen sich Fans nun endlich über den Nachfolger freuen und dieser soll sogar noch besser sein. Ich habe Marvel’s Spider-Man 2 für euch getestet und verrate euch heute, was euch damit erwartet und ob es sich dabei vielleicht sogar tatsächlich um das beste Superhelden-Spiel bisher handelt.

Den Trailer zum Spiel könnt ihr euch gleich hier ansehen:

Spannender Plot mit interessanten Charakteren

Im ersten Teil schwangen wir uns bereits mit Peter Parker und Miles Morales durch New York City und machten nicht nur Dr. Octavius dingfest, sondern sprengten auch den Tinker erfolgreich in die Luft. Im 2. Teil bekommen wir erst einmal einen Blick auf den normalen Alltag unserer beiden Helden, nach ihren unglaublichen Taten aus dem Vorgänger. Diesen müsst ihr übrigens nicht gespielt haben, um Teil 2 genießen zu können.

Während Morales verzweifelt versucht, sich an einem College zu bewerben, versucht Parker auf ehrliche Weise Geld zu verdienen. Beides scheitert allerdings kläglich. Doch wen interessieren diese banalen Alltags-Probleme, wenn New York erneut großen Gefahren ausgesetzt ist?

Neben ihren Heldentaten, versuchen Peter und Miles ein „normales“ Leben zu leben.

Wie groß die Gefahr ist, zeigt sich gleich nach dem Einblick in das „normale“ Leben der Beiden. So müssen sie plötzlich einen riesigen Sandmenschen bezwingen, der New York attackiert. Doch auf die Beiden wartet noch eine viel größere Bedrohung. Der High-Tech-Jäger Kraven hat sich zusammen mit seiner Bande in New York eingeschlichen, mit der Prämisse, unsere beiden Helden zu vernichten. Neben den beiden Spidies, hat Kraven es außerdem auf Scorpion und den Lizard abgesehen.

Kraven, unser neuer Antagonist.

Zusätzlich haben die Jungs auch noch mit privaten Problemen zu kämpfen, die deutlich schlimmer sind, als eine College-Absage oder ein verlorener Job.

Viel Abwechslung und Mega-Synchro

Typisch für Superhelden-Plots zeigt die, ca. 15-stündige, Hauptstory zwar einige Logikfehler, ist aber ansonsten verdammt spannend sowie tiefgründig und kann sogar mit einigen interessanten Plot-Twists aufwarten. Der ein oder andere Filmproduzent könnte sich hier in jedem Fall eine gute Scheibe abschneiden.

Die gute Story wird allerdings nicht nur vom Plot selbst getragen, sondern vor allem auch von den tollen Charakteren, die trotz Action-Game, eine ordentliche Charaktertiefe beweisen. Zudem darf ich heute endlich mal wieder eine deutsche Synchronisation loben. Die ist nämlich absolut erste Sahne!

Die Kampagne bietet außerdem reichlich Abwechslung. Hier wird nicht nur oft die Szenerie gewechselt, auch variieren die primären Aufgaben extrem. Mal muss man einen dicken Gegner kloppen, während ihr ein anderes Mal mit dem Fahrrad durch die Nachbarschaft radeln müsst usw.

Überzeugend: Spider-Man 2 bietet Charaktertiefe sowie eine abwechslungsreiche und spannende Story

Einzige Mankos: Die Levels der Kampagne wirken sehr schlauchig und geben einen harten Kontrast zur Open World, die wir neben der Kampagne frei erkunden können. Zusätzlich sehen die Gesichter der Charaktere nicht immer sehr realistisch aus, ebenso wie deren Mimik.

Freier denn je

New York sieht im Nachfolger einfach fantastisch aus! Trotz der vielen Gefahren die dort lauern, macht die Stadt von oben einen absolut friedlichen und freundlichen Eindruck. Den Straßen wurde außerdem mehr Leben eingehaucht. Überall sehen wir Passanten, die miteinander agieren und ihrem Alltag nachgehen und dabei eine Varianz an Aktionen bieten, sodass sich die Welt zeitweise fast echt anfühlt.

Besonders positiv sticht zudem die flüssigere Art der Fortbewegung hervor: Spider-Man ist noch nie so stilvoll und dynamisch an den vielen Hochhäusern vorbeigejagt, wie in diesem Spiel. Dafür sorgen viele neue Animationen wie zum Beispiel ein cooler Looping, eine Katapult-Animation oder die neuen praktischen Netzflügel, mit denen ihr ein ordentliches Stück gleiten könnt, sollte es mal keinen Spot zum drankleben geben.

Die neue Gleit-Funktion ist äußerst praktisch, nimmt aber das typische Spider-Man-Gefühl etwas raus.

Wer will, kann sogar fast auf das Schwingen verzichten, aber dann verschwindet auch gleichzeitig das perfekte Spider-Man-Gefühl, weshalb man mit den Netzflügeln lieber sparsam umgehen sollte. Insgesamt gibt es also nochmal ein deutlich besseres Handling als beim Vorgänger und sogar eine bessere Hitbox für die Spinnennetz-Schüsse.

Sammler werden sich außerdem darüber freuen, dass Sammelobjekte nun einfacher zu entdecken sind und man nicht mehr ständig die Karte öffnen muss, um sich zu orientieren. Die Stadt bietet nämlich nun einige Windtunnel zur Fortbewegung, die meist auf etwas Verstecktes hinweisen. Auch kann man optionale Sammlerpunkte und Quests oft schon von Weitem sehen.

