Neue Studie: Ein Drittel aller Männer spielt lieber mit weiblichen Charakteren

Kürzlich gesammelte Daten über unsere Spielgewohnheiten geben einen interessanten Einblick in die Vorlieben der Geschlechter bei den Protagonisten. Die Quintessenz: Weibliche Charaktere stehen bei männlichen Spielern ziemlich hoch im Kurs.

Mittlerweile ist es nichts Ungewöhnliches, dass man die Wahl zwischen männlichen und weiblichen Charakteren in Videospielen hat, siehe z.B. Mass Effect, Assassin’s Creed in mehreren Spielen oder Cyberpunk 2077.

Eine Studie von Quantic Foundry hat nun ergeben, dass ungefähr einer von drei männlichen Spielern dabei weibliche Charaktere bevorzugt. Im Gegenzug wählen weniger als 10% aller Spielerinnen einen männlichen Charakter.

Die Umfrage aus dem Jahr 2020 sammelte Antworten von rund 3.000 Spielern (69% davon männlich, 27% weiblich, 4% nicht-binär). Das Durchschnittsalter lag bei 24 Jahren.

  • Insgesamt gesehen bevorzugen die meisten Spieler einen Charakter des selben Geschlechts
  • 48% der befragten Männer spielen lieber mit männlichen Charakteren, 29% entscheiden sich für weibliche
  • 76% aller weiblichen Spieler wählen auch eine weibliche Protagonistin, nur 9% einen männlichen

Auffällig ist ist dabei, dass das Alter offenbar einen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Je älter die männlichen Befragten sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie mit einem weiblichen Avatar spielen. Eine mögliche Theorie dafür ist – wer hätte es gedacht – dass die männlichen Befragten weibliche Avatare attraktiver finden.

Wie erwähnt umfasst die Studie auch nicht binäre Spieler und Charaktere. Es überrascht nicht, dass diese Gruppe von Befragten es bevorzugt, entsprechend mit nicht-binären Charakteren zu spielen. Viele gaben aber auch an, lieber mit weiblichen Avataren zu spielen.

Über die Gründe für all die Ergebnisse dieser Umfrage kann man viel diskutieren – auf jeden Fall kann man sagen, dass weibliche Spielcharaktere von Spielern aller Geschlechter hoch im Kurs stehen. Somit dürfen wir gespannt sein, ob die Spieleindustrie dieser Nachfrage in den nächsten Jahren nachkommt.

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