Die leuchtenden Orbs in der Ferne zeigen uns mögliche Objectives.

Gemischte Gefühle bei den Nebenquests

Marvel’s Spider-Man 2 bietet uns im Open World Setting einige großartige Nebenquests mit interessanten Charakteren und ihren eigenen emotionalen Geschichten, die noch mehr Lust auf die Erkundung der Stadt machen. Allerdings wurden, für meinen Geschmack, gleichzeitig auch viel zu viele Nebenquests eingebaut, die mit der Zeit einfach nur noch nerven, weil sich die Aktionen leider immer wieder wiederholen.

So kloppen wir leider immer wieder dieselben Gegner, müssen immer wieder bestimmte und viel zu lange Windtunnelstecken überwinden oder ein und dasselbe Objekt immer wieder bergen. Mit diesen Wiederholungstätern wurde die Spielzeit leider ganz klar verzweifelt in die Länge gestreckt, was das Spiel aber anscheinend auch nötig hatte, denn selbst wenn ihr alles erledigt, kommt ihr gerade einmal auf eine Gesamt-Spielzeit von ca. 32 Stunden.

Manche Quests sind absolut großartig, während andere extrem repetitiv wirken.

Das Positive an den vielen ähnlichen Nebenquests ist aber, dass man zumindest ordentlich für das Erledigen belohnt wird. So bekommt ihr bestimmte Marken und Teile, die ihr gegen coole neue Kostüme für Peter und Miles eintauschen könnt. Die Kostüme sind allerdings dieses Mal nur kosmetischer Natur und bringen keine besonderen Fähigkeiten mit.

Neue Fähigkeiten erlangt ihr stattdessen, indem ihr eure Talentbäume oder den Spider-Man-Anzug nach und nach weiter aufwertet.

Geniale und dynamische Kämpfe

Apropos Fähigkeiten: Wie auch schon zuvor, kann man Peter Parker und Miles Morales sehr unterschiedlich spielen. So verfügt Miles zum Beispiel über starke elektrische Impulse, mit denen er den Gegnern den Gar ausmachen kann, während sich Peter mehr auf seine Spinnennetz-Fähigkeiten konzentriert.

Zwar hapert es ein wenig an der Gegner-Vielfalt, dafür machen die vielen coolen Kampf-Fähigkeiten und die dazugehörenden Kampf-Animationen so richtig Bock. Besonders beeindruckend ist hier vor allem die tolle Kameraführung, die dafür sorgt, dass ihr eure Ziele immer perfekt im Blick habt, egal wie wuselig und actionreich es auch gerade zugehen mag.

Die Kämpfe machen richtig Laune!

Neben den neuen Fähigkeiten und Animationen, gibt es außerdem viele neue Angriffsvariationen, die noch mehr Abwechslung in den Kampf bringen. Zudem gibt es nun ein neues Parry-System, um bestimmte gegnerische Attacken blocken und kontern zu können.

Die Performance ist übrigens durchweg flüssig und solide. Ich habe während meines ganzen Playthroughs nicht einen unangenehmen Ruckler wahrgenommen. Außerdem sind mir keinerlei auffällige Bugs begegnet.

Schleich-Passagen eher „mäh“?

Während an der einen Ecke viel hinzugekommen ist, wurde dafür an einer anderen Ecke gespart. Statt 8 Spider-Man-Gadgets, gibt es im zweiten Teil nur noch 4! Wer zuvor ganz bestimmte Gadgets aus dem Vorgänger gerne im Kampf verwendet hat, muss hier leider etwas ummodeln.

Außerdem sind Stealth-Missionen nicht nur weniger, sondern auch, dank eines neuen Gadgets, extrem vereinfacht worden. Mir persönlich kommt das sehr zugute, da ich generell kein Fan von Schleich-Passagen bin. Da diese sich aber im zweiten Teil oftmals fast obsolet anfühlen, hätte man hier entweder etwas besser machen oder sie, meiner Meinung nach, auch ganz weglassen können.

Schleich-Passagen sind nicht die Stärke des Spiels.

Fazit

Spider-Man 2 ist ein absoluter Open World Knaller und ein Must-Have für alle Marvel-Fans!

Die Hauptstory sowie Charaktere können extrem überzeugen und werden euch garantiert, während eures Playthroughs, stundenlang an eure Couch fesseln. Auch bei der Fortbewegung durch New York und bei den Kämpfen kommt ihr hier garantiert auf eure Kosten.

Alle, im Artikel genannten, negativen Aspekte wie zum Beispiel einige Nebenquests, die sich oftmals wiederholen oder die fast obsoleten Schleichpassagen, sind hier schon Meckern auf höchstem Niveau.

Marvel’s Spider-Man 2 sieht toll aus und spielt sich fantastisch, während euch eine Superhelden-würdige Story geboten wird. Von mir bekommt der Titel eine herausragende 9/10! Für mich ist Spider-Man 2 tatsächlich das beste Open-World-Superhelden-Spiel bisher!

  • Marvel’s Spider-Man 2 ist am 20. Oktober 2023 exklusiv für die PS5 erschienen.

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Marvel’s Spider-Man 2
  • Erlebe eine brandneue Einzelspieler-Story in Marvel’s Spider-Man
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